Lesemotivation – Aufbau einer schulischen Lesekultur im Deutschunterricht der Primarstufe
Grundinformationen
Schulform
Alle Schulformen der Primarstufe
Bereich / Teilbereich
Standard - und kompetenzor. UE in den Fächern / Deutsch
Inhalt
Ziele:
Ziel des Fortbildungsangebots für teilnehmende Lehrkräfte ist deren Kompetenzerweiterung hinsichtlich der Fragestellung, wie eine schulische Lesekultur Raum für Leseerfahrungen schaffen und die Lesemotivation der Schülerinnen und Schüler steigern kann. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erfahren, wie sie die Lesemotivation der Schülerinnen und Schüler durch diversitätssensibles Lesen unterstützen können. Sie nehmen ihre Rolle als Lesevorbilder und Identifikationsfiguren im schulischen Kontext für die Lesekompetenz der Kinder in den Blick. Auf dieser Grundlage werden Rückschlüsse auf die schulinterne Lesekultur gezogen und potenzielle Entwicklungsziele hergeleitet.
Inhalt:
„Die schulische Lesekultur ist ein wichtiger Einflussfaktor auf die Entwicklung der Lesekompetenz bei Kindern.“ (Ministerium für Schule und Bildung des Landes NRW (2023): Lesekompetenz gezielt fördern – Lernschwierigkeiten vermeiden, S. 82). Neben den voraussetzungsrelevanten Lesefähigkeiten spielen insbesondere die weiteren Aspekte der Lesekompetenz auf subjektiver und sozialer Ebene eine bedeutsame Rolle. Der Begriff der Lesemotivation wird in seine zentralen Dimensionen aufgeschlüsselt und Möglichkeiten der informellen Diagnostik vorgestellt.
Daraus ergibt sich die Notwendigkeit der Passung von Lesekompetenz und Lesestoff. Unterstützungsangebote und Fördermöglichkeiten, die einen leseanimierenden Unterricht sowie leseanimierende Umgebungen gewährleisten, werden vorgestellt und aktiv erprobt wie reflektiert. In einem letzten Schritt entwickeln die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Konsequenzen für die eigene Unterrichtsgestaltung.
Zur systematischen Verankerung von Fortbildungserkenntnissen im Kollegium ist die Anmeldung von zwei oder mehreren Lehrkräften einer Schule möglich und begrüßenswert.
Fragestellungen und Herausforderungen des Gemeinsamen Lernens werden als Regelfall der Planungen berücksichtigt.
Bezug zum Referenzrahmen Schulqualität:
2.2.1: Die individuelle Kompetenzentwicklung der Schülerinnen und Schüler steht im Zentrum der Planung und Gestaltung der Lehr- und Lernprozesse.
2.4.1: Das Lehren und Lernen wird schülerorientiert und heterogenitätssensibel gestaltet.
2.5.1 Lernprozesse sind kognitiv aktivierend gestaltet.
2.7.1: In der Schule werden Grundsätze der Lernerfolgsüberprüfung und Leistungsbewertung festgelegt und beachtet.
2.7.2: Lernerfolgsüberprüfung und Leistungsbewertung sind so angelegt, dass sie die Lernentwicklung bzw. den Lernstand der Schülerinnen und Schüler angemessen erfassen und Grundlage für die weitere Förderung der Schülerinnen und Schüler sind.
2.10.2: Die Potenziale digitaler Medien zur Unterstützung von Lehr- und Lernprozessen werden reflektiert eingesetzt und lernförderlich genutzt.
Bezug zum Medienkompetenzrahmen:
1.2 Digitale Werkzeuge: Verschiedene digitale Werkzeuge und deren Funktionsumfang kennen, auswählen sowie diese kreativ, reflektiert und zielgerichtet einsetzen
4.1 Medienproduktion und Präsentation: Medienprodukte adressatengerecht planen, gestalten und präsentieren; Möglichkeiten des Veröffentlichens und Teilens kennen und nutzen
4.2 Gestaltungsmittel: Gestaltungsmittel von Medienprodukten kennen, reflektiert anwenden sowie hinsichtlich ihrer Qualität, Wirkung und Aussageabsicht beurteilen
Bemerkungen:
Datenschutz: Zulässig sind Anwendungen, Programme und Apps (im Folgenden kurz „App“) bei denen sichergestellt werden kann, dass Daten mit Personenbezug aus der Schule nach den Vorgaben der DSGVO verarbeitet werden können. Wenn dies nicht sichergestellt werden kann, sollten mit der jeweiligen App nur Daten verarbeitet werden, die keinen direkten Personenbezug aufweisen. Informieren Sie sich auch gerne in der Handreichung „Datenschutz an Schulen“ der Medienberatung NRW.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden gebeten, ein digitales Endgerät (Tablet oder Laptop) mitzubringen. Die Nutzung von dienstlich zur Verfügung gestellten digitalen Endgeräten wird empfohlen. Ggf. können Leihgeräte zur Verfügung gestellt und/ oder Kleingruppen gebildet werden.
Ggf. entstehende Kosten müssen über das jeweilige Schulfortbildungsbudget erstattet werden.
Zielgruppe und Voraussetzungen
Lehrkräfte der Primarstufe für das Fach Deutsch