Klare Linie mit Herz - Gewaltpräventive Strategien zur Förderung eines stressfreien Lernklimas auf Basis konfrontativer Pädagogik (schulintern)
Angebotsnummer (ANR):
106285
Direkter Link:
106285
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Gruppe:
Alle Angebote aus dieser Gruppe
Grundinformationen
Schulform
Berufskollegs
Bereich / Teilbereich
Fachbereichsübergreifende Fortbildungen / Beratung
Inhalt
Lehrkräfte an Berufskollegs machen zunehmend die Erfahrung, dass das eigene Handlungsrepertoire in herausfordernden und konflikt- bzw. gewaltbetonten Situationen nicht (mehr) ausreicht. Handlungsmöglichkeiten bietet der Erziehungsstil der konfrontativen Pädagogik als theoretische Basis sowie die Orientierung an erprobten und praxisnahen Trainings- und Gesprächskonzepten. Beides verknüpft diese schulinterne Fortbildung für Lehrkräfte an Berufskollegs.
Inhalt
Diese Fortbildung für Lehrkräfte aller Fachrichtungen umfasst eine Dauer von mindestens 2 Tagen: Schwerpunkte sind die theoretischen Grundlagen der konfrontativen Pädagogik, deeskalierende Kommunikationstechniken, praktische gewaltpräventive Übungen und Umsetzungsmöglichkeiten für Trainings an Schulen.Basis der in dieser Fortbildung vorgesehenen praktischen Übungen ist der Erziehungsstil der Konfrontativen Pädagogik. Dabei steht die Haltung, eine Störung oder Verletzung von Regeln nicht zu akzeptieren und offen zu thematisieren und gleichzeitig die regelverletzende Person als Mensch wert zu schätzen, im Mittelpunkt. Es erfolgt eine Abkehr sowohl von ausschließlich „entschuldigenden“ Erziehungsstilen als auch solchen, die lediglich mit autoritärem Druck und Zwang pädagogische oder disziplinarische Ziele zu erreichen versuchen.
In enger Absprache mit der anfragenden Schule bietet die Fortbildung am ersten Tag einen Überblick zu den Grundlagen der konfrontativen Pädagogik, zu den Besonderheiten unseres Schülerklientels, sowie zu geeigneten Techniken der Deeskalation. Am zweiten Tag stehen die Umsetzung von Konzepten an der konkreten Schule sowie Praxisbeispiele und Handlungsmöglichkeiten (z. B. für disziplinarische Gespräche, Trainingssequenzen für Projekttage und Vertretungsstunden usw. im Mittelpunkt.
Beide Tage enthalten zahlreiche praktische Übungen.
Zwischen den Fortbildungseinheiten erhalten die Teilnehmenden die Möglichkeit die erlernten Techniken zu erproben, um sie im Rahmen des folgenden Fortbildungstages zu reflektieren.
- Theoretischer Einstieg in die Gewaltprävention (Gewaltbegriff, Konfrontative Pädagogik, Erziehungsstile, Klientel)
- Erlebnisorientiertes Kennenlernen, Anwenden und Entwickeln gewaltpräventiver Übungen
- Herstellen einer gewaltfreien Gesprächsführung durch Deeskalation (Machtkonstellationen, Fürsorgliche Hierarchie, Stufen der Eskalation, Status-Wippe, kaputte Schallplatte, geplante konfrontative Gespräche, Impact-Techniken)
- Vermittlung möglicher Umsetzungsformen der Gewaltprävention im schulischen Kontext (Vertretungsstundenkonzept, Projekttage/-wochen, CT®, u.Ä.), nach Absprache bzw. Bedarf
Ziele
Allgemein will diese Fortbildung Lehrkräfte dazu befähigen, ein grenzziehendes, aber empathisches Verhalten gegenüber Lernenden in den Schulalltag zu integrieren. Die Teilnehmenden können nach der Veranstaltung auf ein größeres Handlungsspektrum zurückgreifen, welches sie in potentiell herausfordernden, von Aggression und Gewalt geprägten Situationen anwenden bzw. vor allem präventiv zur Vorbeugung auffälligen Verhaltens im Rahmen eines in der Schule etablierten Konzeptes einsetzen können.Im Speziellen hat diese schulinterne Fortbildung das Ziel, ausgewählten Kolleginnen und Kollegen oder einer Abteilung einer Schule konkrete Handlungsmöglichkeiten und Übungen vorzustellen, die dann im Rahmen eines schulspezifischen Konzeptes zur Gewaltprävention verankert werden können. Gemäß der jeweiligen Bedarfe werden die hier ausgeführten Inhalte präzisiert und erweitert.
