Alphabetisierung in den Erstförderklassen des Berufskollegs
Angebotsnummer (ANR):
108873
Direkter Link:
108873
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Gruppe:
Alle Angebote aus dieser Gruppe
Grundinformationen
Schulform
Berufskollegs
Bereich / Teilbereich
Fachbereichsübergreifende Fortbildungen / Sprachförderung
Inhalt
Hintergrund
Viele junge Menschen ohne oder mit geringer schulischer Bildung besuchen das hiesige Bildungssystem. Damit besteht die Notwendigkeit diese lateinisch zu alphabetisieren, um ihnen eine gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen und Bildungschancen zu eröffnen.„Eine Person ist Analphabet, wenn sie nicht in der Lage ist, eine kurze einfache Aussage über ihr alltägliches Leben sowohl zu lesen als auch zu schreiben.“ Definition UNESCO 1978.
Aktuell befinden sich ca. 2400 junge Menschen ohne Lese- und Schreibkenntnisse im System BK - mit steigender Tendenz. Diese werden gemäß der Änderung des Runderlasses vom 17. März 2025 in die „Fit Für mehr“-Klassen aufgenommen.
Die Lehrkräfte am Berufskolleg erwarben in der 1. und 2. Phase der Professionalisierung in der Regel keine oder nur basale Kompetenzen zur Alphabetisierung von Lernenden.
Ziele
Kompetenzentwicklung bei Lehrkräften in der Gestaltung von Lehr-Lernprozessen zur Alphabetisierung von Lernenden in IFK- und FFM-Klassen:Die Lehrkräfte lernen die Grundlagen der Alphabetisierung kennen (Begriffe, Definitionen, Orientierungsrahmen) und eignen sich fachliche Kompetenzen in Bezug auf den Alphabetisierungsprozess bei jugendlichen Zweitsprachlernenden an. Sie lernen Methoden im Alphabetisierungsprozess kennen und können diese situations- und adressatengerecht anwenden.
Die Teilnehmenden werden bezüglich der mathematischen Grundbildung und der Alphabetisierung sensibilisiert und können verschiedene Medien und Materialien effektiv im Unterricht einsetzen, um sowohl mathematische als auch sprachliche Kompetenzen zu fördern. Sie können den Unterricht so gestalten, dass die Schülerinnen und Schüler individuell gefördert und gefordert werden.
Förderung von Kompetenzen von Lehrkräften im Umgang mit gering oder nicht alphabetisierten Lernenden:
Die Lehrkräfte werden sensibilisiert für die Herausforderungen, die sich aufgrund der Vorgeschichte Geflüchteter ergeben können, und erweitern ihre Kenntnisse über die Lernbedürfnisse in der Zielgruppe. Sie können ihren Klassenraum adressatengerecht und lernförderlich einrichten, um den Alphabetisierungsprozess passgenau für die Lernenden zu optimieren.
Inhalt
- Begriffe, Definitionen und Orientierungsrahmen im Alphabetisierungsprozess
- Methoden für den Alphabetisierungsprozess
- Mathematische Grundbildung
- Unterstützendes Classroom-Management im Alphabetisierungsprozess
Bezug zur Künstlichen Intelligenz
Mithilfe von KI werden Arbeitsblätter und Unterrichtssequenzen erstellt. Dabei werden zielführende Prompts vorgestellt.Hinweis
Zur Mitarbeit wird ein digitales Endgerät, z. B. Tablet oder Laptop, benötigt.Bezug zum Referenzrahmen Schulqualität
Dimension 1.4: Langfristige WirkungenKriterium 1.4.3: Die Schule schafft Voraussetzungen dafür, dass die Schülerinnen und Schüler sich in ihrer weiteren Biographie am politischen und gesellschaftlichen Leben beteiligen können und Lebens- und Berufsperspektiven für sich selbst erkennen und nutzen.
Dimension 2.4: Schülerorientierung und Umgang mit Heterogenität
Kriterium 2.4.1: Das Lehren und Lernen wird schülerorientiert und heterogenitätssensibel gestaltet.
Zielgruppe und Voraussetzungen
Lehrkräfte im Bildungsgang Ausbildungsvorbereitung in den Internationalen Förderklassen (IFK) oder in den Klassen des Bildungsangebotes „Fit für mehr“ (FFM)