Qualifizierung für Koordinatorinnen und Koordinatoren für Berufliche Orientierung (StuBO-Koordinatorinnen u. Koordinatoren) am Berufskolleg

Angebotsnummer (ANR): 106824

Grundinformationen

Schulform

Berufskollegs

Bereich / Teilbereich

Studien- und Berufliche Orientierung / Angebote zur Umsetzung des Landesvorhabens KAoA

Inhalt

Schülerinnen und Schüler der Berufskollegs haben sehr unterschiedliche Voraussetzungen und Bedarfe hinsichtlich der Gestaltung ihres Weges in den Beruf. Demzufolge divergieren Eingangsvoraussetzungen, schulische und berufliche Abschlüsse innerhalb der verschiedenen Fachbereiche und Bildungsgänge der Berufskollegs.
Die Kooordinatorinnen und Koordinatoren für die Berufliche Orientierung (StuBOs) an BKs stehen deshalb vor der Herausforderung dieser Heterogenität mit der Koordination einer Vielzahl von Maßnahmen in vollzeit- und teilzeitschulischen Bildungsgängen gerecht zu werden. Außerdem sind mit dem aktualisierten Runderlass zur beruflichen Orientierung, für die Sekundarstufe II Standardelemente der Landesinitiative „Kein Abschluss ohne Anschluss“ (KAoA) hinzugekommen, die es umzusetzen gilt.

Die Qualifizierungsmaßnahme berücksichtigt die genannten Spannungsfelder, indem die Teilnehmer ...

  • Sicherheit im Umgang mit gesetzlichen Vorgaben erlangen,
  • ihre Rolle als StuBo klären,
  • Voraussetzungen zur teambasierten Arbeit entwickeln,
  • praxisnahe Lösungen erarbeiten,
  • von good practice Beispielen profitieren und
  • Gelegenheit erhalten eigene Vorhaben voranzubringen.

Den inhaltlichen Rahmen bilden die Handlungsfelder:
  • Berufliche Orientierung in den Schulen der Sekundarstufe I und II in NRW (Handlungsfeld I),
  • Übergänge gestalten (Handlungsfeld II),
  • Steigerung der Attraktivität dualer Ausbildungen (Handlungsfeld III) und
  • Die Rolle der Kommunen in der Landesinitiative (Handlungsfeld IV).
Die in diesem Zusammenhang vorhandenen, teilweise neuen, digitalen Möglichkeiten und Handlungsspielräume werden genutzt.
Moderierte Informationsphasen wechseln sich mit aktiven Austausch- und Erarbeitungsphasen der Teilnehmenden ab. Die Veranstaltung ist auf 2,5 Tage angelegt.

Ziele der Veranstaltung

Die Ziele der Fortbildung lassen sich entlang folgender Themenfelder abbilden:
  • Die Landesinitiative „Kein Abschluss ohne Anschluss“ (KAoA): Strukturen und Ziele
    In dieser Phase soll die Landesinitiative KAoA mit den Handlungsfeldern, Phasen und Standardelementen thematisiert werden und damit ein Brückenschlag zwischen den von den Schülerinnen und Schülern bisher durchlaufenen KAoA-Elementen hin zu den noch anstehenden, für das BK relevanten BO-Elementen, geschlagen werden.
    Rollenverständnis und Aufgabenprofil eines StuBOs am BK
    Ziel ist es, die eigene Rolle und das Profil von StuBOs zu schärfen. Ausgangspunkt sind Fragen, rund um die Definition des Aufgabenbereichs sowie der Fremd- und Selbstwahrnehmung.
  • Instrumente und Möglichkeiten der Koordination
    Thematische Anknüpfungspunkte sind die Leitung von Arbeitsgruppen, die Kommunikation mit Schulleitung und Kolleginnen und Kollegen sowie die Organisation, Begleitung und Evaluation von Entwicklungs- bzw. Arbeitsprozessen.