Die ausgebildeten Lehrkräfte wirken deeskalierend auf die Lernenden der jeweiligen Schule ein und befähigen sie folglich gewaltfreie Verhaltensweisen in den eigenen Alltag zu integrieren.
- Einführung in die Grundsätze der konfrontativen Pädagogik
- Besprechung von Fallbeispielen und Einüben einer gewaltfreien und deeskalierenden Gesprächsführung
- Erlebnisorientiertes Kennenlernen, Anwenden und Entwickeln gewaltpräventiver Übungen
- Vermittlung möglicher Umsetzungsformen der Gewaltprävention im schulischen Kontext
- Strategien zur Umsetzung im Schulalltag
- Unterstützung der Zusammenarbeit im Bildungsgang
Die Fortbildung besteht aus mindestens zwei Fortbildungstagen:
- Tag 1: Theoretische Grundlagen der Gewaltprävention (Gewaltbegriff, Konfrontative Pädagogik, Erziehungsstile, Klientel, kommunikative Deeskalationstechniken, Statustheorien)
- Tag 2: Umsetzungsformen von Gewaltprävention im schulischen Kontext (geplante disziplinarische Gespräche, Impact-Techniken, Einsatz von Übungen in Vertretungsstunden, langfristige Verankerung im Bildungsgangkonzept etc.)
- Weitere inhaltliche Schwerpunkte werden mit der jeweiligen Schule abgestimmt.
Die aktive Teilnahme an den erfahrungsorientierten Übungen ist ausdrücklich erwünscht.
Hinweise
- Die Veranstaltung ist barrierefrei. Bitte geben Sie dennoch bei der Anmeldung Ihren spezifischen Unterstützungsbedarf an, damit Ihre Teilhabe gesichert werden kann.
- Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden gebeten, ein digitales Endgerät (Tablet oder Laptop) mitzubringen. Die Nutzung von dienstlich zur Verfügung gestellten digitalen Endgeräten wird empfohlen.
- Gegebenenfalls entstehende Kosten müssen über das jeweilige Schulfortbildungsbudget erstattet werden.
Folgende Bezüge zum Referenzrahmen Schulqualität werden berücksichtigt:
- 2.4 – Schülerorientierung und Umgang mit Heterogenität
- 2.5 – Kognitive Aktivierung
- 2.6 – Lern- und Bildungsangebot
- 3.1 – Werte- und Normenreflexion
- 3.2 - Kultur des Umgangs miteinander
- 4.2 - Umgang mit beruflichen Anforderungen
Die Fortbildung wird schulintern als Präsenzveranstaltung angeboten.
Anmeldung und Terminvereinbarung
Es handelt sich um ein schulinternes Fortbildungsangebot.Fortbildungstag ist Mittwoch. Empfohlen werden zwei ganztägige schulinterne Veranstaltungen. Bei Unterschreitung der Mindestanzahl an Teilnehmenden (zehn Personen) ist ein Zusammenschluss mehrerer Schulen möglich.
Anfragen sind jederzeit möglich per E-Mail an sandra.wiedefeld@brd.nrw.de oder telefonisch unter 0211 475 4412.
Vereinbarungen zu Terminen und Fortbildungsformaten erfolgen mit den schulintern Beteiligten.
Zielgruppe und Voraussetzungen
Alle Lehrkräfte am BK