Erziehung nach Auschwitz in Kooperation mit der International School for Holocaust Studies Yad Vashem

Angebotsnummer (ANR): 102612

Grundinformationen

Schulform

Alle Schulformen außer Grundschulen (Allgemeine und BK)

Bereich / Teilbereich

Weitere Angebote der Lehrkräftefortbildung / Erziehung nach Auschwitz

Inhalt

Ziele
Diese Lehrkräftefortbildung bietet transnationale Zugänge zur Geschichte und Erinnerung der Shoah in Deutschland, Polen und Israel. Sie setzt die langjährige Zusammenarbeit mit Yad Vashem fort und vermittelt pädagogische Konzepte für die schulische Holocaust-Erziehung und Antisemitismusprävention.

Inhalt
Anlässlich des 85. Jahrestags des nationalsozialistischen Überfalls auf Polen sowie angesichts der aktuellen Diskussion um Antisemitismus und Extremismus bietet die Bezirksregierung Münster in Abstimmung mit dem Ministerium für Schule und Bildung sowie der Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen eine landesweite Fortbildungsmaßnahme zum Thema „Erziehung nach Auschwitz“ an. Dieses Seminar wird in Zusammenarbeit mit der deutschen Abteilung der International School for Holocaust Studies Yad Vashem, Jerusalem, durchgeführt. Die Veranstaltung findet in Berlin und Polen statt und wird im beiliegenden Programmentwurf skizziert.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Auseinandersetzung mit Polen als eigenständigem Land – seiner Geschichte, Kultur und Rolle in der Zeit des Zweiten Weltkriegs – sowie auf der Bedeutung authentischer Orte der Shoah für historisches Lernen. Die Teilnehmenden erkunden vor Ort vergessene Schauplätze der NS-Verbrechen in Polen, lernen neue didaktische Zugänge kennen und erhalten zudem Impulse für mögliche Studienfahrten in die Region. Dabei steht das Schicksal der jüdischen Bevölkerung im Mittelpunkt, ohne das Leid und die Ermordung nicht-jüdischer polnischer Opfer auszublenden. Zudem werden Unterschiede in der Erinnerungskultur Deutschlands, Polens und Israels reflektiert sowie die heutigen freundschaftlichen Beziehungen zwischen Polen und Deutschland in einem geeinten Europa thematisiert.
Die verschiedenen Veranstaltungen finden sowohl in Form von Vorträgen und Workshops statt, sodass zahlreiche Materialien direkt erprobt werden können.

Termine
Die Fortbildungsmaßnahme besteht aus drei Teilveranstaltungen:
Am 05./06.03.2026 findet ein eineinhalbtägiges Vorbereitungsseminar inklusive Übernachtung in der Heimvolkshochschule Gottfried Könzgen in Haltern am See statt.
Die Veranstaltung in Berlin und Polen ist in Absprache mit den Partnern vor Ort für die Zeit vom 15. – 24.07.2026 geplant. Eine Anpassung der Termine um einen Tag ist aufgrund der zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht buchbaren Flüge möglich.
Die Nachbereitung erfolgt am 06.11.2026 in der Villa ten Hompel, Münster.
Eine Einladung mit den konkreten Terminen ergeht rechtzeitig.

Organisatorischer Rahmen und Kosten
Vor dem Vorbereitungsseminar werden die Teilnehmenden gebeten, ihre Unterrichts- bzw. Schulprojekte digital aufbereitet dem Netzwerk „Erziehung nach Auschwitz“, das der Fortbildungsmaßnahme angegliedert ist, zur Verfügung zu stellen. Es wird hier mit der Moodle-Plattform gearbeitet.
Die Teilnahme an allen Veranstaltungsteilen und den damit verbundenen Aktivitäten und Exkursionen ist verpflichtend. Es wird daher in der Regel nicht möglich sein, während des Seminars z. B. die Kontakte zu einer Partnerschule zu pflegen oder zu knüpfen. Zeit für private Unternehmungen steht außerhalb des Seminarprogramms begrenzt zur Verfügung.
Die Unterbringung der Teilnehmenden erfolgt in Einzelzimmern mit Halbpension. Vor Ort entstehen Kosten u.a. für die Mittagsverpflegung, Trinkgelder und für die private Nutzung von Verkehrsmitteln.

Die Teilnehmenden melden sich verbindlich zu der Fortbildungsveranstaltung an und tragen einen finanziellen Eigenanteil in Höhe von 500,00 Euro. Jedoch wird die Durchführung der Veranstaltung nur durch die Bereitstellung öffentlicher Gelder ermöglicht. Die erforderlichen Buchungen (z.B. Hotels, Räumlichkeiten, Transport, Dienstleistungen) werden durch die Bezirksregierung Münster verbindlich auf Grundlage der Anzahl der Anmeldungen getätigt, sodass für etwaige Stornierungen Kosten in einer Höhe bis zu 100% des Veranstaltungspreises anfallen, die zunächst der Bezirksregierung Münster in Rechnung gestellt werden. Damit diese Kosten nicht durch öffentliche Gelder finanziert werden, behält die Bezirksregierung Münster sich vor, im Falle einer Absage aus Gründen, die in der Verantwortung einer oder eines Teilnehmenden liegen (dies gilt auch bei verspäteter Anreise, Nichterscheinen oder vorzeitigem Abbruch), die durch die Stornierung entstehenden Kosten in Rechnung zu stellen. Denjenigen Teilnehmenden, die eine Zusage für die Veranstaltung erhalten haben, wird empfohlen, in eigener Verantwortung eine private Reiserücktritts-/Reiseabbruchversicherung abzuschließen, die im Fall einer Stornierung oder eines vorzeitigen Abbruchs die entstehenden Kosten (z. B. Übernachtungs- und Beförderungskosten) abdecken kann. Mit ihrer Anmeldung bestätigen die Teilnehmenden, über die Möglichkeit des Abschlusses einer Reiserücktrittsversicherung sowie über die möglichen Stornierungskosten von bis zu 100 % informiert worden zu sein.

