‚Leistungserziehung‘ im Sachunterricht - Eine Chance für eine förderliche Leistungskultur
Grundinformationen
Schulform
Alle Schulformen der Primarstufe
Bereich / Teilbereich
Standard - und kompetenzor. UE in den Fächern / Sachunterricht
Inhalt
Ziel ist die Entwicklung eines Leistungskonzeptes am Beispiel des Sachunterrichts, welches auf erarbeiteten gemeinsamen Haltungen zum Thema „Leistung“ basiert. Dieser Prozess wird von den Moderatorinnen und Moderatoren eng begleitet. Zudem werden strukturelle Instrumente und Hilfen an die Hand gegeben.
Eine Basis ist die Entwicklung schulischer Leitgedanken zur Leistungskultur. Diese werden als gemeinsame tragfähige Überzeugungen - unter Berücksichtigung der schulischen Ausgangslage, der verschiedenen Perspektiven auf „Leistung“ seitens des Kollegiums sowie der Vorstellungen der Schülerinnen und Schüler – herausgearbeitet und mit den vorliegenden rechtlichen Rahmenbedingen (Richtlinien und Lehrpläne, Referenzrahmen Schulqualität des Landes NRW)
und dem pädagogische Leistungsbegriff abgeglichen. Alle Schritte erfolgen in Anbindung an das bestehende schulinterne Curriculum.
Im Fortbildungsprozess werden diese grundlegenden Leitgedanken am Fach Sachunterricht konkretisiert: Der Sachunterricht bietet mit seinen Besonderheiten der praktischen Leistungen, des unmittelbaren Alltagsbezugs und der Fokussierung auch auf übergreifende, prozessorientierte Kompetenzen besondere Chancen, alle Schülerinnen und Schüler individuell zur Leistung zu ermutigen und ihnen vielfältige Wege zur Leistungserbringung aufzuzeigen. Eine zentrale Bedeutung kommt dabei herausfordernden Lernaufgaben zu, die besonders geeignet sind, Kinder entsprechend ihren individuellen Kompetenzen und Neigungen zu fordern und zu fördern. Am Beispiel herausfordernder Lernaufgaben werden folgende vier Aspekte der Leistungserziehung in den Blick genommen:
- Leistung ermöglichen, zur Leistung erziehen
- Leistung wahrnehmen
- Leistung würdigen und rückmelden
- Leistung bewerten
Innerhalb der gesamten Fortbildungsmaßnahme ist deren prozesshafte Ausrichtung ein besonderes Anliegen: Vor jeder Veranstaltung werden auf der Basis des bestehenden Fortbildungsstandes Vereinbarungen zur konkreten Weiterarbeit mit der Schule abgestimmt, welche zwischen den einzelnen Fortbildungsbausteinen durch das Kollegium praktisch erprobt oder umgesetzt werden. Die Zwischenergebnisse werden fortlaufend evaluiert und in Rücksprache mit der Schule im weiteren Verlauf der Fortbildungsmaßnahme berücksichtigt.
Bezug zum RRSQ:
- 2.2 Kompetenzorientierung
- 2.5 Kognitive Aktivierung
- 2.7 Lernerfolgsüberprüfung und Leistungsbewertung
- 2.8 Feedback und Beratung
Zielgruppe und Voraussetzungen
Lehrkräfte der Primarstufe Die Fortbildung ist im Gesamten auf 4 Termine mit jeweils mindestens einem Halbtag konzipiert und prozessbegleitend auf einen längeren Zeitraum hin angelegt. Die Fortbildung kann nur schulintern gebucht werden.