QuaMath - Unterrichts- und Fortbildungsqualität in Mathematik entwickeln Basismodule 1 bis 6 Sekundarstufe

Angebotsnummer (ANR): 108241

Grundinformationen

Schulform

Allgemeine Schulformen

Inhalt

Baustein 1 Sekundarstufe

Nachhaltig lernen – Verständnis aufbauen
Immer wieder zeigt sich, dass Lernende Oberflächenwissen aufbauen, anstatt nachhaltig zu lernen. Doch wieso ist Lernen so wenig nachhaltig? Wie kann dies geändert werden? Durch einen verstehensorientierten Zugang nicht nur zu mathematischen Konzepten, sondern auch Verfahren wird ein Verständnis tiefer verankert. Dies gelingt umso besser, je klarer die langfristigen Zusammenhänge in der Curriculumspirale verknüpft werden. Dazu trägt auch eine Vernetzung verschiedener Darstellungen bei, weil hierbei erklärt wird, wie sie zusammenhängen. Alle Inhalte werden am Beispiel Flächenformel und Multiplikationsverständnis (Kl. 5‒10) behandelt und um Ausblicke zu Brüchen, Geradengleichungen sowie anderen arithmetischen Darstellungen sowohl für Kl. 5‒10 als auch 10‒13 erweitert.

Baustein 2 Sekundarstufe

Aktiv lernen – bei Intuitionen ansetzen
Wie können reichhaltige Denkhandlungen bei den Lernenden anregt und vertieft werden? Wie können die Intuitionen der Lernenden hervorgelockt und gewinnbringend für den Verlauf des Unterrichts aufgegriffen werden? Diese Fragen stellen sich für alle Phasen des Unterrichts: Erarbeiten, Systematisieren und Üben. An konkreten Beispielen wird aufgezeigt, wie im Anschluss an offene Erarbeitungs-Aufgaben systematisierende Gespräche zielgerichtet vorstrukturiert und moderiert werden können, sodass allen Lernenden der Zugang zu den Lernzielen möglich ist. Mit Hilfe eines Kriterienkatalogs können reichhaltige und anregende Aufgabenstellungen für lernendenorientierte Übungsphasen analysiert und entwickelt werden. Alle Inhalte des Bausteins werden exemplarisch am Beispiel Parallelogramm-Fläche (Kl. 7) oder Parabel (Kl. 9‒11) sowie dem Durchschnitt (Kl. 5) und Datenvergleich mit verschiedenen statistischen Kenngrößen (Kl. 5‒10) erarbeitet.

Baustein 3 Sekundarstufe

Individuelle Lernvoraussetzungen berücksichtigen – Sprache bilden
Wie kann im Unterricht passend zu den heterogenen Lernständen differenziert werden? Wie können alle Lernende adaptiv gefördert werden? Wie können die Lernenden sprachlich beim Verständnisaufbau unterstützt werden? An der Diskussion verschiedener Differenzierungsansätze zur Förderung der Lernenden wird deutlich: Eine Diagnose der Lernstände anhand von Lernpfaden und Sprachmitteln ermöglicht einen Ausgangspunkt für die gezielte Förderung von Lernenden. Eine solche Förderung kann nicht allein durch differenzierende Aufgaben, sondern auch in Unterrichtsgesprächen erfolgen. Adaptives Fördern und gezielte Unterstützung der Verwendung von Sprache für den Verständnisaufbau werden beispielhaft an den Themen Volumenformel (Kl. 6‒10) und qualitative Beschreibungen von Graphenverläufen für ein Riesenrad (Kl. 10/11) umgesetzt. Am Beispiel des Riesenrads wird zunächst der qualitative Graphenverlauf fokussiert (auch für nicht-gymnasiale Klassen) und lässt sich im Weiteren für höhere (gymnasiale) Klassen stufen zur algebraischen Behandlung der Sinus-Funktion ausbauen.

Baustein 4 Sekundarstufe

Prozessbezogene Kompetenzen fördern am Beispiel des Argumentierens
Wie können Lernende zum Argumentieren angeregt werden und dadurch zu vertieftem Nachdenken über Mathematik gelangen? Prozessbezogene Kompetenzen wie das Argumentieren lassen sich nur über einen längeren Zeitraum an verschiedenen Inhalten aufbauen. Dabei gilt es, auf Grundlage der diagnostizierten Lernstände geeignete Aufgaben auszuwählen und anzupassen, die das Argumentieren einfordern. Kern des Bausteins sind die unterrichtliche Umsetzung argumentativer Diskurse und die Unterstützung beim langfristigen Aufbau und Ausbau einer Gesprächs- und Argumentationskultur. Im Baustein wird exemplarisch entlang konkreter Unterrichtsbeispiele in Form von Lernendendokumenten und Videoaufzeichnungen vorgestellt, welche konkreten Herausforderungen sich in der Praxis stellen. Das zentrale Beispiel aus dem Bereich der Primfaktorzerlegung kann nahezu voraussetzungsfrei in allen Klassenstufen der Sekundarstufe eingesetzt werden. Ein weiteres Beispiel zu quadratischen Funktionen sowie ein optionales Aufgabenbeispiel zur Kombinatorik ermöglichen, alle Jahrgänge einzubeziehen.

