Fortbildungsdetails

Prävention und Intervention bei Lernstörungen

ANR: 102352 Schulform: Allgemeine Schulformen Bereich/Teilbereich: Schule als System gestalten und entwickeln / Fortbildung für Schulen auf dem Weg zur Inklusion Direkter Link: 102352 (öffnet in neuem Fenster) Gruppe: Alle Angebote aus dieser Gruppe
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Inhalt

Ziele der Veranstaltung:
Die Teilnehmenden entwickeln ein vertieftes wissenschaftliches Verständnis von Lernschwierigkeiten, deren Entstehung und Klassifikation, indem sie:
  • das Begriffsfeld Lernschwierigkeiten differenziert verstehen und einordnen können.
  • zentrale Dimensionen der Lernförderung (z.B. Arbeitsgedächtnis, Motivation, Metakognition…) erkennen und deren Bedeutung für den Lernprozess reflektieren.

Die Teilnehmenden üben ausgehend von den Bedarfen und Stärken des einzelnen Schülers bzw. der einzelnen Schülerin die Nutzung diagnostischer Befunde für die Planung, Konzeptionierung, Durchführung und Evaluation der Förderung, indem sie:
  • Förderplanung und Diagnostik gezielt einsetzen.
  • grundlegende Prinzipien der Förderdiagnostik kennen lernen und anwenden.
  • Fördermaßnahmen individuell und prozessbegleitend planen und evaluieren.

Die Teilnehmenden erwerben Kenntnisse über präventive und intervenierende Fördermaßnahmen, indem sie:
  • ihr didaktisch-methodisches Wissen in Bezug auf lernförderliche Kompetenzen erweitern.
  • konkrete Maßnahmen zur Förderung exekutiver Funktionen, der Selbststeuerung und der Lernmotivation kennenlernen und anwenden.
  • wirksame Strategien für den Umgang mit heterogenen Lerngruppen entwickeln und auf den eigenen Unterricht übertragen.

Die Teilnehmenden reflektieren ihre Haltung und Rolle als Lehrkraft/Mitarbeitende im multiprofessionellen Team, indem sie
  • das eigene professionelle Selbstverständnis im Umgang mit Schülerinnen und Schülern mit Lernschwierigkeiten schärfen.
  • inklusionssensibel und ressourcenorientiert reagieren können.


Inhalt und Aufbau:
In einer inklusiven Schule lernen Schülerinnen und Schüler mit und ohne
sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf gemeinsam. In einer Lerngruppe sind so Schülerinnen und Schüler verschiedenster Begabungen vertreten.
Die Aufgabe der Lehrkräfte besteht darin, das Gemeinsame Lernen als Prozess zu gestalten, in dem alle Lernenden entsprechend ihrer Lernvoraussetzungen Lernerfolge erzielen. Für Lehrkräfte bedeutet das die Notwendigkeit, vorhandene pädagogische und didaktische Kompetenzen, um Kenntnisse im Bereich der Lernstörungen zu erweitern und sich zusätzliche Methoden für eine möglichst effektive Lernförderung an zu eigenen.

Die folgende Auflistung gibt einen Überblick über die geplanten Inhalte der Fortbildung:
  • Lernstörungen und Lernbehinderung: Begriffsfeld und Dimensionen
  • Individuelle Förderplanerstellung
  • effektive Fördermaßnahmen
  • bewährte Förderprogramme
  • Hilfreiche Methoden für den inklusiven Unterricht
  • Konkrete Ideen für lernförderliche Strukturen

Die Fortbildung findet in synchronen als auch asynchronen Anteilen statt, bei denen sich Input und Arbeitsphasen zur eigenen Planung der Förderung und des Unterrichts abwechseln. Zwischen den gemeinsamen Tagen erproben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Umsetzung im eigenen Unterricht. Die Erfahrungen werden anschließend gemeinsam reflektiert und durch weitere Inhalte ergänzt.
Fragestellungen und Herausforderungen des Gemeinsamen Lernens werden als Regelfall der Planungen berücksichtigt.


spezielle Hinweise:
Benötigtes Material: digitales Endgerät (Tablet / Laptop)


Bezug zum Referenzrahmen Schulqualität NRW (RRSQ):
  • 1.1 Fachliche und überfachliche Kompetenzen
  • 2.1 Ergebnis- und Standardorientierung
  • 2.2 Kompetenzorientierung
  • 2.4 Schülerorientierung und Umgang mit Heterogenität
  • 2.5 Kognitive Aktivierung
  • 2.6 Lern- und Bildungsangebote
  • 2.7 Lernerfolgsüberprüfung und Leistungsbewertung
  • 2.8 Feedback und Beratung


Bezug zum Medienkompetenzrahmen:
  • 1.2 Digitale Werkzeuge
    Verschiedene digitale Werkzeuge und deren Funktionsumfang kennen, auswählen sowie diese kreativ, reflektiert und zielgerichtet einsetzen.
  • 4.1 Medienprodukte adressatengerecht planen, gestalten und präsentieren; Möglichkeiten des Veröffentlichens und Teilens kennen und nutzen.
Zielgruppe und Voraussetzungen
Lehrkräfte der o.g. Schulformen Zur systematischen Verankerung der Fortbildungserkenntnisse im Kollegium ist die Anmeldung von zwei oder mehreren Lehrkräften einer Schule möglich und begrüßenswert.

Fachberatung Fortbildung

Maike Masurat

E-Mail: maike.masurat@brk.nrw.de

Tel: +49 221 147-2920

Sachbearbeitung

Simone Eberwein

E-Mail: simone.eberwein@brk.nrw.de

Tel: +49 221 147-2638