Technisches Lernen mit dem Werkstoff Holz im Sachunterricht
Grundinformationen
Schulform
Alle Schulformen der Primarstufe
Bereich / Teilbereich
Standard - und kompetenzor. UE in den Fächern / Sachunterricht
Inhalt
Das Arbeiten mit Holz bietet eine hervorragende Möglichkeit, praktische Fähigkeiten und technisches Verständnis zu fördern. In dieser praxisorientierten 2-tägigen schulexternen Fortbildung sammeln die Lehrkräfte technisch-praktische Erfahrungen und es wird ihnen anhand von ausgewählten Werkprojekten gezeigt, wie Kinder in allen vier Grundschuljahren den sachgerechten Umgang mit Werkzeugen erlernen und technische Lösungen entwickeln können.
Dabei wird grundlegendes Wissen zu den Bereichen
- Werkstoff Holz
- Werkzeugkunde
- Sicherheitsregeln
- Werkraumausstattung
- Tipps zur Materialbeschaffung
- Werkprojekte für die Primarstufe
vermittelt und auch gezeigt, wie man ohne Werkraum im Klassenraum mit Holz die Werkprojekte mit der ganzen Klasse durchführen kann.
Möglichkeiten der Differenzierung werden unter anderem durch den Einsatz von Handlungskarten und Tippkarten gezeigt.
Die beiden Fortbildungstage erstrecken sich über ein Schuljahr. Dadurch können die TeilnehmerInnen die Fortbildungsinhalte des ersten Tages mit ihren Klassen und Lerngruppen erproben und erhalten auch Unterstützung bei auftretenden Schwierigkeiten.
Vorerfahrungen im Bereich Werken sind nicht erforderlich.
Diese Fortbildung lebt von der aktiven Teilnahme. Die Werkprojekte werden vor Ort selbst hergestellt, Fragen zu Werkzeugen, Holzarten, Werkraumeinrichtung und pädagogischen Hilfestellungen sind ebenso erwünscht wie das Mitbringen eigener Werkprojekte aus dem Unterricht.
Bitte bringen Sie Bleistift und Buntstifte mit.
Da bei der Fortbildung alle Werkprojekte von Ihnen selbst hergestellt werden, tragen Sie bitte festes Schuhwerk.
Bezug zum Lehrplan Sachunterricht:
Schwerpunkte aus den Bereichen
Technik und Arbeitswelt: Werkzeuge und Materialien
Bezug zum Referenzrahmen Schulqualität NRW:
2.2 Kompetenzorientierung
Der Einsatz technischer Probleme und Fragestellungen im Sinne eines forschend-entdeckenden Lernens fördert sowohl inhaltsbezogene als auch prozessbezogene Kompetenzen.
2.4 Schülerorientierung
Die Lernvoraussetzungen und Präkonzepten der Kinder sind Ausgangspunkte für das Werken mit Holz. Das Erfinden technischer Lösungen bietet außerdem vielfältige Möglichkeiten der Differenzierung.
2.5 Kognitive Aktivierung
Der Werkstoff Holz und die dazugehörigen Werkzeuge bieten einen hohen Aufforderungscharakter, die ausgewählten technischen Problemen gehen von für die Kinder relevanten Fragestellungen aus.
2.9 Bildungssprache und sprachsensibler (Fach-)Unterricht
Die Kinder erhalten bei Werkunterricht vielfältige Sprech- und Schreibanlässe sich verständlich und mit Hilfe einer Fachsprache auszudrücken.
2.10 Lernen und Lehren im digitalen Wandel
Neben analogen Medien bieten die digitalen eine alternative Möglichkeit der Dokumentation und Präsentation in Form von digitalen Forscherheften und digitalen Lernheften, insbesondere im Hinblick auf die noch teilweise geringen Lese- und Schreibfähigkeiten der Kinder in der Schuleingangsphase.
Bezug zum Medienkompetenzrahmen NRW:
Bedienen und Anwenden
1.1 Medienausstattung
1.2 Digitale Werkzeuge
allgemeine Hinweise:
Das Fortbildungsangebot berücksichtigt die in den Lerngruppen gegebene Vielfalt in ihrer Mehrdimensionalität von genderspezifischen, kulturellen und sprachlichen Aspekten bis hin zu Diversitätsmerkmalen wie u.a. behinderungsspezifischen Bedürfnissen (Umsetzung des Artikel 24 der VN-Behindertenrechtskonvention).
Aus Gründen der Sicherheit ist die Anzahl der Teilnehmenden auf maximal 14 Personen eingeschränkt.
Die Teilnahme ist kostenfrei. Eventuell anfallende Reisekosten sowie Kosten für Kinderbetreuung sind über den Fortbildungsetat der entsendenden Schule abzurechnen.
Bei Veranstaltungen, die am Nachmittag beginnen, werden die Schulleitungen gebeten, in der Stundenplanung eine angemessene Mittagspause für die Teilnehmenden zu berücksichtigen.
Anmeldungen von schwerbehinderten und ihnen gleichgestellten behinderten Menschen im Sinne des § 2 (3) SGB IX werden, gemäß § 164 (4) SGB IX und Punkt 13 der Richtlinie zur Durchführung der Rehabilitation und Teilhabe von Menschen mit Behinderungen (SGB IX) im öffentlichen Dienst im Lande Nordrhein-Westfalen, bevorzugt berücksichtigt. Bei Fragen zur Barrierefreiheit melden Sie sich bitte persönlich bei der zuständigen Fachberatung der Bezirksregierung Detmold.
Bitte bringen Sie ein digitales Endgerät (Tablet) mit.
Bei einer Überschreitung der maximalen Teilnehmendenzahl kann eine Auswahl der Teilnehmenden notwendig werden. Dazu halten wir Rücksprache mit den beteiligten Personalräten. Bei Mehrfachanmeldungen von einer Schule ist eine Priorisierung durch die Schulleitung anzugeben. Ohne Priorisierung kann bei Überschreiten der maximalen Anmeldezahl niemand von dieser Schule teilnehmen.
Bei Fragen melden Sie sich gerne bei der zuständigen Fachberaterin als regionale Ansprechpartnerin im Regionalteam für Lehrkräftefortbildung Süd Ost der Bezirksregierung Detmold:
Julia Wulf
05231-71-4664 (Mo, Do, Frei)
mailto: Julia.wulf@bezreg-detmold.nrw.de
Dezernat 46: Lehrerfortbildung und -weiterbildung
Leopoldstraße 15, 32756 Detmold
Zielgruppe und Voraussetzungen
Die Fortbildung richtet sich an Grundschullehrkräfte und Förderschullehrkräfte aus dem Primarbereich. Vorerfahrungen in dem Bereich Werken mit Holz und auch eigene Werkerfahrungen sind nicht erforderlich.