Baustein 5 Sekundarstufe

Prüfungen – von den Zielen herdenken
Wie kann eine gute Vorbereitung auf zentrale Prüfungen gelingen? Wie können Klassenarbeiten kompetenzorientiert konzipiert werden und dabei Verstehensorientierung und kognitive Aktivierung in den Blick genommen werden? Im Zentrum dieses Bausteines steht die konstruktive Beziehung zwischen Lernzielen und schriftlichen Prüfungen. Dazu werden Hilfestellungen geboten, um Testbearbeitungen, beispielsweise im Rahmen von Vergleichsarbeiten, zur Diagnose und Förderung sowie für den eigenen Unterricht nutzbar zu machen. Ziel ist es, nachhaltiges Lernen zu fördern und Lernende zu befähigen, ihre Lernprozesse und Lernziele selbstständig zu reflektieren und Verantwortung für diese zu übernehmen. Der Baustein entwickelt alle Inhalte ausgehend von konkreten unterrichtlichen Beispielen aus dem Themenfeld Flächen- und Rauminhalte (Kl. 7/8) für die Sekundarstufe I sowie anhand ausgewählter Beispiele aus der Analysis für die Sekundarstufe II. So werden die Herausforderungen und Potenziale im Unterrichtsalltag exemplarisch deutlich.

Baustein 6 Sekundarstufe

Digitalisierung als Chance für Lehren und Lernen – bei Intuitionen ansetzen
Wie können digitale Medien in den verschiedenen Unterrichtsphasen angemessen eingesetzt werden? Wie können Lernende weiterhin zu reich haltigen Denkhandlungen angeregt und passend zu ihren jeweiligen Lern ständen gefördert werden? Die Bandbreite an digitalen Medien ist sehr groß und dementsprechend die Möglichkeiten des unterrichtlichen Einsatzes. In diesem Baustein werden die in den vorherigen Bausteinen erarbeiteten Qualitätsmerkmale zugrunde gelegt. Ausgehend von Vorerfahrungen zum Einsatz digitaler Medien wird ein Überblick gegeben, welche Medien relevant für das Lernen und Lehren von Mathematik sind. Am Beispiel einer digitalen Lernumgebung zu Funktionen (Kl. 8‒10) wird die Rolle der Medien reflektiert. Zudem wird im Baustein auch der Einsatz allgemeiner digitaler Medien (z. B. Videos) und Kriterien zur Auswahl und Gestaltung für alle Jahrgangstufen (Kl. 5‒13) erörtert, um auch das kreative Arbeiten der Schülerinnen und Schüler zu fördern.

Interessensbekundung Ihrer Schule unter

https://edkimo.com/shared/spzwy9f7214rrbjrz5pn5wr9vicjx500f91

weitere Informationen
  • Bitte melden Sie mindestens zwei bis maximal fünf Mathematiklehrkräfte Ihrer Schule an, die durchgehend an unseren Veranstaltungen teilnehmen.
  • Lehrkräfte, die Mathematik ohne entsprechende Lehrbefähigung unterrichten, können am Programm teilnehmen.
  • Es werden regionale Schulnetzwerke gebildet, um Fahrzeiten möglichst kurz zu halten.
  • In den ersten beiden Jahren finden pro Schuljahr sechs Präsenzveranstaltungen statt, meist in Räumen der teilnehmenden Schulen.
  • Die genauen Termine stehen noch nicht fest.
    (1.Termin mittwochs von 10 Uhr bis 16 Uhr, 2. bis 6.Termin mittwochs von 12 Uhr bis 16 Uhr)
  • Im dritten und vierten Jahr werden zwei onlinegestützte Selbstlernmodule pro Schuljahr angeboten.

Zielgruppe und Voraussetzungen

Mathematiklehrkräfte von vorab ausgewählten Schulen

Kontakt

Fachberatung Fortbildung

Cordia Oude Hengel

E-Mail: cordia.oudehengel@brk.nrw.de

Tel: +49 221 147-2965

Sachbearbeitung

Sabine Henn

E-Mail: sabine.henn@brk.nrw.de

Tel: +49 221 147-2873

Anmeldung

Derzeit sind keine Anmeldungen als schulexterne Lehrkräftefortbildung möglich. Neue Termine werden ausschließlich online veröffentlicht.