Musik in totalitären Systemen I – Beispiele aus der Zeit des Nationalsozialismus, der DDR Zeit: Ein Beitrag zur Demokratiebildung

Angebotsnummer (ANR): 105755

Grundinformationen

Schulform

Allgemeine Schulformen Sek. I (mit GY)

Bereich / Teilbereich

Standard - und kompetenzor. UE in den Fächern / Musik

Inhalt

Die Fortbildung greift mit der historisch-kritischen Analyse manipulativer Musik im Nationalsozialismus und der DDR ein gesellschaftlich bedeutsames Problemfeld auf. Im Zentrum stehen gattungsspezifische Merkmale politischer Musik im historisch-gesellschaftlichen Kontext sowie die Wahrnehmungssteuerung durch Musik. Die Teilnehmenden entwickeln kompetenzorientierte Unterrichtssequenzen zur schulischen Demokratiebildung und erproben diese in ihrer eigenen Unterrichtspraxis.

Ziele:

Die Teilnehmenden
  • analysieren manipulative politische Musik aus dem Dritten Reich und der DDR unter Berücksichtigung gattungsspezifischer Merkmale und historisch-gesellschaftlicher Kontexte
  • entwickeln kompetenzorientierte Unterrichtssequenzen zur schulischen Demokratiebildung
  • erproben digitale Werkzeuge zur Aufbereitung von Musikbeispielen für den Unterricht
  • reflektieren die Wahrnehmungssteuerung durch Musik und deren Relevanz für demokratische Mündigkeit
  • planen themenbezogene Konzepte zur Leistungsmessung

Inhalt:

Die Fortbildung gliedert sich in drei Phasen und folgt dem Prinzip wirksamer Fortbildung: Input - Erprobung - Reflexion.

Im ersten Termin (Präsenz) erfolgt eine fundierte theoretische Einführung in die Musikpolitik des Nationalsozialismus. Die Teilnehmenden analysieren ausgewählte Beispiele manipulativer politischer Musik - von Propagandaliedern über Marschmusik bis hin zur musikalischen Legitimation der SED-Herrschaft sowie der Berliner Mauer/ Innerdeutsche Grenze. In Kleingruppen werden gattungsspezifische Merkmale im historisch-gesellschaftlichen Kontext herausgearbeitet und didaktisch für den Unterricht aufbereitet. Die Teilnehmenden entwickeln eigene Unterrichtssequenzen und erhalten eine praxisnahe Einführung in digitale Werkzeuge wie Audacity, MuseScore und GarageBand zur Aufbereitung von Musikbeispielen.

In der Praxisphase erproben die Teilnehmenden die entwickelten Unterrichtssequenzen im eigenen Unterricht, wenden die digitalen Werkzeuge an und dokumentieren ihre Erfahrungen für den kollegialen Austausch.

Der zweite Termin (digital) dient der systematischen Reflexion der Praxiserfahrungen. Die Teilnehmenden tauschen sich über Umsetzungserfolge und Herausforderungen aus, passen ihre Unterrichtskonzepte gemeinsam an und entwickeln Strategien zur nachhaltigen Verankerung der Demokratiebildung im Musikunterricht.

Dieses Angebot ist Teil einer Reihe zur Musik in totalitären Systemen . Ergänzend werden folgende Fortbildungen angeboten:
  • Musik in totalitären Systemen II: Hans Eisler und die Musikpolitik der DDR - Historisch-kritische Analyse für den Unterricht
  • Musik in totalitären Systemen III: Kniefall oder Protest? Schostakowitsch im Stalinismus: Ein Beitrag zur Demokratiebildung
Die Fortbildungen können unabhängig voneinander besucht werden und bieten zusammen eine umfassende Multiperspektivität auf Musik als Instrument der Wahrnehmungssteuerung in totalitären Systemen.

Bitte bringen Sie ein digitales dienstliches Endgerät und ein leeres Speichermedium (USB-Stick, mind. 32 GB) mit.

In dieser Fortbildung werden Aspekte des gemeinsamen Lernens und der Heterogenität berücksichtigt.

Bezüge zum Referenzrahmen Schulqualität:
2.1 – Ergebnis- und Standardorientierung
2.2 – Kompetenzorientierung
2.5 – Kognitive Aktivierung

Die Teilnehmerzahl ist auf 25 begrenzt. Sofern mehr Anmeldungen vorliegen, als Plätze vorhanden sind, erfolgt die Teilnehmendenauswahl nach einem mit den Personalräten vereinbarten Quotierungsverfahren. Personen mit Schwerbehinderung werden bei der Anmeldung bevorzugt berücksichtigt.
In der Regel sind unsere Veranstaltungen barrierefrei. Bitte geben Sie dennoch bei der Anmeldung Ihren spezifischen Unterstützungsbedarf an, damit Ihre Teilhabe bestmöglich gesichert werden kann.

Die Reisekosten der Teilnehmenden werden aus dem Fortbildungsbudget der Schulen erstattet.

Bei Anfragen wenden Sie sich bitte an das Regionalteam Fortbildung
Telefon: 0211 475-4646
E-Mail: rtf@brd.nrw.de
oder direkt an die zuständige Fachberatung Anja Worts
anja.worts@brd.nrw.de
0211 475-4118

Zielgruppe und Voraussetzungen

Musiklehrkräfte der Sekundarstufe I und II

Kontakt

Fachberatung Fortbildung

Anja Worts

E-Mail: anja.worts@brd.nrw.de

Tel: 0211-475-4118

Sachbearbeitung

Daniel Göhrke

E-Mail: daniel.goehrke@brd.nrw.de

Tel: 0211-475-5416

Anmeldung

Derzeit sind keine Anmeldungen als schulexterne Lehrkräftefortbildung möglich. Neue Termine werden ausschließlich online veröffentlicht.