Musik in totalitären Systemen II - Hanns Eisler und die Musikpolitik der DDR - Historisch-kritische Analyse für den Unterricht
Grundinformationen
Schulform
Allgemeine Schulformen Sek. I (mit GY)
Bereich / Teilbereich
Standard - und kompetenzor. UE in den Fächern / Musik
Inhalt
Überblick
Die Fortbildung greift mit der historisch-kritischen Analyse manipulativer Musik in der DDR ein gesellschaftlich bedeutsames Problemfeld auf. Im Zentrum stehen gattungsspezifische Merkmale politischer Musik im historisch-gesellschaftlichen Kontext sowie die Wahrnehmungssteuerung durch Musik. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Werk Hanns Eislers im Spannungsfeld zwischen künstlerischem Anspruch und staatlicher Vereinnahmung. Die Teilnehmenden entwickeln kompetenzorientierte Unterrichtssequenzen zur schulischen Demokratiebildung und erproben diese in ihrer eigenen Unterrichtspraxis.
Ziele:
Die Teilnehmenden- analysieren manipulative politische Musik aus der DDR unter Berücksichtigung gattungsspezifischer Merkmale und historisch-gesellschaftlicher Kontexte
- untersuchen das Werk Hanns Eislers im Spannungsfeld zwischen künstlerischem Schaffen und staatlicher Vereinnahmung
- entwickeln kompetenzorientierte Unterrichtssequenzen zur schulischen Demokratiebildung
- reflektieren die Wahrnehmungssteuerung durch Musik und deren Relevanz für demokratische Mündigkeit
- planen themenbezogene Konzepte zur Leistungsmessung
Inhalt:
Die Fortbildung gliedert sich in drei Phasen und folgt dem Prinzip wirksamer Fortbildung: Input - Erprobung - Reflexion.Im ersten Termin (Präsenz) erfolgt eine fundierte theoretische Einführung in die Musikpolitik und Kulturpolitik der SED. Die Teilnehmenden analysieren ausgewählte Beispiele manipulativer politischer Musik - von Arbeiterliedern über Kampflieder bis zur staatlich gelenkten Musikproduktion. Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf dem Werk Hanns Eislers als "DDR-Staatskomponist": Die Teilnehmenden untersuchen ausgewählte Kompositionen wie "Auferstanden aus Ruinen" und weitere Werke im Spannungsfeld zwischen künstlerischem Anspruch und politischer Funktionalisierung. In Kleingruppen werden gattungsspezifische Merkmale im historisch-gesellschaftlichen Kontext herausgearbeitet und didaktisch für den Unterricht aufbereitet. Die Teilnehmenden entwickeln eigene Unterrichtssequenzen.
In der Praxisphase erproben die Teilnehmenden die entwickelten Unterrichtssequenzen im eigenen Unterricht und dokumentieren ihre Erfahrungen für den kollegialen Austausch.
Der zweite Termin (digital) dient der systematischen Reflexion der Praxiserfahrungen. Die Teilnehmenden tauschen sich über Umsetzungserfolge und Herausforderungen aus, passen ihre Unterrichtskonzepte gemeinsam an und entwickeln Strategien zur nachhaltigen Verankerung der Demokratiebildung im Musikunterricht.
Dieses Angebot ist Teil einer Reihe zur Musik in totalitären Systemen. Ergänzend werden folgende Fortbildungen angeboten:
- Musik in totalitären System I: Nationalsozialismus und DDR verstehen und unterrichten in der schulischen Demokratiebildung
- Musik in totalitären Systemen III: Kniefall oder Protest? Schostakowitsch im Stalinismus: Ein Beitrag zur Demokratiebildung
Die Fortbildungen können unabhängig voneinander besucht werden und bieten zusammen eine umfassende Multiperspektivität auf Musik als Instrument der Wahrnehmungssteuerung in totalitären Systemen.
Spezielle Hinweise
Bitte bringen Sie ein digitales dienstliches Endgerät und ein leeres Speichermedium (USB-Stick, mind. 32 GB) mit.
Aspekte der Heterogenität und des Gemeinsamen Lernens werden in dieser Fortbildung vermittelt.
Folgende Bezüge zum
Referenzrahmen Schulqualität werden berücksichtigt:- 2.1 – Ergebnis- und Standardorientierung
- 2.2 – Kompetenzorientierung
- 2.5 – Kognitive Aktivierung
- 3.1 - Werte- und Normenreflexion
Sofern mehr Anmeldungen vorliegen als Plätze vorhanden sind, erfolgt die Teilnehmendenauswahl nach einem mit den Personalräten vereinbarten Verfahren.
Personen mit Schwerbehinderung werden bei der Anmeldung bevorzugt berücksichtigt. In der Regel sind unsere Veranstaltungen barrierefrei. Bitte geben Sie dennoch bei der Anmeldung Ihren spezifischen Unterstützungsbedarf an, damit Ihre Teilhabe bestmöglich gesichert werden kann.
Die Reisekosten der Teilnehmenden werden aus dem Fortbildungsbudget der Schulen erstattet.
Bei Anfragen wenden Sie sich bitte an das Regionalteam Fortbildung
Telefon: 0211 475-4646
E-Mail: rtf@brd.nrw.de
oder direkt an die zuständige Fachberatung Anja Worts
anja.worts@brd.nrw.de
0211 475-4118
Zielgruppe und Voraussetzungen
Die Veranstaltung richtet sich an Lehrkräfte, die das Fach Musik in der Sek I und Sek II unterrichten.
Kontakt
Fachberatung Fortbildung
Sachbearbeitung
Anmeldung
Derzeit sind keine Anmeldungen als schulexterne Lehrkräftefortbildung möglich. Neue Termine werden ausschließlich online veröffentlicht.