Qualifizierung von Digitalisierungsbeauftragten an Schulen (DiB)
Grundinformationen
Schulform
Alle Schulformen (Allgemeine und BK)
Bereich / Teilbereich
Weitere Angebote der Lehrkräftefortbildung / Sonstige Angebote
Inhalt
Aufgabe der Digitalisierungsbeauftragten
Digitalisierungsbeauftragte unterstützen ihre Schule bei pädagogisch-didaktischen Prozessen der Schul- und Unterrichtsentwicklung in einer digitalen Welt. Die Digitalisierungsbeauftragten werden für diese Aufgabe gemäß Erlass des Ministeriums für Schule und Bildung (BASS 20-22 Nr.69) qualifiziert.
Qualifizierungsmaßnahme
Die Qualifizierungsmaßnahme richtet sich an Digitalisierungsbeauftragte an Schulen. Sie befähigt die Teilnehmenden, Schul- und Unterrichtsentwicklungsprozesse kompetent zu begleiten und orientiert sich dabei u. a. an den Dimensionen von Schulentwicklung im Kontext der Digitalisierung. Die Maßnahme ist schulformübergreifend konzipiert, stützt sich auf Referenzdokumente des Landes Nordrhein-Westfalen und bietet konkrete Unterstützung, um Kollegien in den schulischen Entwicklungsprozessen unterstützen zu können. In allen Modulen steht die Auseinandersetzung mit der Rolle als Digitalisierungsbeauftrage oder Digitalisierungsbeauftragter im eigenen schulischen System im Zentrum. Die Module werden mit einem LOGINEO NRW LMS-Kurs begleitet und durch Selbstlernelemente ergänzt.
Ziele
Mit dem Besuch der Qualifizierungsmaßnahme erwirbt die Lehrkraft als Digitalisierungsbeauftragte oder Digitalisierungsbeauftragter
- Handlungskompetenzen zur selbstständigen und eigenverantwortlichen Wahrnehmung der im zugehörigen Erlass festgeschriebenen Aufgaben (BASS 12-21 Nr. 20).
- Rollenklarheit.
Module
Die Qualifizierungsmaßnahme wird in fünf Module gegliedert.
--------- Fortbildungstag 1 - Modul 1 und 2 ---------
Modul 1: Schule in der Kultur der Digitalität (weiter-)entwickeln
Ausgehend von einem gemeinsamen Verständnis von zeitgemäßer Bildung wird eine Vision einer Schule der Zukunft mittels Prototyping entwickelt. Dafür werden notwendige Kompetenzen sowie Rahmenbedingungen für gelingende informationssichere Schul- und Unterrichtsentwicklung vor dem Hintergrund der Digitalität thematisiert und anhand von Referenzdokumenten des Landes Nordrhein-Westfalen für das Lehren und Lernen in der digitalen Welt konkretisiert.
Schwerpunkte:
- Transformationsprozesse: Schule in der Kultur der Digitalität
- Grundverständnis zum Lehren und Lernen in der digitalen Welt
- Überblick über Landesprodukte zur digitalisierungsbezogenen Schul- und Unterrichtsentwicklung
Modul 2: Innovationen begleiten
Auf der Grundlage der fünf Dimensionen von Schulentwicklung im Kontext der Digitalisierung werden Aspekte gelingender Schulentwicklung in unterschiedlichen Schulformen abgeleitet. Der Schwerpunkt des Moduls liegt auf einer Erweiterung des Handlungsrepertoires der Digitalisierungsbeauftragten in Bezug auf eine Begleitung von Innovationsprozessen an der Schule. Hierzu werden agile Projektmanagementmethoden wie z. B. Scrum und OKR vorgestellt und erprobt.
Schwerpunkte:
- Aspekte gelingender und informationssicherer digitalisierungsbezogener Schulentwicklung
- Impulse zur Begleitung von digitalisierungsbezogenen Schulentwicklungsprozessen
--------- Fortbildungstag 2 - Modul 3 und 4 ---------
Modul 3: Digitalisierungsbezogene Unterrichtsentwicklungsprozesse unterstützen
In diesem Modul werden verschiedene relevante lerntheoretische Modelle für einen Unterricht mit und über digitale Medien thematisiert und ihre Relevanz für Unterrichtsentwicklungsprozesse, auch mit Blick auf die Querschnittsthemen Inklusion und Bildungsgerechtigkeit, reflektiert. Hierbei werden notwendige Kompetenzen der Lehrerinnen und Lehrer und der Schülerinnen und Schüler für digitalisierungsbezogene Unterrichtsentwicklungsprozesse im Sinne des Referenzrahmens Schulqualität erörtert. Change-Management-Theorien werden exemplarisch thematisiert, um als Digitalisierungsbeauftragter oder Digitalisierungsbeauftragte Unterrichtsentwicklungsprozesse kompetent unterstützen zu können.
