„Vereint und doch getrennt?“ - Perspektiven der Erinnerung an die DDR und die Deutsche Einheit im GU (Geschichte SI/II)

Angebotsnummer (ANR): 106831

Grundinformationen

Schulform

Allgemeine Schulformen Sek. II

Bereich / Teilbereich

Standard - und kompetenzor. UE in den Fächern / Geschichte

Inhalt

Über 30 Jahre nach der Wiedervereinigung befindet sich die Erinnerungskultur in Bezug auf die DDR im Wandel. Neben dem Blick auf die DDR als Diktatur und Unrechtsstaat tritt immer mehr die Erforschung ambivalenter Erfahrungen im DDR-Alltag in den Vordergrund. Dabei lösen neue Darstellungen durchaus kontroverse Diskussionen in der Forschung aus.

Teil 1

Unsere eineinhalbtägige Fortbildung greift diese aktuellen Entwicklungen auf, indem sie den Blick sowohl auf das Diktaturgedächtnis als auch auf das Arrangement- und Fortschrittsgedächtnis nach Martin Sabrow richtet. Im ersten Modul werden die Erarbeitung der SED-Diktatur sowie die Erinnerung daran im Fokus stehen. Hier soll insbesondere die Werturteilsbildung gefördert werden, zum einen anhand verschiedener Zugänge zu einzelnen Biographien und damit verbundener ethisch-moralischer Dilemmata, zum anderen durch die exemplarische Kontrastierung von Diktatur und Demokratie. Im zweiten Modul liegt der Schwerpunkt auf der Erarbeitung der Ambivalenz der Lebenserfahrungen in der DDR und deren heutiger Bewertung, auch unter Bezugnahme auf aktuelle Forschungskontroversen. Dabei werden verschiedenste Materialien, unter anderem die gängigen Schulbücher, in den Blick genommen, um diese Ambivalenz auch im Unterricht abzubilden.

Teil 2

Am zweiten Termin wird die Bewertung der Wiedervereinigung zwischen den Polen „Traum oder Trauma“ multiperspektivisch betrachtet. Zum Abschluss sollen die Ergebnisse der gesamten Fortbildung in der Konzeption eines eigenen Beitrages zur Erinnerung an die DDR münden.
Alle Module bieten den Teilnehmenden eine breite Materialgrundlage aus sowohl schriftlichen Zeugnissen und Darstellungen als auch digitalen Angeboten wie Podcasts, Auszügen aus Dokumentationen und Internetangeboten zur Weiterentwicklung des eigenen Unterrichts. Auf dieser Basis werden in jedem Modul unter Bezugnahme auf die im Kernlehrplan vorgeschriebenen Kompetenzen eigene Aufgabenbeispiele entwickelt.
Diese Fortbildung ergänzt unsere eineinhalbtägige Veranstaltung „Erinnerungskultur im GU – neue Herausforderungen, neue Wege“, kann aber unabhängig von dieser besucht werden.

Bezug zum RRSQ

  • 2.2 Kompetenzorientierung
  • 2.5 Kognitive Aktivierung
  • 2.10 Lehren und Lernen im digitalen Wandel

Zielgruppe und Voraussetzungen

Fachlehrerinnen und Fachlehrer des Faches Geschichte an Gymnasien und Gesamtschulen (SI/II) Bausteine für digitale Veranstaltungen: o Der Link zur Teilnahme geht Ihnen unmittelbar vor der Veranstaltung zu. o Bitte schalten Sie die Kamera und das Mikrofon ein. Bereitzustellen sind die von ihnen verwendeten Schulbücher zum Thema DDR.

Kontakt

Fachberatung Fortbildung

Cordia Oude Hengel

E-Mail: cordia.oudehengel@brk.nrw.de

Tel: +49 221 147-2965

Sachbearbeitung

Theresa Heinicke

E-Mail: theresa.heinicke@brk.nrw.de

Tel: +49 221 147-2631

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