Musik in totalitären Systemen III: Kniefall oder Protest? Schostakowitsch im Stalinismus: Ein Beitrag zur Demokratiebildung

Angebotsnummer (ANR): 106664

Grundinformationen

Schulform

Allgemeine Schulformen Sek. I (mit GY)

Bereich / Teilbereich

Standard - und kompetenzor. UE in den Fächern / Musik

Inhalt

Die Fortbildung nimmt Dmitri Schostakowitschs Werk im Stalinismus im Spannungsfeld von Anpassung und Widerstand in den Blick. Anhand der Analyse ausgewählter Kompositionen werden musikalische Aussagen im historisch-gesellschaftlichen Kontext hinsichtlich der Ambivalenz zwischen künstlerischer Integrität und politischem Druck interpretiert. Darauf aufbauend werden kompetenzorientierte Unterrichtssequenzen zur schulischen Demokratiebildung für die eigene Praxis entwickelt.

Ziele:

Die Teilnehmenden
  • analysieren Schostakowitschs Werk im Stalinismus
  • interpretieren Musik im Spannungsfeld von Anpassung und Widerstand
  • entwickeln Ideen für Unterrichtssequenzen zur Demokratiebildung
  • reflektieren Handlungsspielräume von Kunstschaffenden in totalitären Systemen und deren Relevanz für demokratische Mündigkeit

Inhalte:

Die Fortbildung umfasst drei Phasen (Input – Erprobung – Reflexion).
1. Termin (Präsenz): Einführung in Leben und Werk Schostakowitschs sowie die Kulturpolitik des Stalinismus (sozialistischer Realismus, Formalismus-Debatte), Analyse musikalischer Schlüsselwerke vor dem Hintergrund der Frage nach Anpassung (Affirmation) oder Widerstand (Ironie, Doppeldeutigkeit, versteckte Botschaften), Entwicklung eigener Unterrichtsideen

Praxisphase: Erproben der Konzepte im eigenen Unterricht und dokumentieren von Erfahrungen

2. Termin: digital
2. Termin (digital): Reflexion der Praxiserfahrung, kollegialer Austausch, Weiterentwicklung der Unterrichtskonzepte und Strategien zur nachhaltigen Demokratiebildung im Musikunterricht

Die Fortbildung ist Teil einer Reihe zu Musik in totalitären Systemen.
Ergänzend werden angeboten:
  • Musik in totalitären Systemen I: Nationalsozialismus und DDR verstehen und unterrichten in der schulischen Demokratiebildung
  • Musik in totalitären Systemen II: Hanns Eisler und die Musikpolitik der DDR - Historisch-kritische Analyse für den Unterricht

Alle Fortbildungen sind unabhängig voneinander buchbar und ermöglichen gemeinsam eine multiperspektivische Betrachtung von Musik als Mittel politischer Einflussnahme.

In dieser Fortbildung werden Aspekte des gemeinsamen Lernens und der Heterogenität berücksichtigt.

Bezüge zum Referenzrahmen Schulqualität:
2.1 – Ergebnis- und Standardorientierung
2.2 – Kompetenzorientierung
2.5 – Kognitive Aktivierung

Spezielle Hinweise
Bitte bringen Sie ein digitales dienstliches Endgerät und ein leeres Speichermedium (USB-Stick, mind. 32 GB) mit.

Sofern mehr Anmeldungen vorliegen, als Plätze vorhanden sind, erfolgt die Teilnehmendenauswahl nach einem mit den Personalräten vereinbarten Auswahlverfahren. Personen mit Schwerbehinderung werden bei der Anmeldung bevorzugt berücksichtigt. In der Regel sind unsere Veranstaltungen barrierefrei. Bitte geben Sie dennoch in der Anmeldung Ihren spezifischen Unterstützungsbedarf an, damit Ihre Teilhabe bestmöglich gesichert werden kann.

Die Reisekosten der Teilnehmenden werden aus dem Fortbildungsbudget der Schulen erstattet.

Bei Anfragen wenden Sie sich bitte an das Regionalteam Fortbildung
Telefon: 0211 475-4646
E-Mail: rtf@brd.nrw.de
oder direkt an die zuständige Fachberatung Anja Worts
anja.worts@brd.nrw.de
0211 475-4118

Zielgruppe und Voraussetzungen

Diese Fortbildung richtet sich an Musiklehrkräfte der Sekundarstufe I und Sekundarstufe II

Kontakt

Fachberatung Fortbildung

Anja Worts

E-Mail: anja.worts@brd.nrw.de

Tel: 0211-475-4118

Sachbearbeitung

Daniel Göhrke

E-Mail: daniel.goehrke@brd.nrw.de

Tel: 0211-475-5416

Anmeldung

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