Schon im Alter der Eingangsklassen der Sekundarstufe haben Kinder oft keine Zeit mehr, da sie in schulische und gesellschaftliche Zeittakte eingebunden sind oder ihre Zeit (und damit Aufmerksamkeit und Konzentration) durch die Smartphonenutzung in immer kürzere Zeitintervalle unterteilen.
Ein Ziel der Fortbildung ist deshalb, Unterrichtsmodelle vorzustellen, in denen die Kinder für den Umgang mit der Zeit sensibilisiert werden.
Dabei soll - ausgehend von der Beschreibung von Phänomenen oder kleineren Zeitexperimenten - zwischen Zeitempfinden und Zeitmessung unterschieden werden und es sollen erste Begriffsbildungen erfolgen.
Ein weiteres Ziel der Fortbildung ist es, Methoden für das Philosophieren mit Kindern in diesem Alter vorzustellen.
Diese Ziele sollen in der Fortbildung auf drei Ebenen verfolgt werden:
Zum einen auf der inhaltlich-fachlichen Ebene der Zeitforschung und –philosophie als Grundlage für ein erstes Philosophieren zu diesem Thema,
zum zweiten auf der Ebene der didaktischen Strukturierung des Unterrichts mit Kindern in diesem Alter (mit Hilfe des Bonbonmodells)
und zum dritten auf der methodischen Ebene; hier werden altersgerechte Unterrichtsmethoden vorgestellt.
Bezüge zu...
Schulform
Allgemeine Schulformen Sek. I (mit GY), Förder- und Klinikschulen
Bereich / Teilbereich
Standard - und kompetenzor. UE in den Fächern / Praktische Philosophie
Humes erkenntnistheoretische Überlegungen stellen eine wirkungsmächtige Position dar, die auch in der zeitgenössischen Debatte eine wichtige Rolle spielt. Zudem ist Humes Erkenntnistheorie ab 2023 Abiturthema in NRW (Kernstellen aus David Humes „Eine Untersuchung über den menschlichen Verstand“).
Humes provokative Thesen erschüttern grundlegende Gewissheiten des Alltagsverstandes. So lässt seine Skepsis an der Gültigkeit der induktiven Methode sowie am Gedanken der Kausalität kaum ein Gemüt kalt.
Humes Skeptizismus erweist sich als erfrischende Lektüre, weshalb die Beschäftigung mit diesem Philosophen fruchtbare Diskussionsräume im Unterricht der Oberstufe eröffnet.
In der Fortbildung erörtern wir Problemstellungen im Geiste Humes, wodurch auch grundlegende Fragen der allgemeinen Erkenntnistheorie berührt werden.
Hierbei bietet Humes experimentelle Methode, die sich unterscheidet von der Herangehensweise aus dem philosophischen Lehnstuhl, Anlass zu kontroversen Diskussionen. Anders als die philosophische Tradition verlässt sich Hume als Empirist nicht auf abstrakte Denkgebäude, sondern berücksichtigt ausdrücklich die alltägliche, empirische Welt.
Wir erkunden Humes Position anhand ausge...
Schulform
Allgemeine Schulformen Sek. II
Bereich / Teilbereich
Standard - und kompetenzor. UE in den Fächern / Praktische Philosophie
Philosophieren und Erzählen wurden seit Platon oft als Tätigkeiten aufgefasst, die einander ausschließen: Während die Philosophie auf wissenschaftlichen Erkenntnisgewinn abzielt, wurden die Einsichten der Literatur oft als unwissenschaftliche Mythen abgewertet. Schon Aristoteles und mit ihm eine andere Philosophietradition rehabilitiert den Mythos, also die Erzählung, als eine ernstzunehmende Weltaneignung und betrachtet ihn als wichtigen Beitrag zur vertieften Erkenntnis der Wirklichkeit. Die Fortbildung wird in diesem Sinne das philosophische Potential von Geschichten und literarischen Texten für die Sek I und Sek II systematisch erarbeiten, indem neue Methoden und Materialien zum Einsatz kommen, die von den Teilnehmenden selbstständig erprobt und reflektiert werden. Die Veranstaltung ist dergestalt konzipiert, dass gemeinsame Wege erkundet werden, wie nicht nur im Ausgang von Geschichten, sondern insbesondere auch mit Geschichten weiterphilosophiert werden kann. Die entsprechenden Methoden und Materialstücke sind mit Blick auf unterschiedliche Jahrgangsstufen so aufgebarbeitet, dass sie sich entweder direkt auf literarische Texte beziehen lassen oder, in einem lebensweltlichen Sin...
