Agiles Arbeiten im naturwissenschaftlichen Unterricht (Biologie, Chemie, Physik, Naturwissenschaften SI)
Grundinformationen
Schulform
Allgemeine Schulformen Sek. I (mit GY)
Bereich / Teilbereich
Standard - und kompetenzor. UE in den Fächern / Naturwissenschaften
Inhalt
Projektorientiertem Unterricht mit agilen Methoden liegt mit den 4 K-Kompetenzen ein ganzheitliches Konzept zu Grunde, welches die Lernenden dazu befähigt, in einer zunehmend komplexen, digitalen und unsicheren Welt erfolgreich zu agieren.
Agile Methoden fördern nicht nur Zukunftskompetenzen, sondern unterstützen Lehrkräfte und Lernende gleichermaßen dabei, Verantwortung für das Lernen, Entscheiden und Handeln zu übernehmen und die persönliche Entwicklung in den Mittelpunkt zu stellen. Durch die Schaffung von Freiräumen beim Kompetenzerwerb steigt die Motivation, weil stärker auf die individuellen Lerninteressen eingegangen werden kann; die Lernenden arbeiten selbstorganisiert und selbstbestimmt in Teams an ihren Projekten.
Im naturwissenschaftlichen (Wahlpflicht-) Unterricht lässt sich das agile Grundgerüst unmittelbar als Basis projektorientierten Arbeitens einsetzen. Auf diese Weise werden die angestrebten Kompetenzen strukturiert gefördert. Gleichzeitig bereitet die regelmäßige Anwendung dieser agilen Zyklen die Schülerinnen und Schüler optimal auf die bevorstehenden Projektkurse der Oberstufe vor.
Die in der Fortbildung vorgestellten agilen Arbeitsformen für den naturwissenschaftlichen Unterricht teilen vier grundlegende Prinzipien: Iterativität, kontinuierliche Reflexion und Anpassung, Partizipation bzw. Selbstorganisation sowie Komplexitätsbewältigung. Die Teilnehmenden erproben und reflektieren anhand jeweils eines Projektes zu den Fächern Biologie, Chemie oder Physik die agilen Methoden Forschungsantrag, Design Thinking oder (Edu)Scrum und wenden die Methode auf ihren eigenen Unterricht an.
Es werden Ansätze aufgezeigt, wie Agiles Arbeiten begleitet und bewertet werden kann und wie solche Bewertungen praktisch umgesetzt werden können. Die Inhalte werden an praktischen Beispielen des naturwissenschaftlichen Unterrichts dargestellt, passende Ansätze und Tools selbst ausprobiert und Hintergrundwissen bereitgestellt.
Zur systematischen Verankerung von Fortbildungserkenntnissen im Kollegium ist die Anmeldung von zwei oder mehreren Lehrkräften einer Schule möglich und begrüßenswert.
Fragestellungen und Herausforderungen des Gemeinsamen Lernens werden als Regelfall der Planungen berücksichtigt.
Ziele der Veranstaltung
- Kennenlernen von Möglichkeiten agilen Arbeitens im naturwissenschaftlichen Unterricht
- Erprobung und Erstellung von Unterrichtsmaterial, mit dessen Hilfe die Schülerinnen und Schüler agil arbeiten
- Entwicklung eines Feedback- oder Bewertungstools zum Agilen Arbeiten
Zu erwerbende Kompetenzen in Teil 1
Im ersten Teil der Fortbildung wird von den Teilnehmenden eins der vorstellten Projekte aus Schülerperspektive bearbeitet. Die vorgestellen Projekte zeigen beispielhaft, wie in den Fächern Biologie, Chemie und Physik die agilen Methoden Forschungsantrag, Design Thinking und EduScrum umgesetzt werden können. Ziel der Fortbildung ist es, die Teilnehmenden zu befähigen, eine eigene agile Unterrichtseinheit zu einem gewählten Thema zu erarbeiten. Erste Ideen können in der Fortbildung umgesetzt werden.Zu erwerbende Kompetenzen in Teil 2
Im zweiten Teil der Fortbildung erfolgt ein Austausch zu den von den Teilnehmenden erprobten agilen Unterrichtseinheiten. Möglichkeiten zu Feedback und Bewertung agiler Prozesse sowie der Lernprodukte werden aufgezeigt und die Teilnehmenden erstellen eigenen Feedback.- und Bewertungstools für ihre agilen Unterrichtseinheiten.Leistungen der Moderatorinnen und Moderatoren
Den Teilnehmenden werden alle Materialien für die eigene Arbeit zur Verfügung gestellt.Bezug zum Referenzrahmen Schulqualität:
2.2.1 Die individuelle Kompetenzentwicklung der Schülerinnen und Schüler steht im Zentrum der Planung und Gestaltung der Lehr- und Lernprozesse.
2.4.1 Das Lehren und Lernen wird schülerorientiert und heterogenitätssensibel gestaltet.
2.5.1 Lernprozesse sind kognitiv aktivierend gestaltet.
2.5.2 Lernprozesse sind motivierend gestaltet.
Bezug zum Medienkompetenzrahmen /DSK:
2.2 Themenrelevante Informationen und Daten aus Medienangeboten filtern, strukturieren, umwandeln und aufbereiten
4.1 Medienprodukte adressatengerecht planen, gestalten und präsentieren; Möglichkeiten des Veröffentlichens und Teilens kennen und nutzen
Zielgruppe und Voraussetzungen
Fachlehrer:innen des Faches „Chemie“, „Physik“, „Biologie“ oder „Naturwissenschaften“ SI Die Teilnahme an allen Terminen wird vorausgesetzt. Mitzubringen sind ein eigenes Endgerät mit Kopfhörern sowie eigene Unterrichtsmaterialien als Grundlage für die Erarbeitung einer agilen Unterrichtseinheit.