SchiLf: Haltung – Werte – pädagogische Geschlossenheit Ein gemeinsames Fundament für professionelles Handeln nach innen und außen
Angebotsnummer (ANR):
109878
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Gruppe:
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Grundinformationen
Schulform
Allgemeine Schulformen Sek. I (mit GY)
Bereich / Teilbereich
Standard - und kompetenzor. UE in den Fächern / Fächerübergreifende Fortbildungen
Inhalt
Inhalte und Ziele:
Die Fortbildung zielt darauf ab, ein verbindliches gemeinsames Fundament pädagogischer Haltung zu entwickeln, das sowohl nach innen (kollegiale Zusammenarbeit, Umgang mit Belastungen und Differenzen) als auch nach außen (Elternkommunikation, öffentliche Wahrnehmung, schulische Entscheidungsprozesse) Orientierung und Stabilität bietet.
Ausgangspunkt bildet die Auseinandersetzung mit kollegialen Perspektiven auf „pädagogische Geschlossenheit“. Die vorhandenen Sichtweisen werden systematisch ausgewertet, strukturiert und in ihrer normativen, emotionalen und kooperativen Dimension erschlossen. Dabei werden wiederkehrende Bedürfnisse, Spannungsfelder und Entwicklungsfragen sichtbar gemacht.
Im Zentrum der Fortbildung steht die professionelle Klärung folgender Leitfragen:
- Welche Werte tragen unser pädagogisches Handeln?
- Welche Haltung verbindet individuelle pädagogische Freiheit mit kollektiver Verlässlichkeit?
- Wodurch erleben wir im Kollegium Schutz, Orientierung und gegenseitige Unterstützung?
- Wie wird pädagogische Geschlossenheit im Alltag konkret erfahrbar?
Auf dieser Grundlage werden zentrale Bedürfnisse in konkrete, beobachtbare Handlungsorientierungen übersetzt. Ziel ist die Formulierung verbindlicher Leitsätze, die als gemein-same Selbstverpflichtung des Kollegiums tragfähig sind und als Orientierungsrahmen für Unterricht, Erziehungsarbeit und schulische Kommunikation dienen.
Die Fortbildung setzt bewusst vor der Entwicklung einzelner Maßnahmen oder Regelwerke an. Sie stärkt die innere Begründungslogik professionellen Handelns und fördert eine abgestimmte pädagogische Orientierung bei gleichzeitiger Wahrung individueller pädagogischer Verantwortung.
Ziel des Fortbildungsangebotes ist die Erweiterung der Handlungskompetenzen der Lehrkräfte zur standard- und kompetenzorientierten Unterrichtsentwicklung, unter Berücksichtigung von Querschnittsaufgaben wie z. B. Digitalität im Unterricht, geschlechtersensibler Bildung, sprachsensiblem Unterricht, Gemeinsamem Lernen, Bildung nachhaltiger Entwicklung, usw.
Die angebotene schulexterne Fortbildung soll Lehrkräfte und wo zugelassen schulnahes Personal der verschiedenen Schulformen bei dieser Aufgabe unterstützen, um so das professionelle Handeln der Lehrerinnen /Lehrer im Unterricht weiter zu entwickeln.
Die Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung des Unterstützungsangebotes erfolgen auf der Basis der für die Schulform und Fächer ausgewiesenen Standards in NRW.
Das Fortbildungsangebot berücksichtigt die in den Lerngruppen gegebene Vielfalt in ihrer Mehrdimensionalität von genderspezifischen, kulturellen und sprachlichen Aspekten bis hin zu Diversitätsmerkmalen wie u.a. behinderungsspezifischen Bedürfnissen (Umsetzung des Artikel 24 der VN-Behindertenrechtskonvention).
