Im Team kooperieren und unterrichten
Grundinformationen
Schulform
Allgemeine Schulformen außer Grundschulen
Bereich / Teilbereich
Schule als System gestalten und entwickeln / Fortbildung für Schulen auf dem Weg zur Inklusion
Inhalt
Ziele der Veranstaltung
- Teams erwerben grundlegende Kenntnisse zur Teamarbeit.
- Sie entwickeln Arbeits- und Kommunikationsprozesse in Bezug auf Planung, Durchführung und Nachbereitung von Unterricht und erkennen die gemeinsame Verantwortung
- Sie reflektieren die eigene Teamarbeit, tauschen ihre Erfahrungen mit anderen Teilnehmenden aus und treffen Vereinbarungen im Hinblick auf die Begleitung der inklusiven Lerngruppe.
Teil 1 (Ganztag)
Die Teilnehmenden lernen die theoretischen Grundlagen der Teamarbeit und Methoden der Teamentwicklung kennen; sie reflektieren die Gelingensbedingungen von Teamarbeit vor dem Hintergrund inklusiver Prozesse.Ein konkretes Vorhaben wird für die gemeinsam verantwortete Lerngruppe geplant. Dabei werden insbesondere die unterschiedlichen Aufgaben in der Vorbereitung, Durchführung und Evaluation in den Blick genommen.
Das Vorhaben wird im Anschluss in der Praxis umgesetzt.
Teil 2 (Ganztag)
Die Teilnehmenden reflektieren die Praxisaufgabe, indem sie sich über Gelungenes und Probleme austauschen und diskutieren.Die Strukturen der Förderplanarbeit der teilnehmenden Schulen werden vorgestellt und von den jeweiligen Kolleg/-innen in ihrer ‚Effektivität‘ eingeschätzt und diskutiert.
Die kooperative Förderplanung wird als ein mögliches Modell der Zusammenarbeit von Lernenden, Lehrenden und Erziehenden vorgestellt und simuliert.
Außerdem sollen anhand von ausgewählten Förderzielen Differenzierungsmöglichkeiten kennengelernt und erörtert werden. Daraus resultierend soll eine Unterrichtsstunde, -reihe oder ein ‚Projektvorhaben‘ für den schulischen Alltag erstellt werden.
Sowohl die kooperative Förderplanung als auch das geplante Unterrichtsvorhaben sollen möglichst bis zur nächsten Fortbildung erprobt werden.
Teil 3 (Ganztag)
Nach der Besprechung der Praxiserfahrungen werden Möglichkeiten analoger und digitaler Kommunikation innerhalb des Teams beleuchtet.Die Bedeutung und Struktur von Teamsitzungen wird vorgestellt und reflektiert. Als Vorhaben wird eine Teamsitzung beispielhaft geplant und für eine zukünftige Teamsitzung in der Praxis geplant.
Abschließend wird die Gesamtveranstaltung noch einmal in den Blick genommen und reflektiert; Offenes und Rückfragen werden geklärt und Vorsätze für das weitere Unterrichtshandeln als auch für die Arbeit im Team gefasst.
Leistungen der Moderatorinnen und Moderatoren
Das Moderationsteam bietet ein Überblickswissen, Raum zum Austausch, zur Reflexion und zur Planung verschiedener Vorhaben, die zwischen den Fortbildungstagen in der Schulpraxis erprobt werden sollen.Zudem vermitteln sie Kenntnisse zur Planung und Umsetzung des eigenen Unterrichts in der Teamarbeit, welche die Teilnehmenden anwenden und evaluieren.
Sie stellen Inhalte und Materialien in analoger und digitaler Form zur Verfügung.
Bezug zum Referenzrahmen Schulqualität
- 2.4 Schülerorientierung und Umgang mit Heterogenität
- 3.4 Kommunikation, Kooperation und Vernetzung
- 4.3 (Multi-) Professionelle Teams
Zielgruppe und Voraussetzungen
Die Fortbildung richtet sich an Lehrkräfte aller Schulformen im Sekundarbereich, die gemeinsam für eine Lerngruppe verantwortlich sind. MPT-Kräfte können ebenso im Tandem mit einer Lehrkraft teilnehmen. Pro Schule sollten sich mind. 2 Personen und max. 4 Personen anmelden. Sinnvoll für eine Implementation an der eigenen Schule ist es, wenn ein/e Teilnehmer/-in in der erweiterten SL arbeitet bzw. für die Koordination des G.U., der Kommunikation, Kooperation beauftragt ist und somit leichter als Multiplikator wirken kann. Ein digitales Endgerät ist erforderlich.