Einführung von neuer Grammatik – funktional und ökonomisch

Angebotsnummer (ANR): 102154

Grundinformationen

Schulform

Allgemeine Schulformen

Bereich / Teilbereich

Standard - und kompetenzor. UE in den Fächern / Latein

Inhalt

Während der Spracherwerbsphase lernen die Schülerinnen und Schüler in hoher Frequenz neue Grammatikphänomene kennen. Die Verschiedenartigkeit dieser Phänomene fordert natürlich verschiedene Wege, die Schülerinnen und Schüler an das Neue heranzuführen.
Die vier typischen Verfahren zur Grammatikeinführung – induktiv am Lektionstext, sprachkontrastiv, per Vorentlastung (-stext) und rein formal – werden in dieser Fortbildung an Beispielen vorgestellt und auf ihre Funktionalität hin kritisch überprüft, um Kriterien für ein dem jeweiligen Thema angemessenes Verfahren zu finden.

Häufig leidet unter der Vermittlung der neuen Grammatik die inhaltliche Auseinandersetzung mit dem lateinischen Text als zentralem Gegenstand des Lateinunterrichts. Auch durch ein nicht immer passendes Angebot zur Einführung durch die Lehrwerke entsteht bei Schülerinnen und Schülern der Eindruck, Texte seien das Vehikel, um neue Grammatik einzuführen. Für die meisten Grammatikphänomene gilt aber genau das Gegenteil: Grammatik dient meist dem Textverständnis. Durch das Neue wird der Text sprachlich und inhaltlich reichhaltiger und damit lesenswerter – dies verdeutlichen schon einfache Beispiele wie die Einführung der Adjektive o.ä.. In diesem Sinne ist nicht nur die Einführung von Grammatik, sondern auch eine inhalts- wie schülergerechte Erschließung und Interpretation von Texten Ziel der Fortbildung. Im Zentrum steht somit die Frage, welche Möglichkeiten der Grammatikeinführung jeweils am effektivsten sind bei gleichzeitiger Konzentration auf den Textinhalt.

Da sich einige Verfahren der Grammatikeinführung auch für den Lektüreunterricht eignen und für Schülerinnen und Schüler „überraschenderweise“ der Grammatikunterricht mit dem Beginn der Lektüre nicht abgeschlossen ist, wird außerdem die lektürebegleitende Grammatikeinführung und -wiederholung in den Blick genommen.
Die Fortbildung umfasst zwei Nachmittage. Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden gebeten, ihr Lehrwerk inkl. Begleitgrammatik und Lehrerhandbuch zur Veranstaltung mitzubringen.

Bezug zum RRSQ:

  • 2.4 Schülerorientierung und Umgang mit Heterogenität
  • 2.5 Kognitive Aktivierung

Zielgruppe und Voraussetzungen

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Kontakt

Fachberatung Fortbildung

Kirsten Ludewig-Paffrath

E-Mail: kirsten.ludewig-paffrath@brk.nrw.de

Tel: +49 221 147-2266

Sachbearbeitung

Simone Eberwein

E-Mail: simone.eberwein@brk.nrw.de

Tel: +49 221 147-2638

Anmeldung

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