Qualifizierung für Gefahrstoffbeauftragte
Angebotsnummer (ANR):
109640
Direkter Link:
109640
(öffnet in neuem Fenster)
Gruppe:
Alle Angebote aus dieser Gruppe
Grundinformationen
Schulform
Allgemeine Schulformen außer Grundschulen
Bereich / Teilbereich
Qualifikationserweiterungen/Zertifikatskurse / Chemie
Inhalt
Inhalt und Schwerpunkte:
Die Fortbildung vermittelt fundiertes Wissen zu rechtlichen Grundlagen und praktischen Anforderungen im Umgang mit Gefahrstoffen im schulischen Kontext. Neben der RISU (Richtlinie zur Sicherheit im Unterricht) werden auch die rechtlichen Vorgaben zum Gefahrstoffrecht umfassend behandelt.Schwerpunkte sind:
Ziele der Fortbildung:
• Sicherheit im Umgang mit Gefahrstoffen im Schulkontext gewährleisten• Lehrkräfte und Beauftragte in ihren Aufgaben rechtlich und praktisch absichern
• Handlungssicherheit bei der Erstellung von Gefährdungsbeurteilungen erlangen
• Sicherheit, Inklusion und Qualität des naturwissenschaftlichen Unterrichts stärken
Rechtliche Grundlagen und Vorgaben
o RISU und weitere einschlägige Regelwerke
o Gefahrstoffverordnung (GefStoffV) und Biostoffverordnung (BioStoffV)
o Arbeitsplatzgrenzwerte (AGW) und deren Bedeutung
o Degintu-Regelungen
Gefährdungsbeurteilungen und deren Umsetzung
o Erstellung praxisnaher Gefährdungsbeurteilungen für Schule und Labor
o Pflichten, Aufgaben und Verantwortlichkeiten eines Gefahrstoffbeauftragten
Praxis und Unterrichtsbezug
o Umsetzung der Vorgaben im schulischen Alltag
o Beispiele und Übungen zu Gefahrstoffmanagement im Chemieunterricht
o Inklusion: Sicheres Arbeiten und Teilhabe aller Schülerinnen und Schüler im naturwissenschaftlichen Unterricht
Didaktisches Konzept:
Jeder Termin kombiniert theoretische Grundlagen mit praktischen Übungen. Dabei wird besonderer Wert auf den Transfer in den schulischen Alltag gelegt – von der sicheren Durchführung von Experimenten bis zur organisatorischen Umsetzung im Kollegium.
Bezüge zum Referenzrahmen Schulqualität NRW:
Die Fortbildung unterstützt zentrale Qualitätsdimensionen schulischer Arbeit:• Unterrichtsqualität: Fachlich und methodisch sicherer Umgang mit Experimenten steigert die Qualität und Sicherheit des naturwissenschaftlichen Unterrichts (1.3, 1.4).
• Schulkultur: Eine Kultur der Sicherheit und Verantwortung wird gestärkt, was das gemeinsame Lernen und Arbeiten fördert (2.2, 2.4).
• Professionalisierung der Lehrkräfte: Lehrkräfte erweitern ihre Handlungssicherheit im rechtlichen, organisatorischen und praktischen Bereich (3.1, 3.3).
• Schulführung und -management: Durch klare Verantwortlichkeiten (Gefahrstoffbeauftragte, Gefährdungsbeurteilungen) werden Strukturen der Schulorganisation unterstützt (4.2, 4.3).
Hinweise zur Organisation
Rahmenbedingungen:• Umfang: 10 Termine im ca. 14-tägigen Wechsel
• Zeit: jeweils von 9.00 Uhr bis 16.00 Uhr
• Gesamtdauer der Fortbildung: 80 Stunden
• Entlastung: Teilnehmende bekommen 2 Stunden (Gesamtschule, Gymnasium, Sekundarschule, Berufskolleg) bzw. 3 Stunden (Hauptschule, Realschule, Förderschule) auf die wöchentliche Unterrichtsverpflichtung angerechnet
• Jeder Termin enthält Theorie- und Praxiselemente
• Schwerbehinderte Lehrkräfte werden bevorzugt berücksichtigt
• Die Veranstaltung ist barrierefrei
• Bitte geben Sie dennoch bei der Anmeldung Ihren spezifischen Unterstützungsbedarf an, damit Ihre Teilhabe bestmöglich gesichert werden kann
• Sofern mehr Anmeldungen vorliegen, als Plätze vorhanden sind, erfolgt eine Teilnehmerauswahl unter Einbezug der Personalräte
Zielgruppe und Voraussetzungen
Diese Fortbildung wendet sich an Lehrkräfte an weiterführenden Schulen, die die Funktion als Gefahrstoffbeauftragte übernommen haben bzw. übernehmen werden.