Schulform
Alle Schulformen außer Grundschulen (Allgemeine und BK)
Bereich / Teilbereich
Standard - und kompetenzor. UE in den Fächern / Praktische Philosophie
Nussbaums Gerechtigkeitstheorie, die ab dem Abiturjahrgang 2026 als verbindliches Abiturthema in Nordrhein-Westfalen gilt, wird erarbeitet, kritisch analysiert und in Hinblick auf ihre Tragfähigkeit sowie ihren Alltagsweltbezug reflektiert. Dabei kommen die didaktischen Ansätze des ‚Philosophischen Parcours‘, der Fallanalyse und des Rollenspiels zum Einsatz.
Im ersten Teil der Fortbildung wird unter anderem die Sachkompetenz der Teilnehmer:innen gefördert, indem sich Nussbaums Theorie in genealogischer Weise genähert wird. Dies bedeutet, dass historische Motivlagen gebündelt und vertieft werden, um so eine adäquate Sichtbarkeit von Nussbaums Theorie zu bewirken. Hierzu wird der allgemeine philosophische Rahmen ihrer Überlegungen nachgezeichnet und die bestimmenden Einflüsse aufgezeigt, was durch gründliche Textarbeit vertieft wird. Im Zentrum steht die Erweiterung der Methodenkompetenz der Teilnehmer:innen. Diese lernen die Methode des ‚Philosophischen Parcours‘ kennen und erarbeiten deren Anwendung. Die Methode dient exemplarisch der schülerorientierten Erarbeitung voraussetzungsreicher Theorien im Philosophieunterricht. Im Anschluss werden Urteils- und Handlungskompetenzen der Tei...
Schulform
Alle Schulformen Sek. II (Allgemeine und BK)
Bereich / Teilbereich
Standard - und kompetenzor. UE in den Fächern / Praktische Philosophie
Zielgruppe und Voraussetzungen
Lehrerinnen und Lehrer, die das Fach Philosophie in der Oberstufe unterrichten
Rousseaus Vertrags- und Demokratietheorie polarisiert bis heute. So bieten insbesondere das radikale Konzept der Volkssouveränität sowie die Theorie des Gemeinwillens für die Schüler*innen der Oberstufe eine hervorragende Möglichkeit, die eigenen Konzepte von Demokratie zu hinterfragen und zu erweitern. Zudem ist der „Gesellschaftsvertrag“ Rousseaus ab 2023 Bestandteil der Obligatorik des Zentralabiturs.
Die Fortbildung verfolgt im Wesentlichen drei Ziele:
Zum einen wollen wir die politische Theorie Rousseaus in den Gesamtzusammenhang seiner Philosophie stellen. Wir lesen gemeinsam auch Textpassagen aus dem „Diskurs über die Ungleichheit“ und dem „Emile“, die verdeutlichen, dass ein enger Zusammenhang zwischen Anthropologie und politischer Philosophie besteht: Die moralische Republik im „Gesellschaftsvertrag“ ist auch als Lösungsvorschlag Rousseaus für die von ihm beklagte depravierte Natur des Menschen in der Gesellschaft des 18. Jahrhunderts zu verstehen: „Der Mensch ist frei geboren und überall liegt er in Ketten“.
