Im Mittelpunkt des Fortbildungsmoduls steht die Unterstützung der Schülerinnen und Schüler im Bereich des Übergangs der Sekundarstufe II in eine passende Anschlussoption. Als Leitlinie der Beruflichen Orientierung und damit auch der Beratung in der Sekundarstufe II, dient die Vermittlung von Berufswahlkompetenz, die die Schülerin und Schüler befähigen soll, lebenslang ihre Berufsbiographie gestalten zu können.
Mit dem Thema Studienorientierung wird ein klassisches Feld der Beratung innerhalb der Beruflichen Orientierung in der Sekundarstufe II thematisiert. Dabei werden die inhaltlichen aber auch die organisatorischen Voraussetzungen für eine individuelle Beratung innerhalb der Beruflichen Orientierung thematisiert. Folgende Fragestellungen werden hierbei behandelt:
- Hochschularten,
- Hochschulzugang (Bewerbung, Zulassung, Finanzierung etc.),
- Studienangebote sowie
- Orientierungs- und Erkundungsangebote
Neben diesen inhaltlichen Aspekten werden zudem Möglichkeiten und Probleme im Rahmen der Umsetzung von Veranstaltungen zur Studienorientierung in Schule thematisiert.
Neben der Studienorientierung nehmen im Rahmen von Beratungsgesprächen auch Alternativen zum Studium oder klassischen Abitur eine immer größere Rolle innerhalb der Beruflichen Orientierung der Sekundarstufe II ein. Darüber hinaus wächst auch die Zahl der Ausbildungsberufe von Jahr zu Jahr, ebenso die Angebote im Bereich der dualen Studiengänge. Auch die Bildungsgänge an Berufskollegs erschließen sich oftmals nicht intuitiv und selbst das Feld der Freiwilligendienste stellt sich häufig recht unübersichtlich dar.
Moderierte Informationsphasen wechseln sich mit aktiven Austausch- und Erarbeitungsphasen der Teilnehmenden ab. Die Veranstaltung ist auf 1,5 Tage angelegt.
Ziele der Veranstaltung
Ziel der Fortbildung ist es – im Sinne einer zielgerichteten, aber ergebnisoffenen Beratung im Rahmen der Beruflichen Orientierung – den an Beratung beteiligten Lehrkräften der Sekundarstufe II in den genannten Bereichen einen strukturierenden Überblick über die vielfältigen Angebote zu geben und eine organisatorische Einbindung von Beratungssituationen und -optionen in den schulischen Alltag zu erarbeiten.
Im Einzelnen erarbeiten die Teilnehmenden ausgehend von einem breiten Material- und Expertenpool einen differenzierten Überblick über inhaltliche Möglichkeiten der Anschlussoptionen nach der Sekundarstufe II und erproben diese exemplarisch an Praxisfällen.
Zu erwerbende Kompetenzen in Teil 1
Die teilnehmenden Lehrkräfte
- können die verschiedenen Hochschularten unterscheiden,
- lernen grundlegende Unterscheidungen verschiedener Studienrichtungen kennen,
- lernen die Zugangsvoraussetzungen und zentrale Finanzierungsmöglichkeiten für ein Hochschulstudium kennen,
- können verschiedene Unterstützungsangebote und zentrale Ansprechpartner regionaler Hochschulen benennen
- diskutieren und reflektieren Anwendungsmöglichkeiten der hier gewonnenen Erkenntnisse für die Berufliche Orientierung für die Sekundarstufe II innerhalb des Prozesses der Beruflichen Orientierung in ihrer Tätigkeit als Koordinatorinnen und Koordinatoren für die Berufliche Orientierung und
- antizipieren mögliche Stolpersteine bei der Nutzung der hier gewonnenen Erkenntnisse für die Berufliche Orientierung innerhalb für die Sekundarstufe II und erarbeiten hieraus Gelingensbedingungen.
