TEA: Zur Leitung bereit? Lernen in und an konkreten Leitungssituationen im Schulalltag, um sich über Theorie-Praxis-Reflexionen auf den Weg zu machen.
Grundinformationen
Schulform
Alle Schulformen (Allgemeine und BK)
Bereich / Teilbereich
Leitungsqualifizierungen und -fortbildungen / Schulleitung
Inhalt
Inhalt
Die Förderung von Nachwuchskräften für Leitungsaufgaben ist ein wesentliches Ziel der Schulleitungsfortbildung. Sollten Sie sich für das nachfolgende Angebot entscheiden, durchlaufen Sie als Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Zeitraum von bis zu einem Jahr ein Fortbildungsangebot von insgesamt ca. 56 Stunden. Voraussetzung ist, dass Sie (schon) eine Sonder- oder Koordinierungsaufgabe an Ihrer Schule übernommen haben. In einem vielfältigen Klärungsprozess finden Sie heraus, ob darüber hinaus bei Ihnen die konkrete Bereitschaft und das Interesse an der Übernahme einer Leitungsfunktion in Schule besteht.Grundsätzlich ist die situationsangemessene Kommunikation in der Leitungsaufgabe – verbal und nonverbal - die zentrale Herausforderung, vor der die meisten Menschen in Leitung stehen (werden). Deshalb soll die Kommunikation aus der Sicht von Schulleitung (!) zentrales Element des Klärungsprozesses sein.
Sie lässt sich in verschiedenen Praxissituationen des Leitungshandelns festmachen.
Hierzu gehören inhaltlich:
- Präsentieren in Konferenzen vor Gremien
- Konferenzleitung
- Unterrichtsbeobachtung und Beratung - Rückmeldungen zu pädagogischen Fragen
Der Prozess findet statt:
- im Fortbildungsseminar
- in der Kursgruppe
- in den eigenen Schulen, gemeinsam vor- und nachbereitet in einer professionellen Lerngemeinschaft.
Zunächst wird in einer thematischen Vorbereitung in der Kursgruppe die theoretische und simulierte Basis für ‚Leitung erfahren‘ = erproben gelegt. Auf der Grundlage bisheriger Erfahrungen der Teilnehmenden in Teil-Leitungsaufgaben geht es hier gezielt um den Blick der SL-Brille bei der Übernahme einer begrenzten Kommunikationsaufgabe in der SL-Verantwortlichkeit. Zunächst werden konkrete Lern-Gelegenheiten in der Simulation erfahren und reflektiert, sowie mit Theorie fundiert. Feedback unterstützt die persönliche Auseinandersetzung.
Neu ist, dass eine Theorie-Praxis-Reflexion nicht nur in simulierten Seminarsituationen stattfindet, sondern Gelegenheiten genutzt werden, in konkreten schulischen Erfahrungsräumen den Klärungsprozess zu durchlaufen. Exemplarisches Leitungshandeln wird in Kleinteams als professionelle Lerngemeinschaften von 3-4 Personen vor Ort realisiert und reflektiert. Die Schulleitung wird hier bei Planung und Durchführung eingebunden.
Lernen in kollegialen Lerngemeinschaften steht also im Fokus. Im Umlaufverfahren werden jeweils für die eigene Schule angepasste Lernanlässe des Leitungshandelns gemeinsam vorbereitet, erprobt und über koll. Feedback begleitet. Die Lerngemeinschaften werden untereinander gebildet, um die kollegialen Praxisreflexionen möglichst pragmatisch realisieren zu können.
Die kontinuierliche professionelle Lerngemeinschaft sichert als ‚Peergroup‘ die thematische und persönliche Auseinandersetzungen und ein Feedback in der Echtsituation.
Entsprechend bietet die moderatorinnnen- und moderatorengestützte Fortbildungsgruppe eine Rahmung mit Theorieinputs rund um das Thema der Leitungs-Kommunikation und konzentriert den jeweiligen Themenschwerpunkt vorweg als Reflexionsforum. Die Selbststeuerung wird v.a. über die kollegialen Lerngemeinschaften gefordert/unterstützt. Als roter Faden zieht sich durch die verschiedenen Fortbildungsanteile ein Band von Selbstreflexion und kollegialen Feedbacks (aus der Lerngemeinschaft/aus der Kursgruppe) Darin liegt für jeden Teilnehmenden die Chance, Mehrperspektivität als Gewinn erleben können.
Organisation
Mit einem Überblick wird – als Modell - die Ausgestaltung in den verschiedenen Phasen deutlich. Ein Informationsnachmittag bietet einen Überblick.Fortbildungsblock 1 – 2 Tage – Thema: Präsentation auf einer zentralen Sitzung/Konferenz
- Treffen Lerngemeinschaft (Vorbereitung) – Schule 1 – Lerngemeinschaft (Nachbereitung)
- Fortbildungsblock 2 – 2 Tage – Thema: Konferenzleitung
- Treffen Lerngemeinschaft (Vorbereitung) – Schule 2 – Lerngemeinschaft (Nachbereitung)
- Fortbildungsblock 3 – 2 Tage – Thema: Unterrichtsbeobachtung
- Treffen Lerngemeinschaft(Vorbereitung) – Schule 3 – Lerngemeinschaft(Nachbereitung)
- Abschluss – 1 Tag
- ggfs. Transfergespräch bzw. Einzelgespräche in der Schulform
Dieses Fortbildungsangebot ist modular mit einem Gesamtvolumen von 56 Std. geplant, davon ca. 1/3 in selbstorganisierten Arbeitsprozessen. Für die Teilnahme können sich Interessenten melden, wenn – formlos – abgesehen von den Angaben des entsprechenden Meldeformulars eine Bescheinigung der Schule sie zur Zielgruppe gehörig (Hinweis auf Delegation einer Teil-Leitungsaufgabe nach ADO § 20 ff) ausweist und die Schulleitung die Umsetzung über die Bereitstellung von Praxissituationen verbindlich unterstützt.
Zielgruppe und Voraussetzungen
Für interessierte Lehrkräfte mit ersten Erfahrungen in einer koordinierenden Teil-Leitungsaufgabe, die in Überlegungen zur verantwortlichen Übernahme weiterer – ggfs. formal beschriebener - Leitungsaufgaben sind und dabei dieses Angebot als Unterstützung wahrnehmen und – formal – in einem unbefristeten Beschäftigungs-/Beamtenverhältnis in Schule tätig sind. Bei mehreren Anmeldungen aus einer Schule sollte die Zuordnung auf mehrere Kurse verteilt werden. Die Bereitschaft der Teilnehmenden wird erwartet, dafür eigenständig aktiv zu sein. Natürlich muss auch die Bereitschaft zum Perspektivenwechsel und einer Haltung von Feedback geben/nehmen vorhanden sein. Um die Lernsituationen in der eigenen Schule realisieren zu können, ist eine Vereinbarung zu Personal- und Transfergesprächen mit seiner Schulleitung eine wesentliche Voraussetzung. Ggfs. könnte auch bei erweiterten Klärungsanliegen zusätzlich Gespräche mit einer anderen Schulleitung in der eigenen Schulform vermittelt werden.