Zum zweiten wollen wir an einem aktuellen Fallbeispiel das zentrale Konzept des auf das Gemeinwohl ausgerichteten Gemeinwillens vertiefen und auf seine Tragfähigkeit hin...
Schulform
Allgemeine Schulformen Sek. II
Bereich / Teilbereich
Standard - und kompetenzor. UE in den Fächern / Praktische Philosophie
Im Philosophieunterricht wird miteinander gesprochen, diskutiert, ausgehandelt – manchmal geschieht dies vernunftorientiert, manchmal geht es um Macht, manchmal haben Emotionen einen größeren Einfluss, als uns bewusst ist. Kernbestandteil des Philosophieunterrichtes ist zugleich, mit den Schülerinnen und Schülern verschiedene ethische Positionen zu erarbeiten, die helfen können, moralisch problematische Lebenssituationen reflektiert einzuordnen und diesen praktisch zu begegnen.
Die Diskurstheorie von Jürgen Habermas ist die vielleicht avancierteste ethische Schule des 20. Jahrhunderts, die das Lösen ethischer Fragestellungen als einen gemeinsamen Aushandlungsprozess beschreibt und einfordert. Anliegen unserer Fortbildung ist die gemeinsame Erarbeitung bzw. Vertiefung des Diskursbegriffs; dabei soll einerseits inhaltlich der Gewinn der Habermas’schen Theorie als ethisches Modell im Philosophieunterricht herausgestellt werden, andererseits soll methodisch-didaktisch die Theorie als Inspiration für eine argumentationsfördernde und diskursive Gesprächskultur fruchtbar gemacht werden.
• Die Veranstaltung erstreckt sich über 1,5 Tage. Die Teilnahmebescheinigungen werden am Ende des zweiten H...
Schulform
Alle Schulformen Sek. II (Allgemeine und BK)
Bereich / Teilbereich
Standard - und kompetenzor. UE in den Fächern / Praktische Philosophie
Science-Fiction-Geschichten faszinieren nicht nur aufgrund ihrer spannenden Handlungen oder ihres außerirdischen Personals. Darüber hinaus bergen sie vor allem ein reichhaltiges philosophisches Potential.
Wer in die futuristischen Lebenswelten des Science-Fiction eintaucht, dem eröffnen sich philosophische Fragenhorizonte:
Was zeichnet den Menschen im Gegensatz zu intelligenten Maschinen aus?
Wo liegen die Grenzen von Raum und Zeit jenseits unserer vertrauten Maßstäbe?
Wie kann man sich die Zukunft der Menschheit und des menschlichen Zusammenlebens vorstellen?
Wohin führen uns die neuen Technologien?
Gibt es nicht auch ganz andere und ungewöhnliche Sichtweisen auf das Gute, Wahre, Schöne?
Indem wir mit den Schülerinnen und Schülern diese und ähnliche philosophische Fragen anhand von Science-Fiction-Filmen diskutieren, verwandeln sich die futuristischen Geschichten zu komplexen Gedankenexperimenten.
Der philosophische Vergleich zwischen der eigenen Lebenswelt und den oft irritierenden Fantasiewelten setzt unsere Gedanken in Bewegung und erzeugt eine philosophische Grundhaltung, die man als das philosophische Staunen über die scheinbaren Selbstverständlichkeiten der Welt bezeichnet.
In diesem...
Schulform
Allgemeine Schulformen Sek. I (mit GY), Förder- und Klinikschulen
Bereich / Teilbereich
Standard - und kompetenzor. UE in den Fächern / Praktische Philosophie
Gerade in der Sekundarstufe 1 wird immer wieder nach Alternativen zu rein text- und sprachgebundenen Unterrichtsmethoden gesucht. Die Fortbildung wählt daher ihren Einstieg über die Frage nach den Möglichkeiten und Zielen szenischer Darstellung im PP-Unterricht.
