Schultheater in Bewegung. Chancen des Bewegungstheaters

Angebotsnummer (ANR): 102231

Grundinformationen

Schulform

Allgemeine Schulformen Sek. II

Inhalt

Bewegungstheater wird seit jeher als Nischendisziplin eher skeptisch beäugt. Zu abstrakt, zu kompliziert und im schlimmsten Fall auch noch albern. Dabei beginnt Bewegungstheater mit dem ersten Schritt auf die Bühne. Diese Körperarbeit kontrollierbar und bewusst zu gestalten, ist Basisaufgabe eines jeden Theaterunterrichts. Darüber hinaus kann das Bewegungstheater eine unglaubliche Chance für jede Theateraufführung sein. So können abstrakte, komplexe oder extreme Szenen eines Dramas durch Bewegungselemente in der Gruppe klarer erzählt oder sogar um eine zusätzliche Bedeutungsebene ergänzt werden.
Der Hexenritt auf der Walpurgisnacht, die Verwandlung von Gregor Samsa in einen Käfer, die Steinigung der Andorraner, Woyzecks Schizophrenie, der Kindermord Medeas oder Peter Pans Flug über London – diese Szenenbilder und etliche mehr wirken im ersten Moment als unmöglich zu inszenierende Ausschnitte und dennoch können sie der Schlüssel zu einem unvergesslichen Theaterabend sein, wenn sie sich der Kraft und Bildstärke des Bewegungstheaters bedienen. Die Musik fordert dabei zum theatralen Spiel auf und initiiert Bewegungsabläufe, die eine Geschichte erzählen oder eine Stimmung fördern können.
Dafür muss niemand tanzen können, besonders sportlich, schlank oder rhythmisch begabt sein! Und eben das ist das Tolle an der gemeinsamen Bewegung in der Gruppe - jeder kann dabei sein und -diesen Satz sagt man wirklich selten in der Schule – je mehr Schüler*innen desto besser. Inklusion par excellence – zwischen drei und hundert Personen ist alles möglich und kann jede Inszenierung in ganz besonderer Weise aufwerten und modernisieren.
In unserer zweitägigen Fortbildung bestimmen wir zum Einstieg anhand von berühmten Beispielen der letzten Jahre die Kraft und die Intention des Bildes im zeitgenössischen Theater (René Pollesch, Richard Segal, Karin Beier, Pina Bausch, Christoph Schlingensief, Anima etc.) und lernen Basisübungen aus dem Bereich Bewegung kennen, die mit Schülern und Schülerinnen direkt umgesetzt werden können. Dabei stehen individuelle Bewegungsansätze, Gruppendynamik im Raum sowie erste choreographische Sequenzen im Vordergrund.
Darauf aufbauend werden wir verschiedene Szenen aus bekannten Dramen mit Hilfe von einfachen Spielmitteln umsetzen und bildreich inszenieren. Eine theoretische Einbettung wird gegeben, wobei die Praxis in jedem Fall Fokus der Fortbildung sein wird.
Bitte bringen Sie schwarze, bewegungsfreundliche Kleidung mit und wenn möglich eine Yogamatte.



Bezüge zum RRSQ

  • 2.1 Ergebnis- und Standardorientierung
  • 2.2 Kompetenzorientierung
  • 2.4 Schülerorientierung und Umgang mit Heterogenität
  • 2.5 Kognitive Aktivierung

Zielgruppe und Voraussetzungen

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Kontakt

Fachberatung Fortbildung

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Sachbearbeitung

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