Lyrik verfilmen
Grundinformationen
Schulform
Allgemeine Schulformen Sek. II
Inhalt
Gedichte zeichnen sich einerseits durch sprachliche Dichte und andererseits durch ihre inhaltliche Komplexität aus und stellen damit gleichzeitig die kürzeste literarische Form dar. Dies macht Lyrik nicht zuletzt auch für die Filmarbeit zu einem spannenden Gegenstand, da hier mit Bildern, Klängen, Sprache, Ausstattung, Farbgebung und Licht vielfältig gearbeitet bzw. interpretiert werden kann.
Ziel der Fortbildung ist es, Lehrkräfte in die praktische Filmarbeit zum Thema „Lyrik“ einzuführen. Sie lernen filmische Gestaltungsmittel kennen und erproben diese im eigenen Umgang mit Foto- bzw. Filmkamera. In der Entwicklung eines Drehbuchs und Storyboards entwerfen die Teilnehmenden ein Konzept zur Verfilmung eines Gedichtes und setzen dieses filmisch um. Dabei wird auch auf die theoretischen Ansätze zur theatralen Umsetzung von Lyrik zurückgegriffen.
Die Inhalte dieser Fortbildung sind für den direkten Einsatz im kompetenzorientierten Literaturunterricht geeignet.
Den Teilnehmenden werden grundlegende Werkzeuge an die Hand gegeben, mit welchen sie Schülerinnen und Schüler dazu verhelfen können, ihr Verständnis von Gedichten durch das Medium Film auszudrücken und damit gleichermaßen zu erweitern.
Am zweiten Tag der Fortbildungsveranstaltung sammeln die Teilnehmenden Erfahrungen im Filmschnitt. Dabei fügen sie das an Tag 1 gedrehte Material zu einem eigenen Poetryclip zusammen. Insgesamt durchlaufen die Teilnehmenden den kompletten Prozess einer Lyrikverfilmung – von der Planung über die Dreharbeiten bis hin zur Postproduktion (Filmschnitt).
Den Teilnehmenden wird ein Reader mit allen notwendigen Materialien zur Fortbildungsveranstaltung zur Verfügung gestellt.
Bezüge zum RRSQ
- 2.1 Ergebnis- und Standardorientierung
- 2.2 Kompetenzorientierung
- 2.4 Schülerorientierung und Umgang mit Heterogenität
- 2.5 Kognitive Aktivierung
Zielgruppe und Voraussetzungen
Die Fortbildung richtet sich an alle Lehrkräfte des SII-Faches Literatur sowie interessierte Kolleginnen und Kollegen verwandter Fächer (v.a. Darstellen und Gestalten, Kunst, Musik, Deutsch, Sprachen), aber auch im AG-Bereich (Musical, Theater, Film, audiovisuelle Medien etc.). Vorkenntnisse im Umgang mit Kameras (z.B. iPad, Smartphone, Spiegelreflex) und Schnittprogrammen, wie sie z.B. in der Veranstaltung „Einführung in die Filmproduktion“ vermittelt werden, sind wünschenswert. Die Teilnahme an allen Terminen wird vorausgesetzt.