Teil 1
Es erfolgt eine kurze Einführung in die Charakteristika theatralen Philosophierens, verbunden mit Überlegungen zu didaktischen und methodischen Prinzipien in diesem Zusammenhang.
Danach wird der Raum der Fortbildung zur Bühne, auf der nun die Teilnehmerinnen und Teilnehmern selbst in die theatrale Auseinandersetzung mit philosophischen und literarischen Texten und/oder Problemstellungen treten.
Dazu erhalten sie zunächst eine Einführung in theaterpädagogische Übungen, die ihnen im späteren eigenen Unterricht zur Verfügung stehen und als Handwerkszeug dienen können.
Sie werden nach der Fortbildung aus einem reichen Fundus an Übungen schöpfen können. Die Präsentation der Ergebnisse der Arbeitsgruppen bringt alle in einen gemeinsamen Reflexionsprozess, in einer Form, wie dieser auch im Unterricht erfolgen könnte.
Ein knapper fachphilosophischer Input bringt eine Pause in die theatrale Auseinandersetzung und liefert einen Über...
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Allgemeine Schulformen Sek. I (mit GY), Förder- und Klinikschulen
Bereich / Teilbereich
Standard - und kompetenzor. UE in den Fächern / Praktische Philosophie
Die Arbeit mit theatralen Verfahren im (Praktischen) Philosophieunterricht ist eine chancenreiche Alternative zum rein textbasierten Philosophieren. Philosophische Fragen und Problemstellungen können durch das theatrale Arbeiten „zum Leben erweckt werden“ und so ganzheitlich erfahren werden.
In den vorausgegangenen Fortbildungen „Philosophie in Szene setzen“ konnten bereits zahlreiche Chancen dieses Arbeitens erprobt werden. Die Nachfrage nach einer Erweiterung des Methodenpools war groß. Diese Erweiterung soll nun in der Vertiefungsveranstaltung ermöglicht werden.
Ziel ist es, Sicherheit im theatralen Arbeiten zu gewinnen und durch Methodenvielfalt eine flexible Passung zur jeweiligen Lerngruppe zu ermöglichen.
Neben allgemeinen Verfahren des szenischen Spiels steht immer der Bezug zum Philosophieunterricht im Vordergrund.
Im Rahmen der halbtägigen Veranstaltung geht es u.a. um philosophische Begriffsarbeit und die Auseinandersetzung mit Gedankenexperimenten. Auch wenn es sich um eine Vertiefung handelt, ist die Teilnahme an den vorherigen Fortbildungen keine Voraussetzung.
Die Veranstaltung ermöglicht auch einen Einstieg in das theatrale Philosophieren.
Bezüge zum RRSQ
2.2 Kompetenzori...
Schulform
Allgemeine Schulformen Sek. I (mit GY), Förder- und Klinikschulen
Bereich / Teilbereich
Standard - und kompetenzor. UE in den Fächern / Praktische Philosophie
Sartres Philosophie der Freiheit ist für Schülerinnen und Schüler immer wieder ein faszinierender Anstoß zur Reflexion über die eigene Freiheit und Verantwortung. Damit bietet sie einen Kontrapunkt gegen derzeitig grassierende Determinismen (u.a. der Hirnforschung).
Auch die Vorgaben zum Zentralabitur fokussieren den inhaltlichen Schwerpunkt: „Der Mensch als freies und selbstbestimmtes Wesen“ (KLP, Inhaltsfeld 3: „Das Selbstverständnis des Menschen“) auf Kernstellen der Schrift „Der Existenzialismus ist ein Humanismus“ von Jean-Paul Sartre.
Die Fortbildung gibt einen Überblick über wichtige Gedanken der Philosophie Sartres und bietet Vorschläge zu deren didaktischer Umsetzung an. Gleichzeitig soll am Beispiel von Themen dieser Philosophie die Anwendung der phänomenologischen Methode im Philoso-phieunterricht erprobt werden.
