Qualifizierung für Koordinatorinnen und Koordinatoren für berufliche Orientierung
Angebotsnummer (ANR):
105032
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105032
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Gruppe:
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Grundinformationen
Schulform
Allgemeine Schulformen Sek. I (mit GY), Förder- und Klinikschulen
Bereich / Teilbereich
Studien- und Berufliche Orientierung / Angebote zur Umsetzung des Landesvorhabens KAoA
Inhalt
Bezug zu KAoA-Standardelement 3: Strukturen an Schulen – hier Koordinatorinnen und Koordinatoren für Berufliche Orientierung (SBO 3.2)
Die Fortbildungen zur Qualifizierung für Koordinatorinnen und Koordinatoren für berufliche Bildung (StuBO) richten sich vornehmlich an Lehrkräfte, die diese Funktion in ihrer Schule übernehmen möchten, neu im Amt des StuBO sind und/oder an einer grundlegenden Qualifizierung für diese Koordinationsaufgabe interessiert sind. Sie dienen damit der Professionalisierung der Lehrkräfte zur Übernahme dieses anspruchsvollen Aufgabenbereichs (entsprechend Referenzrahmen Schulqualität, Kriterium 5.4.1, A6).Im Mittelpunkt der Fortbildungen stehen die Rolle und die Aufgaben des StuBO im schulischen Entwicklungsfeld.
Die einzelnen Fortbildungen bauen inhaltlich aufeinander auf und sind als Fortbildungsreihe zu verstehen, die sich über mehrere digital und in Präsenz durchgeführte Veranstaltungen erstreckt und durch einen Kurs auf einer Lernplattform unterstützt wird.
Teil A
Die erste Veranstaltung setzt als Kick-Off beim grundlegenden Rollenverständnis des StuBO an und verdeutlicht den Stellenwert der beruflichen Orientierung als Schulprogrammarbeit.Die Verankerung der beruflichen Orientierung an der eigenen Schule wird in einer zweitägigen Veranstaltung (Teil B) aufgegriffen, um daran die Zielorientierung der Schulprogrammarbeit zu verdeutlichen. Dabei stehen die KAoA-Standardelemente und ihre Implementierung im Rahmen eines qualitätsorientierten BO-Curriculums und die Vernetzung der Koordinatorin bzw. des Koordinators für berufliche Orientierung innerhalb der Schule und mit außerschulischen Stellen im Mittelpunkt.
Der schulische Einsatz des Berufswahlpasses als Portfolio-Instrument für die Arbeit mit den Schülerinnen und Schülern ist Gegenstand des dritten Moduls der Fortbildungsreihe (Teil C). Die Veranstaltungsmodule B und C dienen dazu, Entwicklungsprozesse die berufliche Orientierung betreffend in der eigenen Schule anzustoßen und zu erproben.
Diese Praxis-Erfahrungen werden im letzten Fortbildungsmodul (Teil D) reflektiert und mit Bezug zu schulischer Qualitätssicherung weiterentwickelt. Folglich beziehen sich die Fortbildungen in ihrem Aufbau und Inhalt auf die im Referenzrahmen Schulqualität des MSB genannten Kriterien für die Lehrerbildung, insbesondere dem Ziel, dass Erkenntnisse aus allen Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen systematisch in die Qualitätsentwicklung der schulischen Arbeit einfließen (4.1.3, A9).
Für eine umfassende Qualifizierung sollten idealerweise alle Module besucht werden. Die Fortbildungszeit umfasst dann 40 Stunden. Die Teilnahme an einzelnen Modulen ist möglich.
Teil A: In einer halbtägigen Veranstaltung, die vorzugsweise online stattfindet, stehen die Rolle der Koordinatorinnen und Koordinatoren für berufliche Orientierung (StuBOs) und die Verortung der beruflichen Orientierung in der Schulprogrammarbeit im Mittelpunkt. Die Fortbildung unterstützt die Teilnehmenden darin, ihre Aufgaben in der Position des StuBOs zu klären, ihr Rollenverständnis innerhalb des eigenen schulischen Systems zu schärfen und die Vernetzung in außerschulischen Bereichen zu erkennen. Dabei werden auf Grundlage der Erlassvorgaben des Ministeriums für Schule und Bildung und der Standardelemente des Übergangsystems „Kein Abschluss ohne Anschluss“ die Zielsetzungen der beruflichen Orientierung dargelegt.
