Antisemitismus entgegentreten - Modul 1: Antisemitismus erkennen, einordnen und begegnen - Bildung für eine demokratische Schule

Angebotsnummer (ANR): 109471

Grundinformationen

Schulform

Alle Schulformen (Allgemeine und BK)

Bereich / Teilbereich

Standard - und kompetenzor. UE in den Fächern / Gesellschaftslehre (EK, PK, WI, SW, GE)

Inhalt

Überblick
Antisemitismus begegnet uns in vielfältigen Formen – im Alltag, in den Medien, im Schulumfeld. Lehrkräfte und sozial-/pädagogisches Personal stehen dabei vor der Herausforderung, antisemitischen Äußerungen und Haltungen kompetent entgegen-zutreten, ohne damit allein gelassen zu werden.
Die modulare Fortbildungsmaßnahme „Antisemitismus entgegentreten“ kombiniert Selbstlernphasen (vor allem in den Modulen 1 und 2) mit Präsenzanteilen (Modul 3) und bietet Raum für Reflexion, Austausch und die Entwicklung schulischer Projekte. Die Kurse der Fortbildungsmaßnahme können unabhängig voneinander gebucht werden.
Modul 1 vermittelt zunächst notwendige fachliche und didaktische Grundlagen. Im Zentrum stehen die historische Entwicklung sowie unterschiedliche Erscheinungs-formen von Antisemitismus. Besonderes Augenmerk liegt auf der Vermittlung und Anwendung der 3D-Regel, die als Analyseinstrument zur Unterscheidung legitimer Israelkritik von antisemitischen Aussagen dient. Ein weiterer Fokus liegt auf dem Beutelsbacher Konsens, einem grundlegenden Prinzip politischer Bildung, das Lehrkräften eine normative Orientierung bietet, wie kontroverse Themen unterrichtlich behandelt werden können.
Die Teilnehmenden reflektieren ihre eigene professionelle Haltung und erproben im Rahmen der Fortbildung mögliche Reaktionen auf antisemitische Vorfälle im schulischen Alltag. Ziel ist es, Lehrkräfte in ihrer pädagogischen Verantwortung zu stärken, Handlungssicherheit zu fördern und langfristig zu einer diskriminierungssensiblen Schulkultur beizutragen.

Ziele für das Modul 1
Die Teilnehmenden
o identifizieren verschiedene Formen von Antisemitismus und analysieren deren Wirkung im schulischen Kontext,
o vollziehen die Geschichte jüdischen Lebens und die Entstehung des Nahostkonfliktes in ihren Grundlagen nach,
o wenden die 3D-Regel als Instrument zur Analyse israelbezogener Aussagen an und begründen fundiert eigene Einschätzungen,
o erläutern den Beutelsbacher Konsens mit Blick auf seine Relevanz für das Thema Antisemitismus im Unterricht und leiten pädagogisch-didaktische Konsequenzen daraus ab,
o formulieren situationsangemessene, sprachliche Reaktionen auf antisemitische Aussagen und benennen Handlungsoptionen im Schulalltag,
o reflektieren ihre Haltung, um ein sicheres und professionelles Auftreten in diskriminierungssensiblen Situationen zu entwickeln.

Inhalt
1. Extremismus und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
2. Grundzüge der jüdischen Geschichte
3. Arten und Erscheinungsformen von Antisemitismus
4. Erkennen von antisemitischen Äußerungen
5. Pädagogische Intervention bei antisemitischen Äußerungen


Bezüge zum Referenzrahmen Schulqualität:
2.4 Schülerorientierung und Umgang mit Heterogenität
3.1 Werte- und Normenreflexion
3.2 Kultur des Umgangs miteinander
3.3 Demokratische Gestaltung
5.1 Pädagogische Führung



Organisatorischer Rahmen
Der über die BR-Instanzen LOGINEO NRW LMS zur Verfügung gestellte Selbstlernkurs (Modul 1) wird von den Teilnehmenden eigenverantwortlich bearbeitet. Die „Dienstvereinbarung zum Einsatz digitaler Formate in der Lehrerfortbildung“ kommt dabei zur Anwendung.
Nach der Zusage zur Teilnahme erhalten die Teilnehmenden innerhalb von 14 Tagen den Zugang zum Kurs über LOGINEO NRW LMS. Die Schulen müssen hierzu keine eigene Instanz innehaben. Ein internetfähiges Dienstgerät wird benötigt.

