Fachbereichsbezogene politische Bildung – Methoden für politische Konflikte im Fachunterricht
Inhalt
Präambel
Täglich kommt es z.B. durch das Tragen von Kleidung mit politischen Statements im schulischen Kontext zu entsprechenden Konfrontationen. Viele Jugendliche befinden sich in der heutigen Zeit im „Dauer-Krisenmodus“. Dadurch besteht ein hoher Bedarf an lebensweltlich orientierter politischer Bildung. Auch im Unterricht werden Lehrkräfte mit antidemokratischen Äußerungen konfrontiert. Ziel unseres Vorhabens ist eine Sensibilisierung für das Politische. Diese Fortbildung dockt an die Ausbildungsgänge in der beruflichen Bildung an: „Das Berufliche ist politisch“. Diese Thematisierung wird als eine Querschnittsaufgabe aller Unterrichtsfächer und Lernfelder verstanden. Der Blick der Lehrkräfte soll im Umgang mit herausfordernden Situationen geschult werden. Eine professionelle Reflexivität und gemeinsame Handlungsmöglichkeiten werden in dieser Fortbildung erarbeitet.Das Ziel ist eine Förderung der demokratisch-partizipativen Selbstermächtigung der Schülerinnen und Schüler.
Inhalt
Unsere Fortbildung für Lehrkräfte aller Fachrichtungen widmet sich drei Hauptzielen:- Basismodul:
- Zum einen geht es darum, das ‚Politische‘ im eigenen Fachunterricht zu identifizieren und für die Wechselwirkungen zwischen berufsbezogenen Inhalten und politischen Fragestellungen zu sensibilisieren.
- Zum anderen sollen die Lehrkräfte auf gesellschaftspolitische Konflikte vorbereitet werden, um angemessen auf diese herausfordernden Situationen im Unterricht reagieren zu können. Dies kann die Herangehensweise im Umgang mit kontroversen Diskussionen, unterschiedlichen Meinungen und möglicher Eskalation von Konflikten umfassen.
- Vertiefung der Schwerpunkte: Krise/Kontroversität und Ermutigung/Veränderung
Da Meinungsbildungsprozesse bei Schülerinnen und Schüler weitestgehend in den Sozialen Medien stattfinden, werden mediale Diskurse und deren Instrumentalisierung (Fake News) sowie deren Emotionalisierung (Hate Speech) übergreifend thematisiert.
Ablauf der Fortbildung:
- Input: kritische Perspektive auf politische Bildung
- Besprechung von Fallbeispielen.
- Auswahl geeigneter Lernsituationen und Integration des Politischen in diese.
- Rollenspiele z.B. zum konkreten Umgang mit politischen Provokationen.
- Förderung der Medien- und Meinungsbildungskompetenz bei Schülerinnen und Schülern.
- Strategien zur Umsetzung im Schulalltag.
Bezüge zum Referenzrahmen Schulqualität:
3.1.1 Der Umgang und die Auseinandersetzung mit Werten und Normen regen zur Wertereflexion und zur Auseinandersetzung mit demokratischen, ethischen und sozialen Aspekten an.3.3.1 Die Schule verfügt über eine demokratische Gestaltungs-, Diskussions- und Streitkultur.
Allgemeine Hinweise
- Die Veranstaltung ist barrierefrei. Bitte geben Sie dennoch bei der Anmeldung Ihren spezifischen Unterstützungsbedarf an, damit Ihre Teilhabe gesichert werden kann.
- Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden gebeten, ein digitales Endgerät (Tablet oder Laptop) mitzubringen. Die Nutzung von dienstlich zur Verfügung gestellten digitalen Endgeräten wird empfohlen.
- Sofern mehr Anmeldungen vorliegen als Plätze vorhanden sind, erfolgt die Teilnehmendenauswahl nach einem mit den Personalräten vereinbarten Auswahlverfahren. Personen mit Schwerbehinderung werden bei der Anmeldung bevorzugt berücksichtigt.
- Angaben zum Datenschutz, Kinderbetreuungskosten etc. entnehmen Sie bitte den FAQs: https://www.bezreg-muenster.de/de/schule_und_bildung/lehrerausbildung_lehrerfortbildung/lehrerfortbildung/faq/index.html
- Gegebenenfalls entstehende Kosten müssen über das jeweilige Schulfortbildungsbudget erstattet werden.
- Zielgruppe und Voraussetzungen
- Lehrkräfte am BK aller Bildungsgänge (Hinweis: Möglichst mind. 2 TN pro Schule, um eine bessere Verankerung im System zu ermöglichen.)
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