Individuelle Freiheit und Gemeinwohl - Rousseaus Contrat Social heute (Sek.II)
Grundinformationen
Schulform
Allgemeine Schulformen Sek. II
Bereich / Teilbereich
Standard - und kompetenzor. UE in den Fächern / Praktische Philosophie
Inhalt
Rousseaus Vertrags- und Demokratietheorie polarisiert bis heute. So bieten insbesondere das radikale Konzept der Volkssouveränität sowie die Theorie des Gemeinwillens für die Schüler*innen der Oberstufe eine hervorragende Möglichkeit, die eigenen Konzepte von Demokratie zu hinterfragen und zu erweitern.
Zudem ist der „Gesellschaftsvertrag“ Rousseaus ab 2023 Bestandteil der Obligatorik des Zentralabiturs.
Die Fortbildung verfolgt im Wesentlichen drei Ziele:
Zum einen wollen wir die politische Theorie Rousseaus in den Gesamtzusammenhang seiner Philosophie stellen. Wir lesen gemeinsam auch Textpassagen aus dem „Diskurs über die Ungleichheit“ und dem „Emile“, die verdeutlichen, dass ein enger Zusammenhang zwischen Anthropologie und politischer Philosophie besteht: Die moralische Republik im „Gesellschaftsvertrag“ ist auch als Lösungsvorschlag Rousseaus für die von ihm beklagte depravierte Natur des Menschen in der Gesellschaft des 18. Jahrhunderts zu verstehen: „Der Mensch ist frei geboren und überall liegt er in Ketten“.
Zum zweiten wollen wir an einem aktuellen Fallbeispiel das zentrale Konzept des auf das Gemeinwohl ausgerichteten Gemeinwillens vertiefen und auf seine Tragfähigkeit hin überprüfen.
In einem dritten Schritt werden wir die Spuren Rousseaus in einigen exemplarischen partizipatorischen Demokratietheorien aus dem 20. und 21. Jahrhundert aufspüren und fragen, inwieweit die Grundanliegen Rousseaus heute noch von Bedeutung sind.
Die Fortbildung ist so konzipiert, dass die Teilnehmer*innen die Materialstücke und Methoden der Fortbildung weiterentwickeln, in ihrem Unterricht ausprobieren und ihre Erfahrungen im zweiten Teil der Fortbildung reflektieren.
Ein umfangreicher Reader mit fachlichem und didaktischem Material wird zur Verfügung gestellt.
Bezüge zum RRSQ
- 2.1 Ergebnis- und Standardorientierung
- 2.5 Kognitive Aktivierung
Zielgruppe und Voraussetzungen
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