Chorische Ensemblearbeit – Die Gruppe als Chance
Grundinformationen
Schulform
Allgemeine Schulformen Sek. I (mit GY), Förder- und Klinikschulen
Bereich / Teilbereich
Standard - und kompetenzor. UE in den Fächern / Darstellen und Gestalten
Inhalt
Gemeinsames Erleben, kreatives Gestalten, ästhetische Erfahrungen – die Kraft des Chores
Die Fortbildung „Chorische Ensemblearbeit – Die Gruppe als Chance“ eröffnet neue Wege, kreatives Potential in der Gruppe zu entfalten und gleichzeitig individuelle Ausdrucksmöglichkeiten zu stärken. Durch die intensive Verbindung von Körper-, Wort- Bild- und Musiksprache wird die ästhetische Dimension der chorischen Arbeit in DG-Gruppen erfahrbar gemacht. Der Chor schafft einen geschützten Raum, in dem alle Schülerinnen und Schüler ihre Fähigkeiten einbringen können – eine ideale Basis für ängstliche oder gehemmte SuS sowie vielfältige Präsentationen. Anschließend folgen szenische Arbeiten mit chorischen Formen, die Theorie und Praxis verbinden.
Der erste Fortbildungstag widmet sich der Einführung in die chorische Arbeit durch praxisorientierte Übungen. Die Teilnehmenden erfahren Grundlagen des chorischen Arbeitens und sammeln erste Erfahrungen mit dem Chor. In der Reflexion wird gemeinsam erarbeitet, wie diese Übungen die Entstehung einer chorischen Haltung fördern und eine ästhetische Gruppenwirkung unterstützen.
Im Mittelpunkt steht die Entwicklung eines chorischen Ensembles, das Impulse in und aus der Gruppe aufnimmt, verstärkt und in unterschiedlichen körper- und/oder wortsprachlichen Ausdrucksformen erprobt. Dabei geht es sowohl um die Arbeit mit Bewegung und Dynamik (Entstehung eines gemeinsamen Flows), um das Experimentieren mit Sprache und Rhythmik als auch um die Reflexion der entstehenden Gruppenästhetik.
Am zweiten Fortbildungstag stehen die chorische Inszenierung und die kreative Vertiefung im Mittelpunkt. Es werden Auftritts- und Wirkungsmöglichkeiten des Chors im Raum erprobt. Auch finden dramaturgische Gestaltungsmittel, wie das Vergrößern, Verstärken, Verfremden sowie Techniken des „Figurensplittings“ Berücksichtigung. Abgerundet wird der Tag mit der Erarbeitung eigener Projektideen in Bezug auf chorisches Arbeiten für den jeweils eigenen DG-Unterricht.
Zu erwerbende Kompetenzen in Teil 1
- präsent auf der Bühne agieren und reagieren (KS)
- Neutral- und Expressivhaltungen unterscheiden und in einfachen Formen darstellen (KS)
- vorgegebene und selbstständig entwickelte wortsprachliche Gestaltungselemente in Präsentationen miteinander kombiniert realisieren (WS/ MS)
- sprachliche und dramaturgische Gestaltungsmittel unter Einbeziehung von Stimm- und Sprechvariationen in Bezug auf eine intendierte Wirkung realisieren (WS/ MS)
- verschiedene strukturierende Gestaltungsmittel und Sprechformate hinsichtlich eines intendierten Ausdrucks variieren (WS)
- sich in Präsentationen Raum füllend und klar verständlich artikulieren (WS)
- Raumebenen und Raumanordnungen zur Entwicklung von einfachen Raumbildern miteinander kombinieren (BS)
Zu erwerbende Kompetenzen in Teil 2
- Vertiefung der in Teil 1 genannten Kompetenzen
- die Eigenschaften und Wirkungen bildsprachlicher Mittel und Grundformen in Bezug auf den Bühnenraum und Körper für eigene Gestaltungen zielorientiert einsetzen (BS)
- die vielfältigen Wirkungen unterschiedlicher Kombinationen von Raumebenen und Raumanordnungen zur Entwicklung von einfachen und komplexen Raumbildern einsetzen (BS)
- gemeinsam kontextbezogene Gestaltungen entwerfen
- in Gruppen die Präsentation eigener Gestaltungen selbstverantwortlich planen und realisieren
Bezüge zum RRSQ
- 2.1 Ergebnis- und Standardorientierung
- 2.2 Kompetenzorientierung
- 2.4 Schülerorientierung und Umgang mit Heterogenität
- 2.5 Kognitive Aktivierung
Zielgruppe und Voraussetzungen
Lehrkräfte für Darstellen und Gestalten (auch MPT-Kolleginnen und Kollegen).