„Vom Lesenovizen zum Leseexperten“ - Lesekompetenz als Schlüssel zum Textverständnis im Deutschunterricht

Angebotsnummer (ANR): 102089

Grundinformationen

Schulform

Allgemeine Schulformen Sek. I (mit GY), Förder- und Klinikschulen

Bereich / Teilbereich

Standard - und kompetenzor. UE in den Fächern / Deutsch

Inhalt

Im Kernlehrplan bildet das Thema „Lesen – Umgang mit Texten und Medien“ einen wesentlichen Lernbereich des Faches Deutsch. Lesekompetenz ist die zentrale Kompetenz im Deutschunterricht und darüber hinaus im gesamten schulischen und gesellschaftlichen Kontext. Dabei ist Lesen ein hoch komplexer Vorgang, der mit der Decodierfähigkeit beginnt und die Bedeutungsentnahme aus Texten und Nutzung des neu gewonnenen Wissens zum Ziel hat. Die Fortbildung beachtet die Heterogenität von Lerngruppen und die notwendige Niveaudifferenzierung durch lerntypengerechte Aufgabenstellungen. Die einzelnen Fortbildungsbausteine greifen dieses Spektrum auf und sind sowohl als Gesamtheit als auch einzeln buchbar.

1. Was ist Lesekompetenz?

Was ist das überhaupt: Lesen? Und welche Teilkompetenzen verbergen sich hinter dieser komplexen Fähigkeit? - Ausgangspunkt aller Überlegungen sind die Stufen der Leseentwicklung. Von hier aus werden die Teilkompetenzen des Lesens beleuchtet und Einblicke in Möglichkeiten der Förderung gegeben: Decodierfähigkeit, Lesegeläufigkeit (Fluency) und sinnentnehmendes Lesen (Lesestrategien) bilden dabei unterschiedliche Stufen der Lesekompetenz ab. Gemeinsam wird über Leseförderung in heterogenen Lerngruppen reflektiert. (i.d.R. Ganztag: 9.00h – 16.00h)

2. Wie diagnostiziere ich Lesekompetenz?

Wer Lesekompetenz fördern will, muss vorher wissen, auf welchem Niveau anzusetzen ist. Im Rahmen dieser Fortbildungsveranstaltung wird das Ziel verfolgt,
  • Orientierung über verschiedene Lesediagnoseverfahren zu geben,
  • Erfahrungen mit der Durchführung und Auswertung zu sammeln,
  • Eindrücke von Möglichkeiten und Grenzen der Lesediagnose zu gewinnen und
  • Urteile zur Einbindung in die eigene Unterrichtspraxis zu treffen.
Der Schritt von der Feststellung des Lernstands zum Förderbedarf der/des Einzelnen soll gemeinsam in Orientierung an die fünf Stufen der Lesekompetenz reflektiert werden (i.d.R. Halbtag: 12.00h – 16.00h).

3. Wie motiviere ich Schüler:innen zum Lesen?

Wie erreiche ich Nichtleser:innen? Wie fördere ich Vielleser:innen? Was sind echte Leseanreize? – Diese Fragen sollen im Rahmen dieses Bausteins zur Leseförderung praxisnahe Antworten finden. Ausgehend von den Lernvoraussetzungen in heterogenen Klassen werden Möglichkeiten erprobt, wie jenseits von Kurzzeitinterventionen (z.B. Lesenächten, Autorenlesungen) kontinuierlich im Unterricht zum Lesen motiviert werden kann. Schüler:innen sollen Lesen in ihrem sozialen Zusammenhang als sinnvoll erleben. (i.d.R. Ganztag: 9.00h – 16.00h)

Im Sinne der Nachhaltigkeit sind an die einzelnen Bausteine Folgeveranstaltungen (14.00h – 16.00h, möglicherweise digital per Videokonferenz) geknüpft. Hier stehen die umgesetzten Fortbildungsinhalte bzw. Lernerfolge und/oder Probleme bei der Durchführung im Mittelpunkt. Um die neuen Fortbildungsstandards der Prozessorientierung und Nachhaltigkeit zu gewährleisten, empfiehlt sich die Anmeldung von mindestens zwei Kolleg:innen Ihrer Schule. Mitzubringen sind: Laptop und Kopfhörer.

Bezug zum RRSQ:

  • 2.2 Kompetenzorientierung
  • 2.4 Schülerorientierung und Umgang mit Heterogenität
  • 2.5 Aktivierung kognitiver Lernprozesse

Zielgruppe und Voraussetzungen

Lehrkräfte für das Fach Deutsch in der Sek. I

Kontakt

Fachberatung Fortbildung

Maike Masurat

E-Mail: maike.masurat@brk.nrw.de

Tel: +49 221 147-2920

Sachbearbeitung

Theresa Heinicke

E-Mail: theresa.heinicke@brk.nrw.de

Tel: +49 221 147-2631

Anmeldung

Mail an rtf@brk.nrw.de