Zu erwerbende Kompetenzen in Teil 1

Die teilnehmenden Lehrkräfte
  • können die KAoA-Standardelemente sowie die damit verbundenen Kompetenzerwartungen benennen und diese in den KAoA-Gesamtprozess verorten,
  • reflektieren den Begriff der Berufswahlkompetenz,
  • können die Bedeutung des StuBOs innerhalb des KAoA-Prozesses verorten und erste Kompetenzen, die ein StuBO haben sollte, benennen und
  • überprüfen ihr schulinternes BO-Curriculum im Hinblick auf die Vorgaben aus KAoA.

Zu erwerbende Kompetenzen in Teil 2

Die teilnehmenden Lehrkräfte
  • benennen und reflektieren die Kompetenzen, die ein StuBO haben sollte,
  • festigen ihr Rollenverständnis als StuBOs innerhalb des schulischen Gesamtprozesses,
  • entwickeln konkrete Umsetzungsideen für ein ausgewähltes KAoA-Standardelement und
  • entwickeln ihr schulinternes BO-Curriculum weiter.

Zu erwerbende Kompetenzen in Teil 3

Die teilnehmenden Lehrkräfte
  • diskutieren und reflektieren die konkrete Umsetzung ausgewählter und erprobter Standardelemente ihrer Schule,
  • diskutieren und reflektieren mögliche Stolpersteine und Gelingensbedingungen zur Weiterentwicklung ausgewählter Standardelemente zur Beruflichen Orientierung und
  • entwickeln weitergehende Handlungsschritte für die Weiterentwicklung der Beruflichen Orientierung an ihrer Schule.

Leistungen der Moderatorinnen und Moderatoren

Die Moderatorinnen und Moderatoren fungieren einerseits als Expertinnen und Experten für die Themenfelder und geben andererseits Anstöße zur Implementierung und Weiterentwicklung der Beruflichen Orientierung an den einzelnen Schulen. Dabei unterstützen sie die teilnehmenden Lehrkräfte dabei, erste Schritte bei der Nutzung und Implementierung der oben erwähnten Themen zu gehen.

Bezug zum RRSQ [u.a.]

  • 1.2.2: Die Schule übernimmt Verantwortung dafür, dass die Schülerinnen und Schüler die angestrebten schulischen oder beruflichen Abschlüsse erreichen und eine realistische Anschlussperspektive entwickeln.
  • 1.4.1: Die Schule schöpft ihre Möglichkeiten zur Verringerung von ungleichen Bildungschancen und Benachteiligungen aus.
  • 1.4.3: Die Schule schafft Voraussetzungen dafür, dass die Schülerinnen und Schüler sich in ihrer weiteren Biographie am politischen und gesellschaftlichen Leben beteiligen können und Lebens- und Berufsperspektiven für sich selbst erkennen und nutzen.
  • 2.8.2: Die Schülerinnen und Schüler sowie die Erziehungsberechtigten und ggf. Ausbildungsbetriebe werden systematisch in Lern-, Entwicklungs- und Erziehungsangelegenheiten beraten.
  • 2.8.3: Die Schülerinnen und Schüler werden systematisch unter Einbeziehung der Erziehungsberechtigten und ggf. von Ausbildungsbetrieben im Hinblick auf ihre jeweiligen Laufbahnmöglichkeiten informiert und beraten.
  • 2.8.4: Die Schule verfügt über ein Übergangsmanagement.
  • 4.1.3: Lehrkräfte entwickeln ihre beruflichen Kompetenzen im Rahmen von Fort- und Weiterbildung kontinuierlich weiter.

Zielgruppe und Voraussetzungen

Koordinatorinnen und Koordinatoren für die Berufliche Orientierung, Teilnehmerressourcen werden einbezogen, eine Bereitschaft zu aktiver Mitgestaltung wird vorausgesetzt.

Kontakt

Fachberatung Fortbildung

Maike Masurat

E-Mail: maike.masurat@brk.nrw.de

Tel: +49 221 147-2920

Sachbearbeitung

Theresa Heinicke

E-Mail: theresa.heinicke@brk.nrw.de

Tel: +49 221 147-2631

Anmeldung

Derzeit sind keine Anmeldungen als schulexterne Lehrkräftefortbildung möglich. Neue Termine werden ausschließlich online veröffentlicht.