Geschlechtersensible Bildung - Modul 2: Geschlechtliche und sexuelle Vielfalt - SchiLF
Grundinformationen
Schulform
Alle Schulformen (Allgemeine und BK)
Bereich / Teilbereich
Schule als System gestalten und entwickeln / Prävention & Intervention bei Störungen & Konflikt
Inhalt
Geschlechtersensible Bildung - Modul 2: Geschlechtliche und sexuelle Vielfalt - SchiLF
Konkrete Inhalte
- Diskriminierungssensibler Umgang mit geschlechtlicher und sexueller Vielfalt (Zum ersten Mal verliebt)
- Rechtliche Situation und pädagogische Gründe (z.B. Richtlinien für Sexualerziehung, pädagogische Orientierung)
- Begriffsklärung LSBTIQ* (Genderbread-Person)
- Aktuelle Studienergebnisse zu psychischen Auswirkungen von Diskriminierung (z.B. Studie Coming-out na und?)
- Antidiskriminierungsarbeit in Schulen (Vorstellung des „Antidiskriminierungsprogramms Schule der Vielfalt“ und des Antidiskriminierungsprojektes SCHLAU NRW)
- Professioneller Umgang mit Coming-out und Diskriminierungssituationen anhand von Fallbeispielen
- Regenbogenquiz (Basiswissen zu historischen und gesellschaftlichen Fragen vermitteln)
- Bewegung nach vorn (Reflexion anhand von Rollenkarten)
- Impuls zu Mitteln der geschlechtergerechten Sprache (z.B. geschlechtsneutrale Ausdrücke)
- Meinungsbarometer (Freie Meinungsäußerung oder verbotene Diskriminierung – wo ist die Grenze?)
- Schulbücher und Kinderbücher im Praxistest (Kriterien für Unterrichtsmaterialien unter intersektionalen bzw. inklusionspädagogischen Gesichtspunkten)
Inhalte gemäß Erlass
- Grundlagen zu lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans- und intergeschlechtlichen sowie queeren Menschen (LSBTIQ*) (zentrale Begrifflichkeiten, wissenschaftliche Hintergründe und gesellschaftliche Rahmenbedingungen)
- Schulische Prävention und Intervention von Diskriminierung im Bereich LSBTIQ*
- Antidiskriminierungsprojekte (z. B. „Schule der Vielfalt“)
Rechtliche Grundlage
Der Erlass IX. Geschlechtersensible Bildung RdErl. d. Ministeriums für Schule und Bildung v. 15.12.2022 - Aktenzeichen 424-6.07.01-151928 ist die rechtliche Grundlage für die Inhalte der Fortbildung.
Bezüge zum RRSQ NRW
2.4.1 Das Lehren und Lernen wird schülerorientiert und heterogenitätssensibel gestaltet.
3.2.1 Der Umgang miteinander ist von gegenseitigem Respekt und gegenseitiger Unterstützung geprägt.
3.2.2 In allen Bereichen wird Diversität geachtet und berücksichtigt.
4.2.1 Lehrkräfte bewältigen berufliche Anforderungen professionell.
6.3.3 Geschlechtsspezifische Zusammensetzung des Personals
Übersicht über das Fortbildungsprogramm im Bereich Geschlechtersensible Bildung:
Das Fortbildungsprogramm umfasst die dargestellten Module, die unabhängig voneinander gebucht werden können. Alle Module umfassen im Regierungsbezirk Detmold jeweils zwei verbindliche Termine.
o Modul 1: Grundlagen geschlechtersensibler Bildung
o Modul 2: Geschlechtliche und sexuelle Vielfalt
o Modul 3: Geschlechtersensibler Fachunterricht
o Modul 4: Geschlechtersensibles Classroom Management
o Modul 5: Geschlechtersensible Berufliche Orientierung und Lebensorientierung
o Modul 6: Geschlechtersensible Medienbildung
Das Fortbildungsangebot berücksichtigt die in den Lerngruppen gegebene Vielfalt in ihrer Mehrdimensionalität von genderspezifischen, kulturellen und sprachlichen Aspekten bis hin zu Diversitätsmerkmalen wie u.a. behinderungsspezifischen Bedürfnissen (Umsetzung des Artikel 24 der VN-Behindertenrechtskonvention).
Rahmenbedingungen
Das Fortbildungsangebot ist kostenfrei. Fahrt- und Materialkosten der Moderierenden werden über den Fortbildungsetat der Schule abgerechnet.
Die Teilnehmenden werden gebeten, ein digitales Endgerät (Dienstgerät) und mitzubringen sowie ein aktuelles Schulbuch oder Materialien, die im Unterricht zum Thema LSBTIQ* eingesetzt werden.
Zielgruppe und Voraussetzungen
-