Bezüge zum RRSQ
2.1 Ergebnis- und Standardorientierung
2.5 Kognitive Aktivierung
Schulform
Allgemeine Schulformen Sek. II
Bereich / Teilbereich
Standard - und kompetenzor. UE in den Fächern / Praktische Philosophie
Die Qualitätsentwicklung und -sicherung in Schule ist ein in allen rechtlichen Grundlagentexten verbindlich vermerktes Ziel und Anliegen. Die Komplexität des Systems und die vielschichtigen Anforderungen an die Lehrpersonen führen dazu, dass das sogenannte Kerngeschäft – der Unterricht – zur Nebensache zu werden scheint. Dabei formulieren viele Lehrkräfte den Wunsch, für das Nachdenken über Unterricht wieder mehr Zeit zu haben. Die Möglichkeit sich über den eigenen Unterricht mit anderen Kolleg*innen auszutauschen und dabei auch die Fachlichkeit zu berücksichtigen, soll Leitgedanke des hier vorliegenden Fortbildungsangebots sein, das sich an alle Kolleg*innen des Faches „Praktische Philosophie“ richtet. Die didaktische Beratung wird zyklisch angelegt und umfasst die Planung des Unterrichts, dessen Durchführung und Reflexion im Nachgang. Dabei stehen die Schüler*innen und der Unterricht im Zentrum und nicht die unterrichtende Person. Der Beratende versteht Wertschätzung und Respekt als Leitlinien seiner Interaktion und der gesamte Prozess ist als ko-konstruktives Problemlösen angelegt. Dadurch, dass die Schüler*innen und der unterrichtlich didaktische Prozess im Fokus stehen, wird der...
Schulform
Allgemeine Schulformen Sek. I (mit GY)
Bereich / Teilbereich
Standard - und kompetenzor. UE in den Fächern / Praktische Philosophie
Angesichts der aktuellen Diskussionen um Volksabstimmungen, der Konsensmüdigkeit und einer verbreiteten Unzufriedenheit mit unserem politischen System, wie sie sich im Rechtspopulismus äußert, ist die Frage, was wir unter Demokratie verstehen, noch relevanter geworden.
Gleichzeitig sind „Konzepte von Demokratie“ ein inhaltlicher Schwerpunkt im Inhaltsfeld 5 („Zusammenleben in Staat und Gesellschaft“) im neuen Kernlehrplan.
Es bietet sich daher an, sich mit zentralen Positionen der staatsphilosophischen Diskussion über die Demokratie näher zu befassen, also mit der Frage, inwiefern Demokratie – als direkte oder als repräsentative Demokratie – „Herrschaft des Volkes“ sein kann und soll.
Die Fortbildung bietet die Gelegenheit, unterschiedliche liberale und radikaldemokratische Positionen zu dieser Frage kennen zu lernen und zu diskutieren, welche Antworten diese Ansätze zu Problemen wie dem der Demokratieverdrossenheit bieten und wie sie sich im Unterricht vermitteln lassen.
Darüber hinaus soll es um die didaktische Perspektive gehen, inwiefern die philosophische Beschäftigung mit diesen Fragen die Erziehung zur Demokratie fördern kann.
Fortlaufend aktualisieren wir diese Fortbildung durch...
Schulform
Allgemeine Schulformen Sek. II
Bereich / Teilbereich
Standard - und kompetenzor. UE in den Fächern / Praktische Philosophie
„Erſt indem das Wiſſen ſich aus dem unmittelbaren Seyn erinnert, durch dieſe Vermittlung findet es das Weſen“ (Hegel, Georg Wilhelm Friedrich: Wissenschaft der Logik. Bd. 1,2. Nürnberg, 1813.)
