Theaterfortbildung: Biographisches Theater - gemeinsam von sich selbst erzählen
Grundinformationen
Schulform
Allgemeine Schulformen Sek. II
Inhalt
Das Biographische Theater schöpft aus der individuellen Lebens- und Erlebenswelt der Teilnehmenden. Es geht dabei nicht darum, das Erlebte eines Einzelnen realistisch abzubilden, sondern vielmehr um die Erstellung eines kollektiven Erfahrungshorizonts.
Persönliche Gedanken, Gefühle und Lebenserfahrungen einzelner werden mit Methoden der Ästhetisierung entfremdet und bieten damit die Grundlage für das szenische Material, das zu einer Collage zusammengesetzt wird. So kann ein eigenständiges Werk entstehen, das sich durch viele Eigenanteile und Beiträge der Teilnehmenden auszeichnet. Alternativ kann auch ein literarischer Text als Vorlage dienen - hier setzen die Teilnehmenden ihre biographischen Anteile mit dem Text in Bezug. Der Reiz für Schülerinnen und Schüler liegt im biographischen Ansatz in der Nähe zur eigenen Person und zur Gruppe, d.h. der Fortbildungsbaustein setzt so nah an der Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler an wie mit kaum einer anderen Art von Theater.
Beide Möglichkeiten werden in der Fortbildung vorgestellt und praktisch erprobt:
Am ersten Fortbildungstag werden authentische Erlebnisse und Erfahrungen der Teilnehmenden zum Ausgangspunkt, die wir über Verfahren der Ästhetisierung und Verdichtung zu Theaterszenen entwickeln.
Am zweiten Tag werden wir über angeleitete Improvisationen und kreative Schreibansätze zu kleinen Theaterszenen kommen, wobei Franz Kafkas Erzählung „Die Verwandlung“ hier die Grundlage bilden wird.
Da die Veranstaltung auf Nachhaltigkeit angelegt ist, erfordert sie zwei Fortbildungseinheiten. Dazwischen liegt eine Transferphase. Eine Teilnahme ist nur bei einer Anmeldung für beide Tage möglich. Mitzubringen sind bequeme Schuhe, bewegungsfreundliche (gerne dunkle / schwarze) Kleidung - und die Bereitschaft, für einen künstlerischen Prozess von sich selbst zu erzählen.
Bezüge zum RRSQ
- 2.2 – Kompetenzorientierung
- 2.4 – Schülerorientierung und Umgang mit Heterogenität
- 2.5 – Kognitive Aktivierung
Zielgruppe und Voraussetzungen
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