Antisemitismus entgegentreten - Modul 3: Antisemitismus an Schulen – erkennen, verstehen und gemeinsam entschlossen handeln

Angebotsnummer (ANR): 109613

Grundinformationen

Schulform

Alle Schulformen (Allgemeine und BK)

Inhalt

Antisemitismus ist eine ernsthafte Herausforderung im schulischen Alltag und kann nicht als Ausdruck individuellen Verhaltens abgetan werden. Es handelt sich um eine menschenverachtende Haltung, die Jüdinnen und Juden existenziell bedroht und damit die Grundwerte unserer Gesellschaft untergräbt. Unsere Schulen sollen nicht nur Orte des Lernens, sondern auch zentrale Räume der Demokratiebildung und des gegenseitigen Respekts sein.
Die Realität zeigt: Lehr- und Fachkräfte stehen bei der Auseinandersetzung mit antisemitischen Äußerungen und Vorfällen oft vor komplexen Herausforderungen. Persönliche Verunsicherung, fehlende Handlungssicherheit und unzureichende Strategien können zu Gefühlen der Überforderung führen.
Das prozessbegleitende Fortbildungsangebot möchte Lehr- und Fachkräfte gezielt befähigen und unterstützen. Ziel ist es, Antisemitismus frühzeitig zu erkennen, präventiv zu wirken und konstruktiv zu intervenieren. Das Fortbildungsangebot bietet praktische Werkzeuge, Handlungsstrategien und theoretisches Wissen, um antisemitischen Haltungen wirksam zu begegnen und gleichzeitig eine Kultur der Wertschätzung und des gegenseitigen Respekts in Schule zu fördern.

Ziele
Die Teilnehmenden

  • reflektieren eigene antisemitismusrelevante Wissensbestände, implizite Denkmuster und emotionale Reaktionen kritisch und konstruktiv,
  • nehmen eigene Haltungen und Reaktionsmuster in Bezug auf antisemitische Äußerungen und Situationen bewusst wahr,
  • analysieren und kontextualisieren unterschiedliche historische und aktuelle Erscheinungsformen von Antisemitismus differenziert,
  • können komplexe kognitive und emotionale Strukturen antisemitischer Weltbilder auf der Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse erklären,
  • erkennen antisemitische Äußerungen und Vorfälle sicher und entwickeln Handlungsstrategien, um pädagogisch angemessen intervenieren zu können,
  • kennen die Vielfalt jüdischen Lebens,
  • planen präventive und/oder intervenierende Maßnahmen gegen Antisemitismus im Schulkontext professionell und setzen diese um,
  • entwickeln Ideen zur nachhaltigen Implementierung von Antisemitismusprävention im Schulentwicklungsprozess.

An drei über ein Schulhalbjahr verteilten Präsenztagen wird mit unterschiedlichen Schwerpunkten an diesen Zielen gemeinsam gearbeitet. In zwei jeweils dreistündigen Selbstlern- und Erprobungsphasen (nach Tag eins und Tag zwei) liegt der Fokus darauf, das Erarbeitete auf die eigene Schule zu übertragen und es dort zu erproben.

Organisatorischer Rahmen

Spezielle Hinweise
  • Die Teilnehmenden werden gebeten, ein digitales Endgerät (Tablet oder Laptop) mitzubringen. Die Nutzung von dienstlich zur Verfügung gestellten digitalen Endgeräten wird empfohlen. Ggf. können Leihgeräte zur Verfügung gestellt und/ oder Kleingruppen gebildet werden.
  • Zur systematischen Verankerung von Fortbildungserkenntnissen im Kollegium ist die Anmeldung von zwei oder mehreren Lehrkräften einer Schule möglich und begrüßenswert.
  • Ggf. entstehende Materialkosten müssen über das jeweilige Schulfortbildungsbudget erstattet werden.
  • Bei der Teilnahme an digitalen Formaten im Rahmen von Fortbildung sind in besonderer Weise Auswirkungen auf die Summe der dienstlichen Tätigkeiten zu beachten. (Weitere Hinweise siehe: BASS 20-22 Nr. 15 „Dienstvereinbarung mit den Hauptpersonalräten zum Einsatz digitaler Formate in der Lehrkräftefortbildung“).
  • Es handelt sich um eine Landesmaßnahme.

Allgemeine Hinweise
  • Sofern mehr Anmeldungen als Plätze vorhanden sind, erfolgt die Teilnehmendenauswahl nach einem mit den Personalräten vereinbarten Auswahlverfahren. Personen mit Schwerbehinderung werden bei der Anmeldung im Rahmen der Auswahlkriterien bevorzugt berücksichtigt.
  • Datenschutz: Zulässig sind Anwendungen, Programme und Apps (im Folgenden kurz „App“) bei denen sichergestellt werden kann, dass Daten mit Personenbezug aus der Schule nach den Vorgaben der DSGVO verarbeitet werden können. Wenn dies nicht sichergestellt werden kann, sollten mit der jeweiligen App nur Daten verarbeitet werden, die keinen direkten Personenbezug aufweisen. Informieren Sie sich auch gerne in der Handreichung „Datenschutz an Schulen“ der Medienberatung NRW.
  • Die Reisekosten der Teilnehmenden werden aus dem Fortbildungsbudget der Schulen erstattet.
  • Entnehmen Sie weiterführende Informationen aus unseren FAQs, z. B. zu Kinderbetreuungskosten: https://www.bezreg-muenster.de/themen/bildung-schule-und-sport/aus-und-fortbildung/fort-und-weiterbildung/organisatorische

Zielgruppe und Voraussetzungen

Diese Fortbildung richtet sich an alle Lehrkräfte sowie das im Landesdienst tätige, sozial-/pädagogische Personal an allgemeinbildenden Schulen und Berufskollegs im Regierungsbezirk Münster. Das Angebot ist als prozessbegleitende Fortbildung bestehend aus drei Präsenzterminen mit Selbstlern- und Erprobungsphasen konzipiert. Pro Schule sollten nach Möglichkeit (mindestens) zwei Lehr-/Fachkräfte an dem Fortbildungsangebot teilnehmen, um den Transfer in das Kollegium zu gewährleisten.

Kontakt

Fachberatung Fortbildung

Svenja Bähner

E-Mail: svenja.baehner@brms.nrw.de

Tel: 0251/411 - 2594

Sachbearbeitung

Svenja Bähner

E-Mail: svenja.baehner@brms.nrw.de

Tel: 0251 411 - 2594

Anmeldung

Derzeit sind keine Anmeldungen als schulexterne Lehrkräftefortbildung möglich. Neue Termine werden ausschließlich online veröffentlicht.