Teilnahmevoraussetzungen

  • Formale Kriterien: Fristgerechte und vollständige Abgabe der Bewerbungsunterlagen (s. u.), Unterschrift der Projektbeschreibung durch die Schulleitung, Stempel der Schule; schwerbehinderte Menschen sind bevorzugt zuzulassen
  • Priorisierung von Personen mit einem der folgenden Fächer: Geschichte, Deutsch, Sozialwissenschaften, Pädagogik, Politik, Philosophie, Erdkunde, Kunst, Religion, Musik
  • Vorleistungen / Projekte (Hauptkriterium): Vorrangig werden Personen berücksichtigt, die in der Schule oder außerschulisch bereits Projekte zum Thema oder zur Gedenkstättenarbeit durchgeführt bzw. solche Projekte konkret geplant haben. Ähnlich zu werten sind Projekte mit örtlichen jüdischen Gemeinden, mit Vereinigungen der christlich-jüdischen, deutsch-israelischen oder deutsch-polnischen Zusammenarbeit oder Arbeiten in Schulpartnerschaften oder im Schüleraustausch mit Israel oder Polen.
    Es wird erwartet, dass jede teilnehmende Lehrkraft ein konkretes Beispiel unterrichtlicher Tätigkeit im Rahmen des Seminars vorstellt. Grundlegende Kenntnisse der Geschichte und der Situation Israels und Polens sowie des Judentums werden vorausgesetzt.
  • Sprache: Englischkenntnisse müssen so gut sein, dass es den Teilnehmenden möglich ist, einem Vortrag oder einer Diskussion in englischer Sprache von Muttersprachlerinnen/ Muttersprachlern zu folgen. Die Mehrzahl der Vorträge wird auf Deutsch gehalten. Eine Verständigung mit der Bevölkerung vor Ort erfolgt überwiegend auf Englisch. Bei ähnlicher Qualifikation bezüglich der Projekte ist dies das nachzustellende Kriterium.
  • Schulformen: Alle Schulformen sollen entsprechend ihrer Bewerberzahl angemessen berücksichtigt werden.
  • Anzahl der bisherigen Bewerbungen: Hat ein Bewerber/eine Bewerberin sich bereits mehrfach erfolglos um einen Platz bemüht, wird eine erneute Bewerbung ebenfalls positiv in die Platzvergabe einbezogen. Haben bereits überrepräsentativ viele Lehrkräfte der Schule an der Fortbildung teilgenommen, wird einer Bewerbung mit ähnlicher Eignung und weniger Graduierten der Fortbildung an der Schule der Vorrang gegeben.

Anmeldungen werden erbeten bis Freitag, den 30.01.2026 über den Fortbildungskatalog der Bezirksregierung Münster: https://lfb.nrw.de/brms/102612

Bitte senden Sie zusätzlich zu Ihrer Anmeldung eine Anlage mit den unten genannten Ausarbeitungen an die Bezirksregierung Münster z. H. von Svenja Bähner (Svenja.Baehner@brms.nrw.de) und lassen Sie Ihre Angaben durch eine Unterschrift Ihrer Schulleitung bestätigen.
In einer Anlage ist zu erläutern,
a) in welchem Maße die Teilnahmevoraussetzungen erfüllt werden (s. o.) und
b) welche (Unterrichts-)Projekte etc. bisher von der Lehrkraft durchgeführt worden bzw. geplant sind.

Allgemeine Hinweise
Sofern mehr Anmeldungen als Plätze vorhanden sind, erfolgt die Teilnehmendenauswahl nach einem mit den Personalräten vereinbarten Auswahlverfahren gemäß der vorstehend genannten Teilnahmevoraussetzungen.

Zielgruppe und Voraussetzungen

Lehrkräfte der Sekundarstufen I und II, die sich mit Holocaust-Erziehung und der deutsch-polnischen Geschichte beschäftigen

Kontakt

Fachberatung Fortbildung

Svenja Bähner

E-Mail: svenja.baehner@brms.nrw.de

Tel: 0251/411 - 2594

Sachbearbeitung

Svenja Bähner

E-Mail: svenja.baehner@brms.nrw.de

Tel: 0251 411 - 2594

Anmeldung

Derzeit sind keine Anmeldungen als schulexterne Lehrkräftefortbildung möglich. Neue Termine werden ausschließlich online veröffentlicht.