Kleist vernetzt gedacht - Vernetzung als didaktisches Prinzip am Beispiel von Kleists Drama „Der zerbrochne Krug“ (ab Abitur 2026)
Grundinformationen
Schulform
Allgemeine Schulformen Sek. II
Bereich / Teilbereich
Standard - und kompetenzor. UE in den Fächern / Deutsch
Inhalt
Ziel ist es, Vernetzung als didaktisches Prinzip für einen kompetenzaufbauenden Literaturunterricht in der GyOSt zu nutzen, um die Lernenden beim systematischen Vernetzen und Vergleichen dramatischer und multimodaler Texte mit Hilfe textübergreifender Verfahren und Strategien am Beispiel der Pflichtlektüre „Der zerbrochne Krug“ (H. v. Kleist) zu begleiten.
Ein wichtiger Bestandteil der Fortbildung ist die Auseinandersetzung mit den Abiturvorgaben (ab dem Jahr 2026) und deren Konkretisierungen im Kernlehrplan. Insbesondere geht die Fortbildung auf die Anforderungen ein, die durch die neuen Vorgaben in Bezug auf multimodale Texte, vernetzendes Arbeiten, die spezifischen Operatoren und die neue Pflichtlektüre (Drama) gestellt werden. Es wird aufgezeigt, wie diese Vorgaben konkret in den Unterricht integriert werden können, um den Schülerinnen und Schülern ein vertieftes Verständnis von Dramentexten und multimodalen Inhalten zu ermöglichen.
Die Fortbildung umfasst zwei Termine sowie eine Transferphase. Im ersten Teil steht dabei die Verknüpfung eines mulitmodalen Produktes in Form einer beispielhaften Inszenierung mit dem Primärtext im Fokus. Dabei sollen rezeptionsästhetische Zugänge im Spannungsfeld zwischen Bühneninszenierung und Dramentext erprobt sowie der didaktische Mehrwert der Verknüpfung für den Einsatz im Unterricht reflektiert werden.
In der anschließenden praxisorientierten Transferphase (4-6 Schulwochen) wird Ihnen die Möglichkeit gegeben, das Prinzip der Vernetzung von mulitmodalem Produkt und Dramentext in Ihrem eigenen Unterricht zu erproben. Dies ist nicht nur in der Qualifikationsphase zum Abiturtext möglich, sondern auch in anderen Jahrgangsstufen und mit anderen dramatischen, aber auch epischen Texten und deren multimodaler Gestaltung. So können Sie die Transferphasen in jedem Fall sinnvoll gestalten. Die Veranstaltungen greifen später jeweils Ihre entsprechenden Unterrichtserfahrungen auf. Die von Ihnen erstellten Materialien werden auf einer digitalen Pinnwand gesammelt und somit allen zur Verfügung gestellt, sodass Sie diese in Ihrem Unterricht nutzen können.
Im zweiten Teil der Veranstaltung erhalten Sie die Möglichkeit zu einem Austausch über die unterrichtlichen Erfahrungen aus der Transferphase. Im Anschluss werden Lernaufgaben im GK und LK der GyOSt in den Blick genommen, die das Prinzip der Vernetzung bzw. des ver-netzenden Lernens/Denkens beinhalten. Dies können Sie sowohl an den selbstmitgebrachten Dramentexten oder an zur Verfügung gestellten Dramenauszügen erproben. Hierbei werden die Operatoren „vergleichen“ und „in Beziehung setzen“ für vernetzende Interpretationen näher betrachtet.
In allen Teilen der Veranstaltung veranschaulichen die Moderierenden das jeweilige Konzept und die jeweiligen Methoden anhand verschiedener Beispiele (Inszenierung, Primärtext, Vergleichstexte) zum Thema „Der zerbrochene Krug“ von Heinrich v. Kleist (Abiturthema ab 2026).
Alle in der Fortbildung verwendeten und erstellten Materialien, inklusive Reader, werden in digitaler Form auf einer Edumap allen Teilnehmenden zur Verfügung gestellt.
Bitte achten Sie in der Ausschreibung darauf, ob die Fortbildung analog, digital oder hybrid (1. Tag digital, 2. Tag Präsenz) angeboten wird.
Bitte halten Sie für die als ‚online‘ ausgewiesenen Termine ein entsprechendes dienstliches Endgerät mit Kamera und Mikrofon bereit.
Zeitrahmen:
1. Teil: 13:00 bis 16:30 Uhr2. Teil: 09:00 bis 16:00 Uhr
Bezug zum Referenzrahmen Schulqualität:
- 2.1 Ergebnis- und Standardorientierung
- 2.2 Kompetenzorientierung
- 2.5 Kognitive Aktivierung
Zielgruppe und Voraussetzungen
Die Fortbildung richtet sich in erster Linie an Kolleginnen und Kollegen, die in der Sek II unterrichten. Um die Fortbildungsstandards der Prozessorientierung und Nachhaltigkeit zu realisieren und die Anregungen der Fortbildung einfacher und nachhaltiger umzusetzen, ist es sehr wünschenswert, dass möglichst zwei Kolleginnen/Kollegen einer Schule als Tandempartner an der Veranstaltung teilnehmen.