Zu erwerbende Kompetenzen in Teil 2
Die teilnehmenden Lehrkräfte
- können verschiedene Anschlussoptionen – als mögliche Alternativen zu einem klassischen Hochschulstudium sowie zum Abitur – unterscheiden,
- können grundlegende Zugangsvoraussetzungen sowie Ausbildungsstrukturen benennen,
- lernen ausgewählte Ansprechpartner kennen,
- diskutieren und reflektieren Anwendungsmöglichkeiten der hier gewonnenen Erkenntnisse für die Berufliche Orientierung für die Sekundarstufe II innerhalb des Prozesses der Beruflichen Orientierung in ihrer Tätigkeit als Koordinatorinnen und Koordinatoren für die Berufliche Orientierung und
- antizipieren mögliche Stolpersteine bei der Nutzung der hier gewonnenen Erkenntnisse für die Berufliche Orientierung innerhalb für die Sekundarstufe II und erarbeiten hieraus Gelingensbedingungen.
Zu erwerbende Kompetenzen in Teil 3
Die teilnehmenden Lehrkräfte
- diskutieren und reflektieren ihre Erfahrungen zum Thema Studienorientierung und Alternativen zum klassischen Hochschulstudium für die Berufliche Orientierung innerhalb der Sekundarstufe II aus ihrer eigenen Tätigkeit als Koordinatorinnen und Koordinatoren für die Berufliche Orientierung und
- entwickeln weitergehende Handlungsschritte für die Weiterentwicklung der Beruflichen Orientierung unter Verwendung der Themen Studienorientierung und Alternativen zum klassischen Hochschulstudium zur Beruflichen Orientierung der Sekundarstufe II.
Leistungen der Moderatorinnen und Moderatoren
Die Moderatorinnen und Moderatoren fungieren einerseits als Expertinnen und Experten für die Themen Studienorientierung und Alternativen zum klassischen Hochschulstudium und geben andererseits Anstöße zur Implementierung der Studienorientierung und der Alternativen zum klassischen Hochschulstudium für die Sekundarstufe II innerhalb der Beruflichen Orientierung. Dabei unterstützen sie die teilnehmenden Lehrkräfte dabei, erste Schritte bei der Nutzung und Implementierung der oben erwähnten Themen zu gehen.
Bezug zum RRSQ [u.a.]
- 1.2.2: Die Schule übernimmt Verantwortung dafür, dass die Schülerinnen und Schüler die angestrebten schulischen oder beruflichen Abschlüsse erreichen und eine realistische Anschlussperspektive entwickeln.
- 1.4.1: Die Schule schöpft ihre Möglichkeiten zur Verringerung von ungleichen Bildungschancen und Benachteiligungen aus.
- 1.4.3: Die Schule schafft Voraussetzungen dafür, dass die Schülerinnen und Schüler sich in ihrer weiteren Biographie am politischen und gesellschaftlichen Leben beteiligen können und Lebens- und Berufsperspektiven für sich selbst erkennen und nutzen.
- 2.8.2: Die Schülerinnen und Schüler sowie die Erziehungsberechtigten und ggf. Ausbildungsbetriebe werden systematisch in Lern-, Entwicklungs- und Erziehungsangelegenheiten beraten.
- 2.8.3: Die Schülerinnen und Schüler werden systematisch unter Einbeziehung der Erziehungsberechtigten und ggf. von Ausbildungsbetrieben im Hinblick auf ihre jeweiligen Laufbahnmöglichkeiten informiert und beraten.
- 2.8.4: Die Schule verfügt über ein Übergangsmanagement.
- 4.1.3: Lehrkräfte entwickeln ihre beruflichen Kompetenzen im Rahmen von Fort- und Weiterbildung kontinuierlich weiter.
- Schulform
- Alle Schulformen Sek. II (Allgemeine und BK)
- Bereich / Teilbereich
- Studien- und Berufliche Orientierung / Angebote zur Umsetzung des Landesvorhabens KAoA
- Zielgruppe und Voraussetzungen
- Koordinatorinnen und Koordinatoren für die Berufliche Orientierung, Tutorinnen und Tutoren, Jahrgangsstufenleiterinnen und Jahrgangsstufenleiter sowie alle an dieser Aufgabe interessierten Lehrkräfte der Sekundarstufe II.
Teilnehmerressourcen werden einbezogen, eine Bereitschaft zu aktiver Mitgesta...
Termine
Aktuell keine anstehenden Termine