Bezug zum Lehrplan NRW:
Die Fortbildung unterstützt die qualitative Weiterentwicklung von Schule und Unterricht durch:- Stärkung einer gemeinsamen Wertebasis
- Klärung professioneller Haltung in herausfordernden und heterogenen Kontexten
- Förderung kollegialer Solidarität und transparenter Kommunikation
- Entwicklung verbindlicher Orientierungsrahmen für schulisches Handeln
Sie leistet damit einen Beitrag zur nachhaltigen Schulentwicklung im Sinne des Referenz-rahmens Schulqualität NRW sowie des Schulkompasses NRW 2030, insbesondere im Hinblick auf die Stärkung der sozial-emotionalen Entwicklung der Schülerinnen und Schü-ler durch ein konsistentes pädagogisches Umfeld.
Bezüge zum Referenzrahmen Schulqualität NRW:
Das Fortbildungsangebot weist insbesondere Bezüge zu folgenden Qualitätsbereichen des Referenzrahmens Schulqualität NRW auf:- 2.2 Schulkultur
Entwicklung und Stärkung einer gemeinsamen Wertebasis sowie eines respektvollen und verlässlichen Miteinanders. - 2.4 Professionelle Kooperation
Förderung abgestimmter pädagogischer Orientierungen und verbindlicher kollegialer Zusammenarbeit. - 3.1 Unterricht
Unterstützung eines lernförderlichen Klimas durch klare Haltung, konsistente Beziehungsgestaltung und Orientierung. - 4.1 Führung und Schulmanagement
Stärkung pädagogischer Führung durch gemeinsame Haltungsgrundlagen als Entscheidungsbasis. - 5.1 Schul-und Unterrichtsentwicklung
Nachhaltige Entwicklung verbindlicher Leitlinien vor konzeptioneller Maßnahmenarbeit.
Hinweise zu den Rahmenbedingungen
- Es handelt sich um eine schulinterne Lehrkräftefortbildung für mindestens 15 Teilnehmende. Die Teilnahme ist kostenfrei. Eventuell anfallende Reisekosten sowie Kosten für Kinderbetreuung sind über den Fortbildungsetat der anfragenden Schule abzurechnen.
- Bei halbtägigen Veranstaltungen werden die Schulleitungen gebeten, in der Stundenplanung eine angemessene Mittagspause für die Teilnehmenden zu berücksichtigen.
- Veranstaltungen, die als Onlineformat angeboten werden, werden über das Programm Zoom unter Berücksichtigung der Datenschutzbestimmungen durchgeführt. Gegebenenfalls wird Ihnen auch ein temporärer Zugriff auf das Lernmanagementsystem (Logineo LMS) des Regionalteams eingerichtet. Die Zugänge werden Ihnen in der Regel wenige Tage vor der Veranstaltung per Mail zugesandt.
- Bitte bringen Sie ein digitales Endgerät (Tablet) mit. Sollte Ihnen dies nicht möglich sein, melden Sie sich bitte im Vorfeld bei der zuständigen Fachberatung zur besseren Planung der Veranstaltung.
Bei weiteren Fragen melden Sie sich gerne persönlich bei der zuständigen Fachberatung der Bezirksregierung Detmold.
Ansprechpartnerin im RTF
Julia Wulf05231-71-4664
mailto: Julia.wulf@bezreg-detmold.nrw.de
Fachberaterin für Lehrkräftefortbildung
Bezirksregierung Detmold
Dezernat 46: Staatliche Lehrkräfte Fort- und Weiterbildung
Leopoldstraße 15, 32756 Detmold
Zielgruppe und Voraussetzungen
Das Fortbildungsangebot richtet sich an alle Lehrkräfte sowie an weiteres pädagogisches Personal der Schule. Vorausgesetzt wird die Bereitschaft zur professionsbezogenen Selbstreflexion, zur offenen, kollegialen Verständigung sowie zur aktiven Mitwirkung an einem gemeinsamen schulischen Orientierungsprozess. Fachspezifische Vorkenntnisse sind nicht erforderlich