„Alltag wird Kunst?!“ Entwicklung einer Differenzierungsmatrix am Beispiel der Objektkunst (Kunst SI)
Grundinformationen
Schulform
Allgemeine Schulformen Sek. I (mit GY), Förder- und Klinikschulen
Bereich / Teilbereich
Standard - und kompetenzor. UE in den Fächern / Kunst
Inhalt
Unter Objektkunst werden Kunstwerke verstanden, in denen Alltagsgegenstände verwendet werden. Sie können aus ihnen bestehen, zusammengesetzt werden und/ oder malerisch oder plastisch ergänzt werden. Man bezeichnet als Objektkunst also Ready-mades, Objets trouvés, Objektmontagen, Environments und vieles mehr.
Die Schülerinnen und Schüler kennen Alltagsgegenstände unter dem Aspekt des Gebrauchswertes, als Ware, als Statussymbol oder auch als Produkt menschlicher Arbeit. Aufgrund der Auseinandersetzung mit der Objektkunst sollen die Schülerinnen und Schüler ihr traditionelles Rezeptionsmuster in Bezug auf die behandelten Kunstrichtungen nachhaltig verändern und mit einem erweiterten Kunstverständnis ihre bisherigen Betrachtungsperspektiven in Frage stellen.
Im Rahmen der Fortbildung wird die Differenzierungsmatrix sowohl als ein pädagogisch-didaktisches Handlungsmodell der Unterrichtsplanung als auch ein Modell der individualisierten Leistungsbewertung vorgestellt. Die Differenzierungsmatrix ist daher ein Planungsmodell zur Unterrichtvorbereitung, das
- "Lehrer/innen bei der Öffnung und Ausdifferenzierung des Unterrichts unterstützt,
- den Verzicht auf „individualisierte“ Lehrpläne für Schülerinnen und Schüler ermöglicht,
- die Vorbereitung eines Angebotes für die gesamte Heterogenität der Lerngruppe erlaubt und
- allen Schüler/innen einen potentiellen Zugang zu den üblichen Bildungsinhalten, Themen und Lerngegenständen eröffnet."
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Die Matrixarbeit stellt somit ein strukturiertes Unterrichtsangebot dar, das inklusives Lernen ermöglicht. Das kommunikative Miteinander und die sozialen Kompetenzen bei der Forschung nach Lösungen werden während der Arbeit mit der Differenzierungsmatrix nachhaltig gefördert.
Ziel der Veranstaltung ist es nunmehr, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer über eine handelnde Auseinandersetzung die Matrixarbeit kennenlernen, einzelne Elemente am Beispiel der Objektkunst erproben und durch eigene Bestandteile die „Differenzierungsmatrix“ erweitern.
Die Kompetenzbereiche Rezeption und Produktion werden hierbei berücksichtigt und die Inhaltsfelder Bildgestaltung und Bildkonzepte der Kernlehrpläne Kunst Sek. I aller Jahrgangsstufen kommen zur Anwendung.
Die Fortbildung eröffnet die Möglichkeit, das Thema „Objektkunst“ im Team als Differenzierungsmatrix zu planen und die Materialien gemeinsam zu erstellen. Aufgrund eigener Erfahrungen in praktischen Einheiten durchdringen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Struktur der Differenzierungsmatrix und können die ausgearbeiteten Elemente für die Umsetzung im eigenen Unterricht nutzen.
Es werden Vereinbarungen getroffen, durch die im Anschluss die exemplarisch entwickelten Matrixelemente erprobt werden. Die in der Erprobungsphase gewonnen Erfahrungen dienen im abschließenden Modul als Grundlage zur Reflexion. Hieraus entwickeln die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine kriterienorientierte Leistungsbewertung.
Bezüge zum RRSQ
- 2.4 Schülerorientierung und Umgang mit Heterogenität
- 2.5 Kognitive Aktivierung
- 2.8 Feedback und Beratung
Zielgruppe und Voraussetzungen
Lehrkräfte für das Fach Kunst (Sek. I)