Philosophische Sätze haben ihre Tücken, das kennen wir vermutlich alle. Auch Hegels Satz aus der „Wissenschaft der Logik“ werden Sie vermutlich zwei Mal lesen müssen, um diesen zu verstehen.
Solche Verständnisschwierigkeiten sind für viele Schülerinnen und Schüler alltäglich. Dabei sind die Gründe dafür vielfältig. Texte sind zentraler Bestandteil unseres philosophischen Arbeitens, werden diese nicht verstanden, erstickt der philosophische Prozess früh – teilweise beginnt er gar nicht.
Sprachsensibilität ist somit ein Konzept, das auch für den (Praktischen) Philosophieunterricht von enormer Bedeutung ist. Insbesondere in der Sekundarstufe I ist es uns ein Anliegen, durch sprachsensibles Arbeiten in den Bereichen „Lesen, Schreiben, Sprechen“ dafür zu sensibilisieren, wo Schwierigkeiten für Schülerinnen und Schüler liegen können.
Dabei werden Sie zum einen eingeführt in die Grundlagen sprachsensiblen Unterrichtens, haben die Möglichkeit von best practice Beispielen zu profitieren und können eigenst...
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Allgemeine Schulformen Sek. I (mit GY), Förder- und Klinikschulen
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Standard - und kompetenzor. UE in den Fächern / Praktische Philosophie
Wie sollen wir mit Tieren umgehen? Einerseits lieben wir unsere Haustiere und betrachten sie oft genug als Familienmitglieder. Andererseits quälen wir Tiere auf die abscheulichste Weise. Wie passt das zusammen?
Während der gesellschaftspolitische Diskurs immer sensibler wird und zunehmend das Wohl der Tiere in den Blick gerät, stehen wir angesichts steigender Massentierhaltung, Tierversuchen und Artensterben vor der epochalen Aufgabe eines wirksamen Tierschutzes.
Nicht zuletzt junge Menschen zeichnet ein gänzlich neues Bewusstsein im Umgang mit Tieren aus, das die herkömmlichen Vorstellungen des Verhältnisses von Mensch und Tier kritisch reflektiert.
Viele fragen sich:
Woher nehmen wir das Recht, Tiere auszubeuten und ihnen Leid zuzufügen?
Welche Rechte besitzen Tiere und wie kann Tierwohl theoretisch begründet werden?
Und zuletzt: Wie können wir Tiere so behandeln, dass wir sie im Sinne ethischer Maßstäbe wertschätzend behandeln?
Teil 1
Wir wollen in dieser Fortbildung zunächst klassische Positionen zur Tierethik vorstellen und von hier aus Möglichkeiten der unterrichtlichen Erarbeitung des Problemzusammenhanges aufzeigen.
Hierzu werden lebensweltliche Haltungen, widersprüchliches Verhalten...
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Allgemeine Schulformen Sek. I (mit GY), Förder- und Klinikschulen
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Standard - und kompetenzor. UE in den Fächern / Praktische Philosophie
Zum Philosophieren brauchen wir den Dialog, aber auch das Schreiben. Beim Schreiben können wir unsere Gedanken ordnen, Zusammenhänge erschließen, eigene Denkansätze entwickeln und zu vorher ungeahnten Erkenntnissen vorstoßen. Aber nur ein bestimmtes Schreiben eignet sich dafür:
„Schillernd“ muss ein spielerischer Raum geschaffen werden, der ein Handeln jenseits von Notwendigkeit und Pflicht ermöglicht, damit das freie Spiel der Gedanken beginnen kann.
Diesem Zweck dient auch das essayistische Schreiben. Kreatives Denken, eigenständiges Urteilen sowie die Reflexion über Handlungsmöglichkeiten fördern die Lernenden in der Erweiterung ihrer Selbstreflexion, Autonomie und ihres „Mut[es] [sich ihres] eigenen Verstandes zu bedienen“.