Schwerpunkte:
- Modelle zum Lehren und Lernen in der digitalen Welt
- Impulse zur Medienbildung
- Bezugsdokumente zum Lehren und Lernen in der digitalen Welt
Modul 4: Über Professionalisierungsangebote informieren und beraten
Unterschiedliche schulinterne und schulexterne Fortbildungsangebote werden in diesem Modul vorgestellt und im Hinblick auf Einsatzmöglichkeiten in Kollegien reflektiert. Um der Heterogenität des Kollegiums im Kontext der Digitalität zu begegnen, setzen sich die Teilnehmenden mit unterschiedlichen Fortbildungsformaten vor dem Hintergrund der individuellen Bedarfe der Lehrkräfte auseinander.
Schwerpunkte:
- Formate schulinterner und schulexterner Fortbildungsangebote zum Lehren und Lernen in der digitalen Welt
- Kooperation mit der oder dem schulischen Fortbildungsbeauftragten
- Evaluations- und Feedbackinstrumente
--------- Fortbildungstag 3 - Modul 5 ---------
Modul 5: Schulinterne und schulexterne Kooperationen mitgestalten
Ausgangspunkt dieses Moduls ist ein von den Teilnehmenden gemeinsam entwickeltes Verständnis zu Gelingensbedingungen bei der Ausgestaltung von Kooperationen. Auf Grundlage einer Gegenwart-Zukunft-Analyse setzen sich die Teilnehmenden mit Ideen zu prozessbegleitenden innerschulischen Beratungs- und Austauschformaten sowie zu schulübergreifenden Kooperationen auseinander, um im Kontext des Lehrens und Lehrens in der digitalen Welt in der eigenen Schule der Zukunft aktiv an der Mitgestaltung von Netzwerken in der (regionalen) Bildungslandschaft mitwirken zu können. Darüber hinaus wird ein Überblick über zuständige Ansprechpersonen zu den Themen Datenschutz, Barrierefreiheit, Präventionsangeboten und Cybermobbing gegeben.
Schwerpunkte:
- Prozessbegleitende innerschulische digitalisierungsbezogene Beratungs- und Austauschformate
- Möglichkeiten schulübergreifender Kooperationen: Schulische Netzwerke zum Lehren und Lernen in der digitalen Welt in der (regionalen) Bildungslandschaft
- Hinweise zur Schaffung barrierefreien Zugangs nach individuellen Bedarfen durch Unterstützung von fachlichen Institutionen oder Schwerbehindertenvertretung.
Umfang
Die Qualifizierung umfasst 30 Stunden.
Gestaltung und Durchführung
Die Qualifizierung gliedert sich in drei eintägige Präsenzphasen zu je sechs Zeitstunden und digitale asynchrone Selbstlernangebote im Rahmen von zwölf Zeitstunden. Die Qualifizierung erfolgt durch hierfür qualifizierte Moderierende der staatlichen Lehrerfortbildung in Nordrhein-Westfalen und gegebenenfalls unter Einbeziehung weiterer Expertinnen und Experten.
Melden Sie sich bitte für einen der unten aufgeführten Kurse an.
NEU: Sobald die maximale Anzahl an Teilnehmenden erreicht ist, erlischt die Anmeldemöglichkeit. Angemeldete Lehrkräfte erhalten für diesen Kurs eine zeitversetzt eine Zusage. Bitte melden Sie sich dann nicht für eine weitere Kursschiene an.
Für Rückfragen steht Sandra Hasenclever zur Verfügung,
E-Mail: sandra.hasenclever@brk.nrw.de
Zielgruppe und Voraussetzungen
Es ist nur eine Anmeldung pro Schule zulässig. Die Schulleitung bestimmt in Absprache mit dem Lehrerrat eine Digitalisierungsbeauftragte / einen Digitalisierungsbeauftragten (Lehrkraft der Schule). Nur die beauftragte Lehrkraft kann an der Qualifizierung teilnehmen. Die Zustimmung zur Nutzung des LOGINEO NRW LMS (Moodle) auf der Instanz der BR Köln ist für die Qualifizierung zwingend erforderlich. Andernfalls ist die Teilnahme nicht möglich. Alle Teilnehmenden bekommen im Vorfeld der Qualifizierung Ihre LogIn-Daten für die Instanz der BR Köln zugeschickt. Die Schule muss keine LOGINEO NRW LMS Instanz haben oder beantragen.
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