Inhalt
Das Zusammenleben am pulsierenden Lebensort Schule stellt alle Beteiligten jeden Tag immer wieder vor neue Herausforderungen im sozialen Miteinander. Zunehmende Gewalt hinterlässt Spuren im schulischen Alltag. Physische und psychische Übergriffe bzw. Bedrohungen erschweren das tägliche Miteinander von Schüler*innen, Lehrkräften und weiteren schulischen Mitarbeiter*innen. Zeitgemäße, konzeptionell verankerte schulische Prävention liefert einen strukturierten Rahmen, diesen Veränderungen allseits professionell zu begegnen.
Auf Basis des Referenzrahmens Schulqualität bietet die Fortbildungsreihe in acht Einheiten Bausteine an, mit denen die Teilnehmenden darin unterstützt werden, in ihrer Schule Impulse für die Entwicklung eines passgenauen Präventionskonzeptes zu geben. Dieses kann als Bestandteil des schuleigenen „Schutzkonzeptes gegen Gewalt und sexuellen Missbrauch“ gemäß § 42 Abs. 6 SchulG NRW verwendet werden.
Ziele
Die Teilnehmenden erhalten Anregungen für die Entwicklung geeigneter Interventions- und Präventionsmöglichkeiten zu den Schwerpunkten:
o Soziales Lernen in Unterricht und Schulleben
o konkrete Formen von Gewalt & (Cyber-) Mobbing
o Verdacht auf Kindeswohlgefährdung & sexualisierter Gewalt
o Extremismus
o Kooperation mit außerschulischen Partnern und Lernorten
Die Teilnehmenden…
o erkennen den Begriff der Schulkultur als Grundlage für die Entwicklung guter Schule und entwickeln Argumentationshilfen für eine strategisch dynamisch angelegte Schulprogrammarbeit, die die Schulkultur fokussiert.
o verstehen Kommunikations-, Empathie- und Konfliktfähigkeit als grundlegend für das schulische Miteinander und können Methoden anwenden, um diese Kompetenzen zu fördern.
o lernen Ansätze und Methoden der Mobbingprävention und -intervention kennen und sind in der Lage, die Übungen reflektiert durchzuführen.
o setzen sich mit dem Gewaltbegriff auseinander und erproben Methoden der Gewaltprävention.
o erwerben Kenntnisse über Intervention und Prävention im Bereich des Verdachts auf Kindeswohlgefährdung auch bei sexualisierter Gewalt und können diese anwenden.
o kennen Formen von Radikalisierungstendenzen und Extremismus und erlernen Möglichkeiten, Radikalisierung vorzubeugen und zu begegnen.
o kennen Ursachen, Formen und Folgen von Cyberkriminalität und entwickeln geeignete Interventions- und Präventionsmöglichkeiten für ihre Schule.
o lernen außerschulische Kooperationspartner*innen kennen, erkennen den Mehrwert von Netzwerkarbeit und sind in der Lage, externe Hilfeangebote zur Prävention und Intervention an ihrer Schule zu nutzen.
o reflektieren die Lerninhalte in Bezug auf ihre eigene professionelle Handlungskompetenz (Wissen, Können & Haltung) und entwickeln Ideen zur Planung tragfähiger multiprofessioneller Handlungskonzepte für ihre Schulen.
Die Erfahrungen in der Umsetzung von Präventionsprojekten haben gezeigt, dass in einer vernetzten Kooperation zwischen Jugendamt, Polizei und Schule eine wirksame Präventionsarbeit mit und in den Schulen durchführbar ist. Auf dieser Überzeugung basierend werden die Kurstage durch ein multiprofessionelles Moderationsteam aus den Bereichen Schule, Polizei und Jugendhilfe durchgeführt.
Bezug zum Referenzrahmen
Die Fortbildung adressiert verschiedene Qualitätskriterien des Referenzrahmens Schulqualität (RRSQ) in Abhängigkeit von der konkreten Ziel- und Auftragsklärung, vor allem aus dem Inhaltsbereich 3: Schulkultur.
- Schulform
- Allgemeine Schulformen Sek. I (mit GY), Förder- und Klinikschulen
- Bereich / Teilbereich
- Schule als System gestalten und entwickeln / IKSDG
- Zielgruppe und Voraussetzungen
- Diese Veranstaltung wird im Rahmen der Kooperationsvereinbarung zwischen der Bezirksregierung Arnsberg, dem Polizeipräsidium Dortmund, dem Jugendamt der Stadt Dortmund sowie dem Fachbereich Schule der Stadt Dortmund angeboten.
Die Veranstaltung ist multiprofessionell konzipiert und richtet sich auss...
Termine
Aktuell keine anstehenden Termine