Erzählte Philosophie: Literarische Texte und Geschichten im Philosophieunterricht der SEK I und II
Grundinformationen
Schulform
Alle Schulformen außer Grundschulen (Allgemeine und BK)
Bereich / Teilbereich
Standard - und kompetenzor. UE in den Fächern / Praktische Philosophie
Inhalt
Philosophieren und Erzählen wurden seit Platon oft als Tätigkeiten aufgefasst, die einander ausschließen: Während die Philosophie auf wissenschaftlichen Erkenntnisgewinn abzielt, wurden die Einsichten der Literatur oft als unwissenschaftliche Mythen abgewertet. Schon Aristoteles und mit ihm eine andere Philosophietradition rehabilitiert den Mythos, also die Erzählung, als eine ernstzunehmende Weltaneignung und betrachtet ihn als wichtigen Beitrag zur vertieften Erkenntnis der Wirklichkeit.
Die Fortbildung wird in diesem Sinne das philosophische Potential von Geschichten und literarischen Texten für die Sek I und Sek II systematisch erarbeiten, indem neue Methoden und Materialien zum Einsatz kommen, die von den Teilnehmenden selbstständig erprobt und reflektiert werden.
Die Veranstaltung ist dergestalt konzipiert, dass gemeinsame Wege erkundet werden, wie nicht nur im Ausgang von Geschichten, sondern insbesondere auch mit Geschichten weiterphilosophiert werden kann. Die entsprechenden Methoden und Materialstücke sind mit Blick auf unterschiedliche Jahrgangsstufen so aufgebarbeitet, dass sie sich entweder direkt auf literarische Texte beziehen lassen oder, in einem lebensweltlichen Sinne, als Philosophieren über alltägliche Ereignisse und Erfahrungen zu verstehen sind. So soll deutlich werden, dass narratives Philosophieren im Schulunterricht ein fruchtbares und erkenntnisförderndes Unterfangen ist.
Die Veranstaltung ist auf 1,5 Tage angesetzt. Die Bescheinigungen der Teilnahme werden am Ende des zweiten Halbtages ausgehändigt.
Zielgruppe und Voraussetzungen
Lehrerinnen und Lehrer der angegebenen Schulformen für die Fächer Philosophie und Praktische Philosophie