Kunst als Anklage und Provokation - Analog und digital Bilder generieren und kritisch-konstruktiv reflektieren (Fokus: Heartfield/Kentridge)
Grundinformationen
Schulform
Allgemeine Schulformen Sek. II
Bereich / Teilbereich
Standard - und kompetenzor. UE in den Fächern / Kunst
Inhalt
J’accuse: „Macht Bilder mit Wucht […]!“ (Heartfield 1920)
Mit [Bildern] lassen sich Botschaften besonders prägnant und emotional formulieren. Durch die Digitalisierung haben Bilder [außerdem] einen enormen Bedeutungszuwachs erfahren. Dass sie sich einfacher und variabler denn je herstellen und so schnell wie nie teilen und verbreiten lassen, führt nicht nur zur vielbeschworenen „Bilderflut“, sondern verleiht Bildern auch zusätzliche Funktionen. (Zitat Kerstin Schankweiler, 2019, Bildproteste)
Proteste sind allgegenwärtig – von der Bürgerinitiative gegen eine Giftmülldeponie bis zur Revolte in autoritären Regimen […].“Wie reagieren Künstlerinnen und Künstler auf diese Ereignisse mit den Mitteln der Kunst? Von wem, wie und zu welchem konkreten Anlass werden Bilder des Protestes generiert? Welche Codes werden in diesem Zusammenhang genutzt? Wie werden diese Bilder von Rezipienten dechiffriert? Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erproben analoge und digitale Möglichkeiten der Bildvervielfältigung und Transferverfahren. In der Veranstaltung werden Werke Kentridges und Heartfields sowie ikonische Bilder des Protestes näher betrachtet. Unter Einbezug der erprobten Verfahren und der Auseinandersetzung mit den Künstlerinnen und Künstlern wenden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Kenntnisse praktisch an und reflektieren unter anderem die Frage: Welche Aspekte müssen im Unterrichtberücksichtigt werden, damit kritisch-konstruktiv mit Protest, Anklage und extremen Positionen im Sinne der Demokratiebildung im Kunstunterricht umgegangen werden kann? Für eine produktive Mitarbeit ist die Nutzung digitaler Endgeräte sehr sinnvoll.
Zielgruppe und Voraussetzungen
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