Sprache als Werkzeug im Geschichtsunterricht
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102177
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Grundinformationen
Schulform
Allgemeine Schulformen Sek. II
Bereich / Teilbereich
Standard - und kompetenzor. UE in den Fächern / Geschichte
Inhalt
Die Sprache ist im Geschichtsunterricht das wichtigste Analyse-, Interpretations- und Bewertungsinstrument. Allerdings bergen die Werkzeuge, die uns die Sprache in Form von Begriffen zur Verfügung stellt, um aus Vergangenem Geschichte zu machen, einige Tücken: Manche scheinen schwer zugänglich, manche vage, andere suggerieren aufgrund ihrer Nähe zu unserer Alltagssprache eine problemlose Übernahme, die auf Irrwege führt.
- Dazu kommt, dass im Geschichtsunterricht sehr unterschiedliche sprachliche Register aufeinandertreffen: Aus ihrer Alltagssprache, der unterrichtlichen Bildungs- und Fachsprache der Schule sowie der Sprache von Quellen und Darstellungen sollen und müssen Schülerinnen und Schüler ihr Wissen über Geschichte konstruieren – und das in der Regel ebenfalls sprachlich.
- Die Fortbildung möchte für das sprachliche Instrumentarium des Geschichtsunterrichts sensibilisieren. Dazu werden auf drei Ebenen Ansätze vorgestellt, erprobt und diskutiert, um den fachsprachlichen Werkzeugkoffer zu verfeinern: Im Bereich der Fachterminologie und Darstellungen werden erstens Methoden wie die direkte Instruktion oder das Anlegen von Begriffskarten ausprobiert.
- Zweitens können auf der Ebene der Vorbereitung und Bearbeitung von Quellen Möglichkeiten kennengelernt werden, allen Schülerinnen und Schülern einen fachlich angemessenen Zugang zu historischen Quellen zu ermöglichen. Schließlich soll es darum gehen, Unterrichtsgespräche im Sinne eines fachlichen Diskurses reflektierter und differenzierter zu gestalten.
- Das Ziel ist es, einen Beitrag dazu zu leisten, Sprache im Geschichtsunterricht bewusst einzusetzen und so Schülerinnen und Schüler mit fachlichen Instrumenten zum historischen Erkenntnisgewinn auszustatten. Denn letztlich bedeutet im Geschichtsunterricht fachliches immer auch sprachliches Lernen.
Bezüge zum RRSQ:
- 2.9 Bildungssprache und sprachsensibler (Fach-)Unterricht.
- 2.5 Kognitive Aktivierung
- 2.1 Ergebnis- und Standardorientierung
Zielgruppe und Voraussetzungen
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