„Kann man eine Ampel programmieren?“ Coden lernen – Einführung in das Programmieren im Sachunterricht der Primarstufe

Angebotsnummer (ANR): 102078

Grundinformationen

Schulform

Alle Schulformen der Primarstufe

Bereich / Teilbereich

Standard - und kompetenzor. UE in den Fächern / Sachunterricht

Inhalt

Die Kompetenz des Programmierens/Codens ist im Bereich der Säule 6 Problemlösen und Modellieren des Medienkompetenzrahmens und im Lehrplan Sachunterricht NRW im Bereich Technik, digitale Technologien und Arbeitswelt verortet. Die Teilnehmenden lernen in der Fortbildung anhand praktischer Beispiele das Programmieren systematisch kennen und anwenden. Alle Übungen sind für das 3.und 4. Schuljahr konzipiert und erprobt. Sie sind auch für programmierunerfahrene Teilnehmende gut geeignet.

Zum Aufbau einer tragfähigen Programmierkompetenz erarbeiten sich die Teilnehmenden in einem ersten Schritt zunächst ohne Soft- und Hardware die innere Logik eines Computerprogramms. Dieses sogenannte „Offline-Coden“ hat sich fachdidaktisch und unterrichtspraktisch bewährt.
In einem zweiten Schritt werden die Programme dann beim „Online-Coden“ mit dem frei verfügbaren Editor NEPO (Open Roberta) geschrieben und auf den Minicomputer „Calliope mini“ übertragen, so dass sie sofort praktisch anwendbar sind. Aus dieser Anwendung heraus ergeben sich jeweils vielfach Impulse zur kreativen Modifizierung der geschriebenen Programme.

Dabei werden auch die grundlegenden Fachbegriffe des Programmierens erarbeitet. Es werden Beispiele gegeben, die Fachsprache - im Kontext eines sprachsensiblen Unterrichts - an die Schülerinnen und Schüler zu vermitteln.

Anbindung an den Lehrplan Sachunterricht:
Das Coden kann auf vielfältige Weise an die Themen des Sachunterrichts angebunden werden. In der vorliegenden Fortbildung wird es beispielhaft anhand des sachunterrichtlichen Themas Mobilität erlernt: Wir programmieren z.B. Blinklichter, Ampelschaltungen, Informationstafeln und Alarmanlagen. Hierbei wird auf eine sukzessive Steigerung des Niveaus geachtet, so dass ein tragfähiges Coding-Know-How aufgebaut wird. Beim Prozess des Programmierens bewegen wir uns im steten Wechselspiel zwischen Instruktion von Grundkenntnissen und kreativer Weiterentwicklung.

Ein wesentlicher Fokus der Fortbildung ist das Programmieren als Problemlöseprozess und als alltagsbezogenes Modellieren in einem herausfordernden, aktivierenden Kontext. Das kreative Modifizieren und Variieren der vorgegebenen Programme evoziert ein fundiert selbständiges Lernen mit einem hohen Grad an Motivation. Die Coding-Aufgaben enthalten natürliche Differenzierungen, so dass sie auf unterschiedlichen Niveaustufen und individuellen Lernwegen bearbeitbar sind.
Das Coden lernen bietet den SuS in besonderem Maße die Gelegenheit, Leistungen zu erbringen, die praktisches und theoretisches Arbeiten miteinander verknüpfen. Die folgerichtigen Schritte, einen schlüssigen Algorithmus zu entwickeln, und nicht zuletzt der funktionierende Code selbst, ermöglichen sowohl eine prozessuale als auch ein ergebnisorientierte Leistungsbewertung.
Hinweise:

  • Von den Teilnehmenden werden keinerlei Vorkenntnisse erwartet
  • Minicomputer „Calliope mini“ werden von dem Moderationsteam zur Verfügung gestellt
  • WLAN-fähige dienstliche Endgeräte (Notebooks, Tablets) werden von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern selbst gestellt
  • Die Veranstaltung ist als ganztägige Veranstaltung konzipiert, welche ggf. auch an zwei Nachmittagen durchgeführt werden kann
  • Bei Bedarf kann stattdessen auch ein 4-stündiger Basiskurs gebucht werden

Bezug zum RRSQ:

  • 2.2 Kompetenzorientierung
  • 2.5 Kognitive Aktivierung
  • 2.10 Lernen und Lehren im digitalen Wandel

Zielgruppe und Voraussetzungen

Lehrkräfte der Primarstufe

Kontakt

Fachberatung Fortbildung

Sandra Hasenclever

E-Mail: sandra.hasenclever@brk.nrw.de

Tel: +49 221 147-2150

Sachbearbeitung

Christiane Ehrecke

E-Mail: christiane.ehrecke@brk.nrw.de

Tel: -

Anmeldung

Mail an rtf@brk.nrw.de