Vergleichendes Sehen – Anschauliches Denken: Museumspädagogische Praxis im Kunstunterricht (Sek. I/II)

Angebotsnummer (ANR): 104010

Grundinformationen

Schulform

Allgemeine Schulformen Sek. II

Bereich / Teilbereich

Standard - und kompetenzor. UE in den Fächern / Kunst

Inhalt

Vernetzt sein – es gibt kaum ein Grundbedürfnis, das für die Schüler:innen wichtiger ist – ob im Freundeskreis oder den sozialen Medien. Vernetzt zu sein ist aber nicht allein ein Grundbedürfnis sozialer Interaktion – vernetzt zu sein bedeutet auch, vernetzend zu denken, Informationen kritisch zu hinterfragen und gesellschaftliche Verhältnisse (de)konstruieren zu lernen.
Wir möchten in der Fortbildung „Vergleichendes Sehen – Anschauliches Denken“ Möglichkeiten eröffnen, wie durch eine gezielte Neubetrachtung der thematischen Obligatorik der Kernlehrpläne und Vorgaben Kunstunterricht vernetzend gestaltet werden kann. Dabei geht es immer um die Frage, wie Kunst auf drängende gesellschaftliche Themen reagiert und umgekehrt, wie gesellschaftliche Themen durch Kunst angestoßen werden können.
Eine besondere Rolle soll hierbei der museumspädagogischen Praxis beigemessen werden. Diese bietet im Kunstunterricht oft ungenutzte Möglichkeiten rezeptive und produktive Erfahrungen miteinander zu verzahnen. Mit der Fortbildung möchten wir Ihnen Anregungen bieten, Unterrichtsreihen nicht allein auf Grundlage von Techniken oder einzelnen Künstler:innen zu gestalten, sondern gesellschaftlich relevante Themen (z.B. Geschlechterrollen, soziale Ungleichheit oder die Beeinträchtigungen durch Covid) in den Fokus der Unterrichtsplanung zu rücken, ohne in der Sek. II die Künstler:innen in den Abiturvorgaben zu vernachlässigen. Ein Kunstunterricht, der schon in seiner Planung die Vernetzungsmöglichkeiten zwischen verschiedenen künstlerischen Positionen mitbedenkt, soll Schüler:innen dazu befähigen, die gesellschaftliche Bedingtheit dieser künstlerischen Positionen zu erkennen und die Funktionsweisen des künstlerischen Diskurses zu durchschauen.
Im Rahmen der Fortbildung werden darüber hinaus Methoden der museumspädagogischen Praxis, z.B. der Bilderatlas oder die Arbeit als Kurator:in, erprobt und in ihrem Potential für den Kunstunterricht reflektiert. In einer praktischen Phase der Fortbildung soll außerdem die Erstellung eines Museumsmodells als mögliche Vermittlungsform erprobt werden. Durch den Bau von Museumsmodellen erfahren Sie anwendungsbezogen, wie Kunst durch Kunst vermittelt werden kann und wie Sie Schüler:innen anleiten, Kunst zu vermitteln.
Als schulinterne Fortbildung können hierbei auch, je nach Schulstandort und Bedarf, individuelle Schwerpunkte gesetzt werden.

Bezüge zum RRSQ:
2.2 – Kompetenzorientierung
2.4 – Schülerorientierung und Umgang mit Heterogenität
2.5 – Kognitive Aktivierung

Zielgruppe und Voraussetzungen

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Kontakt

Fachberatung Fortbildung

Kirsten Ludewig-Paffrath

E-Mail: kirsten.ludewig-paffrath@brk.nrw.de

Tel: +49 221 147-2266

Sachbearbeitung

Merve Nur Cekinmez

E-Mail: merve.cekinmez@brk.nrw.de

Tel: +49 221 147-2595

Anmeldung

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