„Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit.“ – Zentrale Entscheidungen der Inszenierungsarbeit eines Theater-Literaturkurses
Grundinformationen
Schulform
Alle Schulformen Sek. II (Allgemeine und BK)
Inhalt
Aufbrandender Applaus, tiefe Verbeugungen, stolze Gesichter. Am Ende eines Theater-Literaturkurses sind die Lernenden an ihrem Ziel angekommen – ein theatrales Produkt hat es aus ihren Köpfen heraus auf die Bühne geschafft.
Bis es zu diesem nachhaltig wirksamen Erfolgserlebnis kommen kann, müssen auf dem Weg jedoch zentrale Entscheidungen durch den Kurs und auch von Seiten der Kursleitung getroffen werden: Die Realisierung einer Theateraufführung macht – so erkannte es Karl Valentin - viel Arbeit und will bewusst und vorausschauend geplant sein.
Diese Fortbildungsveranstaltung möchte bei der Planung eines Literaturkursjahres im Inhaltsfeld Theater unterstützen, indem zentrale Entscheidungsstellen der gemeinsamen Arbeit mit den Schülerinnen und Schülern ganz praxisnah und konkret in den Blick genommen werden.
Am ersten Tag der Veranstaltung erhalten die Teilnehmenden einen Überblick über die Arbeitsfelder, die Kurs und Lehrperson auf dem Weg zur Aufführung begegnen werden. Ausgehend von diesem Blick aus der Vogelperspektive werden zentrale Entscheidungsstellen gemeinsam erarbeitet und reflektiert. Dabei steht am ersten Tag der Fortbildung primär die konzeptionelle Planungsebene im Vordergrund: Wie findet der Kurs zu seinem Stück? Wie kann eine tragfähige Inszenierungsidee gemeinsam entwickelt werden? Wie entsteht zusammen mit den Lernenden eine spieltaugliche Textfassung? All diesen Fragen wird im Rahmen des ersten Tages nachgegangen und es werden mit den Teilnehmenden praxistaugliche Antworten gefunden.
Es folgt eine Transferphase, in der die Inhalte des ersten Tages auf das eigene Theaterprojekt angewendet werden sollen.
Am zweiten Tag Fortbildung steht die Ebene der Durchführung im Mittelpunkt der gemeinsamen Arbeit. Die Teilnehmenden gehen den Fragen nach, wie sie die konkrete Probenarbeit im Verlauf eines Kursjahres ausgestalten und nicht-schauspielerische Aspekte organisieren können. Abschließend wird gemeinsam betrachtet, was nach der Aufführung noch in den Blick genommen werden sollte.
Da die Veranstaltung auf Nachhaltigkeit angelegt ist, erfordert sie zwei Fortbildungseinheiten. Dazwischen liegt eine Transferphase. Eine Teilnahme ist nur bei einer Anmeldung für beide Tage möglich. Bitte bringen Sie ein aufgeladenes digitales Endgerät mit und tragen Sie möglichst bewegungsfreundliche schwarze Kleidung.
Dauer: zwei Ganztage
Bezüge zum RRSQ
- 2.2 Kompetenzorientierung
- 2.4 Schülerorientierung und Umgang mit Heterogenität
- 2.5 Kognitive Aktivierung
- 2.8 Feedback und Beratung
Zielgruppe und Voraussetzungen
Lehrende im SII-Fach Literatur und interessierte Kolleginnen und Kollegen verwandter Fächer (v.a. Darstellen und Gestalten, musische Projektkurse, Musik, Kunst, Deutsch, Sprachen); aber auch im AG-Bereich Theater, Musical etc.