Pädagogische Leistungskultur im Mathematikunterricht
Grundinformationen
Schulform
Alle Schulformen der Primarstufe
Bereich / Teilbereich
Standard - und kompetenzor. UE in den Fächern / Mathematik
Inhalt
Das Thema Leistungserziehung bietet zahlreiche Anknüpfungspunkte für die schulinterne Unterrichtsentwicklung und die praktisch-methodische Arbeit im Mathematikunterricht. Ziel der Fortbildung ist es, im Prozess der Leistungswahrnehmung, -feststellung und -bewertung mehr Transparenz zu schaffen. Die im Lehrplan geforderten Aspekte zur Förderung und Bewertung von Leistungen sowie die Heterogenität der Lerngruppen erfordern es, traditionelle Formen der Leistungsbewertung zu überdenken und weiterzuentwickeln.
Zu Beginn der Fortbildung erhalten die Teilnehmenden einen Überblick zu den theoretischen und rechtlichen Grundlagen der Leistungserziehung (Schulgesetz, AO-GS, AO-SF, Richtlinien und Lehrplan). Anschließend können nach individueller Absprache mit der Schule Inhalte der folgenden Fortbildungsbausteine bedarfsorientiert ausgewählt werden:
1. Differenzierte Klassenarbeiten
- Probleme und Schwierigkeiten der punktuellen Leistungsfeststellung und -bewertung, z. B. bei „traditionellen“ Klassenarbeiten
- Möglichkeiten der Differenzierung in Klassenarbeiten
- Erprobung und Entwicklung eigener Leistungskontrollen
2. Weitere Methoden und Verfahren der Leistungsfeststellung
- Kriterien zur Leistungsfeststellung von inhalts- und prozessbezogenen Kompetenzen
- Erprobung verschiedener prozessorientierter Methoden und Verfahren der kontinuierlichen Leistungsfeststellung
- Erprobung und Entwicklung eigener Verfahren der Dokumentation von Leistungen durch Kinder und Lehrkräfte
3. Leistungen für Kinder, Lehrerinnen und Lehrer und Eltern transparent machen
- Entwicklung einheitlicher Bewertungskriterien
- Anbahnung einer realistischen Selbsteinschätzung der Kinder
- Erprobung verschiedener Möglichkeiten der Leistungsrückmeldung (z. B. Kindersprechstunden, Standortbestimmungen, Rückmeldebögen)
Die Teilnehmenden erhalten theoretischen Input zu den beschriebenen Inhalten der Bausteine. Im Hinblick auf die eigene Arbeit werden diese ausgewertet und weiterentwickelt.
Die praktische Erprobung und Evaluation werden prozessbegleitend angeregt. Innerhalb dieses Prozesses können schulische Kompetenzen im Rahmen kollegialer Zusammenarbeit und Hospitation genutzt werden.
Das Modul wird als prozessbegleitende, mehrtägige Fortbildungsreihe angeboten, um die Nachhaltigkeit und den Transfer in den Unterricht zu gewährleisten.
Bezug zum RRSQ:
- 2.1 Ergebnis- und Standardorientierung
- 2.2 Kompetenzorientierung
- 2.4 Schülerorientierung und Umgang mit Heterogenität
- 2.6 Lern- und Bildungsangebot
- 2.7 Lernerfolgsüberprüfung und Leistungsbewertung
- 2.8 Feedback und Beratung
Zielgruppe und Voraussetzungen
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