Nach Abschluss des Fortbildungsangebots erhalten die Teilnehmenden eine Teilnahmebescheinigung.

Umfang
Das Gesamtstundenvolumen für die Bearbeitung der Basisinhalte des Moduls 1 beträgt sechs Fortbildungsstunden. Die Zeiten der Bearbeitung können dabei frei gewählt werden.

Evaluation
Zur Qualitätssicherung wird die Nutzung der Maßnahme evaluiert. Auf Basis dieser Daten sowie aktueller Forschungsergebnisse und bildungspolitischer Herausforderungen wird das Konzept regelmäßig überprüft und weiterentwickelt.


Rahmenbedingungen:
Das Fortbildungsangebot berücksichtigt die in den Lerngruppen gegebene Vielfalt in ihrer Mehrdimensionalität von genderspezifischen, kulturellen und sprachlichen Aspekten bis hin zu Diversitätsmerkmalen wie u.a. behinderungsspezifischen Bedürfnissen (Umsetzung des Artikel 24 der VN-Behindertenrechtskonvention).
Es handelt sich um eine schulexterne Lehrkräftefortbildung.
Die Teilnahme ist kostenfrei. Eventuell anfallende Reisekosten sowie Kosten für Kinderbetreuung sind über den Fortbildungsetat der entsendenden Schule abzurechnen.
Bei Veranstaltungen, die am Nachmittag beginnen, werden die Schulleitungen gebeten, in der Stundenplanung eine angemessene Mittagspause für die Teilnehmenden zu berücksichtigen.

Anmeldungen von schwerbehinderten und ihnen gleichgestellten behinderten Menschen im Sinne des § 2 (3) SGB IX werden, gemäß § 164 (4) SGB IX und Punkt 13 der Richtlinie zur Durchführung der Rehabilitation und Teilhabe von Menschen mit Behinderungen (SGB IX) im öffentlichen Dienst im Lande Nordrhein-Westfalen, bevorzugt berücksichtigt. Bei Fragen zur Barrierefreiheit melden Sie sich bitte bei der zuständigen Fachberatung der Bezirksregierung Detmold.

Bitte bringen Sie ein digitales Endgerät (Tablet) mit. Sollte Ihnen dies nicht möglich sein, melden Sie sich bitte im Vorfeld bei der zuständigen Fachberatung zur besseren Planung der Veranstaltung.

Bei einer Überschreitung der maximalen Teilnehmendenzahl kann eine Auswahl der Teilnehmenden notwendig werden. Dazu halten wir Rücksprache mit den beteiligten Personalräten. Bei Mehrfachanmeldungen von einer Schule ist eine Priorisierung durch die Schulleitung anzugeben.

Bei Fragen melden Sie sich gerne bei der zuständigen Fachberaterin als regionale Ansprechpartnerin im Regionalteam für Lehrkräftefortbildung Süd Ost der Bezirksregierung Detmold:

Julia Wulf
05231-71-4664 (Mo, Do, Frei)
mailto: Julia.wulf@bezreg-detmold.nrw.de

Dezernat 46: Lehrerfortbildung und -weiterbildung
Leopoldstraße 15, 32756 Detmold

Zielgruppe und Voraussetzungen

Diese Fortbildung richtet sich an alle Lehrkräfte sowie das im Landesdienst tätige, sozial-/pädagogische Personal an allgemeinbildenden Schulen und Berufskollegs im Bezirk Detmold

Kontakt

Fachberatung Fortbildung

Julia Wulf

E-Mail: julia.wulf@bezreg-detmold.nrw.de

Tel: 05231 71-4664

Sachbearbeitung

Julia Wulf

E-Mail: julia.wulf@bezreg-detmold.nrw.de

Tel: 05231 71-4664

Anmeldung

Derzeit sind keine Anmeldungen als schulexterne Lehrkräftefortbildung möglich. Neue Termine werden ausschließlich online veröffentlicht.