Teil B
In der zweitägigen Veranstaltung, die vorzugsweise in Präsenz durchgeführt wird, werden die in Teil A erworbenen Kompetenzen der Teilnehmenden in Bezug auf die Rolle, Aufgabenbereiche und die Vernetzung des StuBOs vertieft. Die Veranstaltung gibt einen Überblick über die konkreten Standard-Elemente von KAoA und thematisiert ihre Implementierung an der Schule im Kontext von Schulprogrammarbeit und schulischen Entwicklungszielen für die berufliche Orientierung. (Vgl. Kriterium 2.1.3 und 2.1.4 zu schulinternen Planungen und Zielen des Referenzrahmens Schulqualität.) Der Weiterentwicklung des so genannten BO-Curriculums einer Schule kommt hier eine besondere Bedeutung zu.In aktiven Lernübungen mit exemplarischen Elementen (Potenzialanalyse, Praxisphasen etc.) erproben die Teilnehmenden Methoden des Projektmanagements, der Kommunikationsführung in Gesprächen mit verschiedenen schulischen Partnern und der Qualitätssicherung und erhalten damit die Handwerkzeuge für die Arbeit in ihren Schulen. So wird die Berufliche Orientierung als Kooperationsaufgabe der Schule verdeutlicht (Kriterium 3.4.2). Zudem wird die Vernetzung der BO-Arbeit mit außerschulischen Partnern (Kommunale Koordinierungsstellen etc.) erläutert und erörtert. Ausgehend vom eigenen schulinternen BO-Curriculum definieren die Teilnehmenden erste Entwicklungsziele und skizzieren Umsetzungsverfahren. Unterstützt durch einen Kurs auf einer Lernplattform erproben die Teilnehmenden ihre Kompetenzen an ihren Schulen. Die Reflexion geschieht im virtuellen Kurs und innerhalb des Moduls D.
Teil C
Der Berufswahlpass NRW stellt eines der wesentlichen Standardelemente von KAoA zur Förderung der Berufswahlreife dar. Er ist ein Lern-, Arbeits- und Dokumentationsportfolio für Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I und II sowie für Schülerinnen und Schüler im Gemeinsamen Lernen (Berufswahlpass in leichter Sprache). Die Arbeit mit diesem Instrument unterstützt den Prozess der beruflichen Orientierung kontinuierlich ab Klasse 8 bis zum Verlassen der Schule. Das Ziel dieser Fortbildung ist, die „Berufliche Orientierung als Querschnittsaufgabe“ aller am System Schule Beteiligten zu verstehen und im gemeinsam gestalteten Umgang mit dem Berufswahlpass NRW praktisch umzusetzen. Daher stehen die Präsentation und Erarbeitung eines Modells zur fächerübergreifenden Einführung des BWPs in der Schule und die Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Implementierung des Portfolios in den Schulalltag im Mittelpunkt der Fortbildung.Teil D
In einer abschließenden halbtägigen Veranstaltung reflektieren die Teilnehmenden ihre erworbenen und erprobten Kompetenzen als Koordinatorinnen und Koordinatoren für berufliche Orientierung. Ausschärfung und Weiterentwicklung ihrer Rolle im schulischen Entwicklungsfeld stehen im Mittelpunkt der Veranstaltung.Durch eine gezielte Evaluation der bisher umgesetzten Standardelemente, der Entwicklung des BO-Curriculums an der Schule und die Formulierung von Entwicklungszielen für die berufliche Orientierung stärken und erweitern die Teilnehmenden ihre Kompetenzen als Koordinatorinnen du Koordinatoren für berufliche Orientierung.
Zielgruppe und Voraussetzungen
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