Die Schülerinnen und Schüler üben dadurch das freie, experimentierende Spiel der Gedanken, entwickeln ein Feingefühl im Umgang mit Begriffen sowie mit komplexen Problemstellungen, erkennen ihre reiche und komplexe Innenwelt und werden in der Entwicklung eines selbstgesteuerten Lernens unterstützt.
Dieser Prozess kann sich grundsätzlich in allen jungen Lernenden vollziehen, unabhängig von ihren Vorkenntnissen und Kompetenzen.
In der Fortbildung wird der Einsatz de...
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Allgemeine Schulformen Sek. I (mit GY), Förder- und Klinikschulen
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Standard - und kompetenzor. UE in den Fächern / Praktische Philosophie
Verstehen ist einerseits ein selbstverständlich erscheinender, andererseits ein sehr komplexer Prozess.
Der Philosophieunterricht soll das Verstehen – von Texten, Positionen, Theorien – fördern und zugleich den Prozess des Verstehens selbst reflektieren.
Hans Georg Gadamers hermeneutischer Ansatz bildet dafür eine sinnvolle Basis.
Verstehen kann erleichtert werden, wenn wir Formen der Veranschaulichung finden, die es Schülerinnen und Schülern ermöglichen, den abstrakten Gedanken zu konkretisieren, auf Lebenssituationen anzuwenden, auf zentrale Elemente zu reduzieren und von dort aus wieder differenziert zu entfalten. Entsprechend legt auch der Kernlehrplan Philosophie anschauliche Formen des Philosophierens nahe.
Anliegen unserer Fortbildung ist einerseits die gemeinsame Erarbeitung bzw. Vertiefung inhaltlicher Eckpfeiler der Hermeneutik Gadamers als Grundvoraussetzung des Unterrichtens, andererseits die Prüfung und Reflexion verschiedener Veranschaulichungsmethoden, die am Beispiel ausgewählter Textstellen aus „Wahrheit und Methode“ erprobt werden.
Die Veranstaltung ist so konzipiert, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Materialien der Fortbildung in ihrem Unterricht ausprobieren b...
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Allgemeine Schulformen Sek. II
Bereich / Teilbereich
Standard - und kompetenzor. UE in den Fächern / Praktische Philosophie
Philosophieunterricht in der Sekundarstufe I wird oft als Einübung zur „Orientierung im Denken“ aufgefasst. Dies kann bedeuten, dass sich Lernende mit sehr praktischen Fragen ihrer Lebenswelt philosophisch argumentierend auseinandersetzen. Die antike Philosophie bietet eine Reihe von überzeugenden Vorschlägen, wie man sich auf die eigenen Wege zu einem guten Leben begeben kann. Zwar unterscheiden sich dabei die einzelnen Lehren deutlich, im Ziel jedoch stimmen die allermeisten überein: Das Philosophieren wird als Entwicklung einer Lebenshaltung der praktischen Selbstwirksamkeit aufgefasst. Im Fach Praktische Philosophie werden üblicherweise moralische Vorstellungen diskutiert, die dabei unterstützen können, Lebenssituationen eigenständig zu reflektieren und zu gestalten. In genau diesem praktischen Sinne ist das Ziel unserer Fortbildung die gemeinsame Erarbeitung ausgewählter antiker Lebensweisheiten, wobei die Lehren der einzelnen Philosophen auf konkrete Lebenssituationen angewandt werden. Die Pointe unserer Herangehensweise besteht darin, die unmittelbare städtische Umgebung der Lernenden insofern zum Schauplatz des gemeinsamen Philosophierens zu machen, als die Fortbildung im Kern...
Schulform
Allgemeine Schulformen Sek. I (mit GY), Förder- und Klinikschulen
Bereich / Teilbereich
Standard - und kompetenzor. UE in den Fächern / Praktische Philosophie
Zielgruppe und Voraussetzungen
Unterrichtseinsatz im Fach Philosophie in der Sekundarstufe I