Regionales Fortbildungsangebot: „Wir für uns“ – Schulische Prävention professionell gestalten

Angebotsnummer (ANR): 103056

Grundinformationen

Schulform

Allgemeine Schulformen Sek. I (mit GY), Förder- und Klinikschulen

Bereich / Teilbereich

Schule als System gestalten und entwickeln / IKSDG

Inhalt

Inhalt

Das Zusammenleben am pulsierenden Lebensort Schule stellt alle Beteiligten jeden Tag immer wieder vor neue Herausforderungen im sozialen Miteinander. Zunehmende Gewalt hinterlässt Spuren im schulischen Alltag. Physische und psychische Übergriffe bzw. Bedrohungen erschweren das tägliche Miteinander von Schüler*innen, Lehrkräften und weiteren schulischen Mitarbeiter*innen. Zeitgemäße, konzeptionell verankerte schulische Prävention liefert einen strukturierten Rahmen, diesen Veränderungen allseits professionell zu begegnen.

Auf Basis des Referenzrahmens Schulqualität bietet die Fortbildungsreihe in acht Einheiten Bausteine an, mit denen die Teilnehmenden darin unterstützt werden, in ihrer Schule Impulse für die Entwicklung eines passgenauen Präventionskonzeptes zu geben. Dieses kann als Bestandteil des schuleigenen „Schutzkonzeptes gegen Gewalt und sexuellen Missbrauch“ gemäß § 42 Abs. 6 SchulG NRW verwendet werden.

Ziele

Die Teilnehmenden erhalten Anregungen für die Entwicklung geeigneter Interventions- und Präventionsmöglichkeiten zu den Schwerpunkten:
o Soziales Lernen in Unterricht und Schulleben
o konkrete Formen von Gewalt & (Cyber-) Mobbing
o Verdacht auf Kindeswohlgefährdung & sexualisierter Gewalt
o Extremismus
o Kooperation mit außerschulischen Partnern und Lernorten

Die Teilnehmenden…
o erkennen den Begriff der Schulkultur als Grundlage für die Entwicklung guter Schule und entwickeln Argumentationshilfen für eine strategisch dynamisch angelegte Schulprogrammarbeit, die die Schulkultur fokussiert.
o verstehen Kommunikations-, Empathie- und Konfliktfähigkeit als grundlegend für das schulische Miteinander und können Methoden anwenden, um diese Kompetenzen zu fördern.
o lernen Ansätze und Methoden der Mobbingprävention und -intervention kennen und sind in der Lage, die Übungen reflektiert durchzuführen.
o setzen sich mit dem Gewaltbegriff auseinander und erproben Methoden der Gewaltprävention.
o erwerben Kenntnisse über Intervention und Prävention im Bereich des Verdachts auf Kindeswohlgefährdung auch bei sexualisierter Gewalt und können diese anwenden.
o kennen Formen von Radikalisierungstendenzen und Extremismus und erlernen Möglichkeiten, Radikalisierung vorzubeugen und zu begegnen.
o kennen Ursachen, Formen und Folgen von Cyberkriminalität und entwickeln geeignete Interventions- und Präventionsmöglichkeiten für ihre Schule.
o lernen außerschulische Kooperationspartner*innen kennen, erkennen den Mehrwert von Netzwerkarbeit und sind in der Lage, externe Hilfeangebote zur Prävention und Intervention an ihrer Schule zu nutzen.
o reflektieren die Lerninhalte in Bezug auf ihre eigene professionelle Handlungskompetenz (Wissen, Können & Haltung) und entwickeln Ideen zur Planung tragfähiger multiprofessioneller Handlungskonzepte für ihre Schulen.

Die Erfahrungen in der Umsetzung von Präventionsprojekten haben gezeigt, dass in einer vernetzten Kooperation zwischen Jugendamt, Polizei und Schule eine wirksame Präventionsarbeit mit und in den Schulen durchführbar ist. Auf dieser Überzeugung basierend werden die Kurstage durch ein multiprofessionelles Moderationsteam aus den Bereichen Schule, Polizei und Jugendhilfe durchgeführt.

Bezug zum Referenzrahmen

Die Fortbildung adressiert verschiedene Qualitätskriterien des Referenzrahmens Schulqualität (RRSQ) in Abhängigkeit von der konkreten Ziel- und Auftragsklärung, vor allem aus dem Inhaltsbereich 3: Schulkultur.

Zielgruppe und Voraussetzungen

Diese Veranstaltung wird im Rahmen der Kooperationsvereinbarung zwischen der Bezirksregierung Arnsberg, dem Polizeipräsidium Dortmund, dem Jugendamt der Stadt Dortmund sowie dem Fachbereich Schule der Stadt Dortmund angeboten. Die Veranstaltung ist multiprofessionell konzipiert und richtet sich ausschließlich an Lehr- und Fachkräfte der Schulsozialarbeit an den Schulen mit Sekundarstufe I in den Städten Dortmund und Lünen. Fachkräfte aus Dortmunder Jugendfreizeitstätten und Jugendkontaktbeamt*innen der Polizei Dortmund nehmen darüber hinaus an der Fortbildung teil.

Kontakt

Fachberatung Fortbildung

Markus Klecker

E-Mail: markus.klecker@bra.nrw.de

Tel: 02931/82-3094

Sachbearbeitung

Anne Birkelbach

E-Mail: anne.birkelbach@bra.nrw.de

Tel: +491725841114

Anmeldung

Derzeit sind keine Anmeldungen als schulexterne Lehrkräftefortbildung möglich. Neue Termine werden ausschließlich online veröffentlicht.